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Trockener Boden

Waldbrandgefahr

Zu warm, zu trocken

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Der Chef der Innenministerkonferenz Georg Maier (SPD) aus Thüringen warnt wegen der anhaltenden Trockenheit vor Waldbränden – und hofft auf Hilfe vom Bund.

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD), hat vor zunehmender Waldbrandgefahr gewarnt und betont, dass die 16 Länder bei der Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden künftig stärker auf die Hilfe des Bundes setzen.

„Durch die Trockenheit der letzten Tage steigt die Waldbrandgefahr überall in Deutschland“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mit Blick auf Ostern. Die Feuerwehren und Katastrophenschutzeinheiten seien durch neu beschaffte Technik und spezielle Ausbildung zwar besser auf die drohenden Wald- und Vegetationsbrände vorbereitet, aber laut Maier seien „weitere Anstrengungen erforderlich, um die Gefahr für Mensch und Natur zu minimieren“. Dabei würden sich die Länder nach den Worten des SPD-Politikers „freuen, wenn die Bemühungen des Bundes diesbezüglich ausgeweitet werden“. Vorrangig sei die verstärkte Unterstützung der Länder mit Hubschraubern der Bundespolizei und der Bundeswehr.

Nach RND-Informationen hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) Maier im Februar mitgeteilt, dass er ihre Ausstattung mit neuen Katastrophenschutzfahrzeugen in die Wege geleitet habe; dies gelte für die Finanzierung ebenso wie für die Bestellung der Fahrzeuge, sodass sie zügig ausgeliefert werden könnten. Insgesamt gehe es um mehr als 500 Fahrzeuge. Auch stellte Seehofer mehr Unterstützung durch die Bundespolizei mit Hubschraubern in Aussicht. Die Waldbrände hatten im Sommer 2019 infolge der langen Trockenheit spürbar zugenommen. Seehofer sagte bereits damals Hilfe zu.

Ausstattung aufgerüstet

Thüringen selbst verstärkt seine Bemühungen ebenfalls. Das Land plant, Feuerwehr und Katastrophenschutzeinheiten mit zusätzlich 140 Waldbrandrucksäcken mit Schläuchen, Schutzmasken und Schutzbrillen sowie 310 Spezialwerkzeugen zur Bodenbearbeitung und 310 Löschrucksäcken mit je 20 Litern Fassungsvermögen auszustatten. Hinzu kamen 2019 spezielle Aus- und Fortbildungen für Einsatzkräfte, Führungskräfte und Ausbilder, diese 2020 fortgesetzt werden sollen.

Schon jetzt gilt in Teilen Ostdeutschlands wegen ausbleibender Niederschläge erneut die höchste Waldbrandwarnstufe. In Brandenburg wurden zuletzt 17 Waldbrände gezählt.

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