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Aufnahme aus dem Weltall eines Planeten, auf dem ein großer Fleck zu sehen ist.
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Jupiter, der vom Durchmesser gesehen größte Planet des Sonnensystems: Gut zu erkennen der Wirbelsturm „Großer Roter Fleck“, über dessen Tiefe die Nasa-Raumsonde Juno neue Erkenntnisse geliefert hat.

Wirbelstürme auf Planet Jupiter

Nasa zeigt sich verblüfft: So tief ist der Große Rote Fleck auf dem Jupiter

  • Jan Trieselmann
    VonJan Trieselmann
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Eine Nasa-Sonde fliegt über den Großen Roten Fleck auf dem Jupiter, einem riesigen Sturm. Die Wissenschaft erhält dadurch verblüffende Daten über seine Tiefe.

Washington D.C. – Die Nasa-Raumsonde Juno ist mehrfach über den Großen Roten Fleck des Planeten Jupiter geflogen. Dabei handelt es sich um einen Wirbelsturm gigantischen Ausmaßes, über den die Sonde genauere Informationen gesammelt hat. Die hat ein Nasa-Forschungsteam jetzt ausgewertet – und verblüffende Daten über die Tiefe des Sturms erhalten, wie der US-amerikanische Nachrichten-Sender CNN und das Medien-Netzwerk The Verge berichten. Neue Erkenntnisse hatten sie erst im Juli über den größten Jupiter-Mond Ganymed erhalten, als dort Wasserdampf in der Atmosphäre entdeckt wurde.

Den „Great Red Spot“, wie ihn die Raumfahrtbehörde Nasa aus den USA mit Sitz in Washington D.C. nennt, ist ein 16.000 Kilometer langer Wirbelsturm in der Atmosphäre des Jupiter – damit würde sogar die Erde mit ihren knapp 12.700 Kilometern Durchmessern bequem dort hineinpassen. Aufgrund seiner Größe ist er eines der für die Wissenschaft am interessantesten zu untersuchenden Astronomie-Phänomene. Doch eine Frage war bisher noch ungeklärt: Befindet sich der Wirbelsturm nur auf der Oberfläche des Planeten, oder reicht er tiefer in seine Atmosphäre hinein?

Großer Roter Fleck auf Planet Jupiter: Verblüffende Nasa-Entdeckung

Wie CNN und The Verge berichten, hat die Nasa-Raumsonde Juno bei ihren Flügen über den Planeten Jupiter entscheidende Daten über seinen auf Fotos auffällig zu erkennenden Sturm geliefert. Laut CNN soll er zwischen 200 und 500 Kilometer in den Planeten hineinreichen – The Verge berichtet unter Bezugnahme auf das Fachjournal Science von 300 bis 500 Kilometern. Auf der Erde spielt sich das Wetter laut Deutschem Wetterdienst hauptsächlich in den ersten knapp 10 Kilometern der Atmosphäre ab.

„Es ist ein gigantischer Sturm“, sagt Yohai Kaspi vom „Weizmann Institute of Science“ in Israel gegenüber The Verge. „Wenn man diesen Sturm auf die Erde setzte, würde er bis hin zur Raumstation hinausragen. Es ist einfach ein Monster“, sagt Kaspi. Die Internationale Raumstation ISS umkreist die Erde auf einer Höhe von knapp 400 Kilometern. Auf eine Raumfahrt-Mission dorthin begibt sich der deutsche Astronaut Matthias Maurer am Sonntag (31.10.2021).

Nasa-Sonde untersucht großen Roten Fleck auf Planet Jupiter: Viele neue Daten

Doch damit enden die neuen Erkenntnisse der Nasa über den Jupiter nicht: Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, sollen die Jet-Stürme auf dem Jupiter sogar weit tiefer in den Planeten hineinreichen als der Große Rote Fleck. Bei ihnen handelt es sich um die Stürme, die sich zwischen den unterschiedlich farbigen Streifen auf dem Jupiter befinden. Obwohl sie vom Durchmesser her zwar kleiner sind, seien sie bis zu 3000 Kilometer tief, wie unter anderem CNN und The Verge schreiben.

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„Also passiert irgendetwas bei [der Tiefe von, Anm. d. Red.] 500 Kilometern, das den Großen Roten Fleck praktisch abschwächt“, sagte Nasa-Forscherin Marzia Parisi dem Netzwerk The Verge. Man müsse nun weiter daran arbeiten, diese massiven Unterschiede zu den Jet-Stürmen zu erklären. Trotzdem haben die Daten der Raumsonde Juno die Nasa deutlich weitergebracht: „Vorher hatten wir nur diese 2D-Ansicht, bei der wir nur von außen betrachten konnten“, sagt Yohai Kaspi gegenüber The Verge. „Jetzt haben wir eine komplette dreidimensionale Ansicht.“

Großer Roter Fleck auf dem Jupiter: Nasa-Sonde Juno soll bis 2025 den Planet umkreisen

Gestartet hatte die Nasa die Raumsonde Juno im Jahr 2011. Fünf Jahre später erreichte sie den Planeten Jupiter und trat in seine Umlaufbahn ein. Bis voraussichtlich 2025 soll sie ihre Arbeit dort fortsetzen.

Erst vor Kurzem erstaunte der Große Rote Fleck auf dem Jupiter die Wissenschaft: Seine Geschwindigkeit nimmt stark zu, während seine Größe abnimmt. Der Wirbelsturm tobt dort bereits seit mindestens zwei Jahrhunderten. Was genau seine rote Färbung verursacht, ist allerdings noch nicht bekannt. Dafür gab ein dem Jupiter ähnlicher Planet den Fachleuten jetzt einen Blick darauf, was passiert, wenn die Sonne stirbt. (Jan Trieselmann)

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