+
Das Unglück ereignete sich in der Raganello-Schlucht in der Region Kalabrien.

Von Hochwasser mitgerissen

Wanderer sterben bei Sturzflut in italienischer Schlucht

In einer malerischen Schlucht in Süditalien schwillt ein Fluss plötzlich an. Ausflügler werden von dem Hochwasser überrascht und mitgerissen.

Bei einer Sturzflut im italienischen Kalabrien sind nach jüngsten Angaben mindestens elf Wanderer ums Leben gekommen. Fünf weitere wurden am Dienstag noch vermisst, wie der Zivilschutz mitteilte. Am Montagabend war von acht Toten die Rede gewesen. 

Insgesamt wurden 23 Menschen gerettet, wie die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Präfektur berichtete. Mindestens drei Menschen galten noch als vermisst, die Suche dauerte in der Nacht an.

Das Unglück ereignete sich in der Raganello-Schlucht nahe der Berggemeinde Civita in der Region Kalabrien. Starker Regen hatte den Fluss in der Schlucht anschwellen lassen, berichteten italienische Medien. Die Ausflügler seien von dem Hochwasser überrascht und teilweise mitgerissen worden.

Unter den Vermissten könnten auch Kinder sein, berichtete Ansa unter Berufung auf die Rettungskräfte. Wie viele Menschen sich genau in der Schlucht befanden, war unklar. Zwar werden dort geführte Touren angeboten. Der Canyon im Nationalpark Pollino ist aber frei zugänglich.

Einige der Geretteten und der Toten waren nach früheren Angaben von Ansa in einer Gruppe unterwegs gewesen. Die Tageszeitung „La Repubblica“ berichtete online, dass es einigen gelungen sei, sich an den Klippen in Sicherheit zu bringen.

Der Canyon ist der Gemeinde Civita zufolge 13 Kilometer lang und mit glasklarem Wasser und spektakulären Felsformationen ein beliebter Ausflugsort für Touristen. Die Schlucht ist einem privaten Touren-Anbieter zufolge bis zu 400 Meter tief.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion