Kahurangi National Park: Eine Helikopterbesatzung entdeckte  Rauchschwaden eines Feuers, das die beiden vermissten Wanderer Dion Reynolds und Jessica O&#39Connor in ihrem selbsterrichteten Notlager im Busch angezündet hatten.  
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Kahurangi National Park: Eine Helikopterbesatzung entdeckte  Rauchschwaden eines Feuers, das die beiden vermissten Wanderer Dion Reynolds und Jessica O'Connor in ihrem selbsterrichteten Notlager im Busch angezündet hatten.  

Neuseeland

Wasser aus Pfützen getrunken

Ein verirrtes Paar wird nach 19 Tagen aus einem neuseeländischen Nationalpark gerettet.

Nach 19 Tagen mutterseelenallein in einem neuseeländischen Nationalpark sind zwei junge Wanderer gerettet worden. Dion Reynolds und Jessica O‘Connor wurden am Mittwoch von einem Militärhubschrauber aus ihrer Notlage im durch die „Herr der Ringe“-Filme bekannten Kahurangi-Nationalpark auf Neuseelands Südinsel befreit. Um am Leben zu bleiben, hatten die beiden 23-Jährigen aus Pfützen trinken und zwei Wochen lang hungern müssen.

Reynolds und O‘Connor waren am 8. Mai zu einem Camping-Trip aufgebrochen, der eigentlich nur fünf Tage dauern sollte. Im dichten Nebel verloren die beiden allerdings die Orientierung und verirrten sich. Daraufhin wurde eine großangelegte Suchaktion gestartet.

Die beiden überstanden die Zeit in der Wildnis mit leichteren Verletzungen, die sie sich auf der verzweifelten Suche nach Trinkwasser zugezogen hatten: Reynolds knickte mit dem Fußgelenk um, O‘Connor erlitt eine Prellung am Rücken.

Reynolds schilderte dem Sender „Radio New Zealand“ die gefährliche Situation. Der Nebel habe drei Tage angedauert: „Wir waren zu diesem Zeitpunkt sehr verloren.“ Um nicht zu verdursten hätten er und seine Begleiterin in dieser Zeit Wasser aus einer Pfütze geschöpft und abgekocht.

„Es waren 13 Tage ohne Essen“, sagte Reynolds in dem Interview. Nachdem sich der Nebel gelichtet habe, hätten O‘Connor und er zum Glück aber festgestellt, dass es in der Nähe einen sauberen Wasserlauf gab – „das hat uns am Leben gehalten“.

Einmal flog ein Hubschrauber über die beiden Wanderer hinweg, der Pilot erkannte das Paar allerdings nicht. Eine Woche später hatten sie dann Glück und wurden von der Besatzung eines Hubschraubers entdeckt. Ohnehin hätten sie immer versucht, positiv zu denken und die Hoffnung nicht aufzugeben, sagten sie.

„Wenn Jess und ich morgens aufwachten, sagten wir uns, wenn die Rettung heute nicht kommt, dann morgen“, berichtete Reynolds. Als der Hubschrauber sie dann aus dem Nationalpark geflogen habe, sei er belohnt worden mit dem „besten Schokoriegel meines Lebens“. (afp)

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