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Die Royals

Harry und Meghan: Jetzt kommen die Anwälte ins Spiel

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Hat Prinz Harry seine Großmutter Queen Elizabeth bei der Namensfindung seines zweiten Kindes um Erlaubnis gefragt oder nur informiert?

London - Die Diskussion um die gemeinsame Tochter von Prinz Harry und Meghan Markle geht im Vereinigten Königreich in die nächste Runde. Auslöser sind Berichte in britischen Medien, dass Lilibet, zweites Kind des Paares, nicht mit dem Segen von Queen Elizabeth zu ihrem Namen gekommen sei. Im Gegenteil, die Monarchin soll alles andere als entzückt über die Entscheidung des in Kalifornien lebenden Paare gewesen sein. Dies hatte unter anderem die BBC berichtet.

Jetzt schreibt das Portal The Daily Beast, dass Prinz Harry und Meghan ihre Anwälte damit beauftragt hätten, der BBC mit Klage zu drohen, sollten sie die Behauptung wiederholen, Lilibet wäre nicht mit Zustimmung der Queen zu ihrem Namen gekommen.

Quellen aus dem Palast behaupten, die Queen sei nie gefragt worden

Damit geht die Auseinandersetzung von Prinz Harry und Meghan mit Teilen des Palastes weiter. Das Paar sah sich zu einer offiziellen Intervention genötigt, nachdem die Frühstücksnachrichtensendung von BBC Radio 4 am Mittwoch behauptet hatte, der BBC lägen Informationen vor, dass Harry und Meghan „die Königin nicht konsultiert haben, um ihren Spitznamen aus der Kindheit ‚Lilibet‘ für ihr Baby zu verwenden“.

Die BBC bezog sich auf eine nicht näher genannte Quelle aus dem Buckingham Palace, die behauptete, sie, die Queen, „sei nie danach gefragt worden“. Die Information war offenbar dem königlichen Korrespondenten der BBC, Jonny Dymond, durchgesteckt worden. Dymonds Behauptung stimmte mit einem Bericht in der Times vom Wochenende überein, in dem es hieß, die Königin sei lediglich über die Wahl des Namens „informiert“ worden, anstatt ausdrücklich um Erlaubnis gebeten worden zu sein.

Harry und Meghan: Gab die Queen die Zustimmung zum Namen Lilibet?

Tatsächlich geht aus eigenen Aussagen des Paares hervor, dass sie den Segen der Königin erst nach der Geburt des Kindes suchten – nachdem sie sich bereits für den Namen entschieden hatten, den sie ihrer Tochter dann auch gaben. Ein Sprecher des Paares sagte: „Der Herzog (Prinz Harry) sprach vor der Geburt mit seiner Familie, tatsächlich war seine Großmutter das erste Familienmitglied, das er anrief. Während dieses Gesprächs teilte er ihr den Plan mit, ihre Tochter Lilibet zu ihren Ehren zu nennen. Hätte die Queen das Vorhaben nicht unterstützt, hätten sie den Namen nicht verwendet.“

Wurde der Palast von der Geburt des Kindes überrumpelt?

Gerüchte über die angebliche Unzufriedenheit der Königin mit dem Namen kursieren seit mehreren Tagen, zusammen mit Geschichten, dass der Palast von der Geburt überrumpelt wurde, was daran zu ersehen sei, dass es mehr als eineinhalb Stunden dauerte, bis der Buckingham Palace eine offizielle Glückwunscherklärung nach der Bekanntgabe der Geburt der Urenkelin der Königin abgab. In der Zeit zwischen der öffentlichen Ankündigung durch die Sussexes und den offiziellen Glückwünschen der Royals veröffentlichte der Twitter-Account der königlichen Familie eine Reihe von Nachrichten über die Verlobung von Prinzessin Anne, was zumindest auf einen Mangel an Koordination hindeutet.

Prinz Harry
Geboren15. September 1984
ElternCharles, Prince of Wales, Diana, Princess of Wales
Offizieller TitelHRH Prince Henry Charles Albert David, Duke of Sussex, Earl of Dumbarton, Baron Kilkeel KCVO
Meghan Markle
Geboren4. August 1981
ElternDoria Ragland, Thomas Markle
Offizieller TitelMeghan, Duchess of Sussex

Omid Scobie, Journalist und Schriftsteller, der eine unkritische Biografie („Finding Freedom“) über Harry und Meghan geschrieben hatte und seitdem als inoffizielles Sprachrohr des Paares gilt, bestritt die Behauptungen der BBC am Mittwoch auf seinem Account beim Kurznachrichtendienst Twitter. „Die Königin war die erste aus der Familie, die Harry nach Lilibets Geburt anrief. Alle, die Prinz Harry wirklich nahe stehen, bestätigen, dass er vor der Namensfindung mit seiner Großmutter gesprochen hat.“

All dies mag stimmen. Allerdings wird die erneute Diskussion wenig dazu beitragen, eine neue Ära einer dann eventuell harmonischen Beziehung zwischen dem abtrünnigen Paar und der Familie in London herbeizuführen. Daran ändert auch die Geburt von Lilibet Diana Mountbatten-Windsor, so der offizielle und vollständige Name des Babys, nichts. (Stefan Krieger)

Rubriklistenbild: © Anwar Hussein/Imago

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