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Eine Katze springt an einem Zaun nach oben.
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Katzenbesitzer aus Weissach müssen ab 1. Januar 2021 ihre Schützlinge kastrieren lassen.

Verwilderte Tiere

Gemeinde in Baden-Württemberg lässt alle Katzen ab 2021 kastrieren

  • Zülal Acar
    VonZülal Acar
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In einigen baden-württembergischen Kommunen sind streunende Katzen ein großes Problem. Die Gemeinde Weissach will deshalb alle Katzen ab 2021 kastrieren lassen.

Weissach - Die Gemeinde Weissach hat ein Katzenproblem. Vor allem im ländlichen Raum tummeln sich zahlreiche streunende Katzen, die unkastriert und nicht gechipt frei herumlaufen. Die Folge: Es kommen immer mehr von ihnen hinzu. Um dem Einhalt zu gebieten, hat der Gemeinderat beschlossen, alle Katzen ab 2021 kastrieren zu lassen.

Streunende Katzen in Weissach: Tiere leben meist unauffällig

Wie das alles angefangen hat, kann wohl niemand so richtig sagen. Höchstwahrscheinlich sind die streunenden Katzen jedoch Nachfahren von nicht kastrierten Hauskatzen oder ausgesetzten Katzen. Laut Schätzungen des Deutschen Tierschutzbundes leben in Deutschland zwei Millionen streunende Katzen. Die Tiere halten sich meist unauffällig in Friedhöfen, verlassenen Gebäuden oder Grundstücken auf und kommen selten bis gar nicht in die Nähe der Menschen. Daher ist den meisten Menschen nicht bewusst, dass hierzulande verwilderte Katzen leben. In andern europäischen Ländern wie der Türkei*, gehören streunende Tiere zum Stadtbild dazu.

Die deutschen Gemeinden gehen in der Regel unterschiedlich mit dem Problem mit verwilderten Tieren um. Manche Kommunen verbieten das Füttern der streunenden Katzen, andere wiederum kooperieren mit Tierschutzorganisationen.

Katzen: Besitzer müssen ihr Tier chippen und tätowieren lassen

Um den Tierschützern zu helfen, müssen Katzenbesitzer aus Weissach ab 2021 ihr Tier am Ohr chippen und tätowieren lassen. Ab 1. Januar muss jeder, der eine Katze besitzt, das Tier kastrieren lassen. Frei laufende Katzen, bei denen der Besitzer nicht gefunden werden kann, sollen zudem künftig kastriert werden. Das Problem mit streunenden Katzen bestehe laut eines Berichts der Leonberger Kreiszeitung neben Weissach auch in Weil der Stadt und in Malmsheim sowie im Gäu in Deckenpfonn, Gäufelden und Jettingen.

Bisher haben Tierschützer die streunenden Katzen händisch eingefangen und kastrieren lassen. Das sei eine große Herausforderung, heißt es darin. Der Landkreis Böblingen zahlt jährlich 15.000 Euro für die Kastration der Katzen. Grund genug also, dass eine Verordnung erlassen wurde, die dieses Problem gezielter in Angriff nimmt. Weissach ist die erste Gemeinde im Landkreis Böblingen, die diesen Schritt geht. *BW24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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