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Freiwillige löschen einen Waldbrand in der Republik Sacha, auch bekannt als Jakutien, im Fernen Osten Russlands, Samstag, 17. Juli 2021. Waldbrände treten auf globaler Ebene immer öfter auf.
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Freiwillige löschen einen Waldbrand in der Republik Sacha, auch bekannt als Jakutien, im Fernen Osten Russlands, Samstag, 17. Juli 2021. Waldbrände treten auf globaler Ebene immer öfter auf.

Globale Auswirkungen

Riesige Waldbrände in Russland: Diesmal ist es anders

  • Jennifer Greve
    VonJennifer Greve
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Die globalen Auswirkungen von Waldbränden nehmen zu. Derzeit wüten Feuer in Russland, Kanada und den USA. Einsatzkräfte bekämpfen die Flammen.

Frankfurt - Überall auf der Erde kommt es vermehrt zu verheerenden Waldbränden, so auch in Russland, Kanada und den USA. Feuer würden auch an Orten ausbrechen, „wo es vorher überhaupt nicht gebrannt hatte.“ Das erklärte der russische Aufklärungspilot Svyatoslav Kolesov gegenüber CNN.

Kolesov konnte am Dienstag (20.07.2021) seinem Job nicht nachgehen, da der Rauch in der fernöstlichen Republik Sacha (Jakutien) in Sibirien zu dicht war. Denn bei einer solch beeinträchtigten Sicht ist es eine Gefahr, ein Flugzeug zu fliegen. Kolesov ist leitender Pilot des Luftbeobachtungspostens in der Region. Er sprach davon, dass im Norden der Region neue Feuer aufgetaucht seien, „an Orten, an denen es letztes Jahr keine Brände gab und wo es vorher überhaupt nicht gebrannt hatte.“

Waldbrände in Sibirien (Russland): „Dörfer von giftigem Rauch bedroht“

Die Republik Sacha in Sibirien ist zwar bekannt für seine Anfälligkeit, was Waldbrände betrifft - dennoch seien die Flammen in diesem Jahr anders, sagte Kolesov. Forschende warnen seit Jahren vor vermehrten Waldbränden. Diese könnten auch an ungewöhnlichen Orten auftreten. Außerdem sei damit zu rechnen, dass sie größer und intensiver werden. ZDF heute berichtete darüber, dass „mehr als 60 Dörfer in Sibirien [...] derzeit von giftigem Rauch bedroht [sind].“

Wie gewaltig die Ausmaße der Waldbrände in Sibirien sind, können auch Bewohner des US-Bundesstaates Alaska bezeugen. Bis dorthin breitet sich derzeit der Rauch der russischen Feuer aus. Doch auch die USA selbst bleiben nicht von gefährlichen Flammen verschont. Die Waldbrände in den USA kommen wegen des Klimawandels öfter, größer, intensiver.

Waldbrände bedrohen Leben in den USA und Kanada

Der Rauch des „Bootleg“-Lauffeuers in Oregon breitet sich derzeit quer über den Kontinent aus. So habe man auch am Mittwoch (21.07.2021) einen „intensiven roten Sonnenaufgang“, den „Geruch von Waldbränden“ und einen „dicken braunen Dunst“ in New York City wahrnehmen können. Darüber hinaus ist „das Bootleg Fire [...] so groß und erzeugt so viel Energie und extreme Hitze, dass es seine eigenen Wolken und Gewitter erzeugt.“ Darüber informierte CNN. Waldbrände an der US-Westküste hatten für massive Luftverschmutzung in New York gesorgt.

Statt einem großen Waldbrand kämpft British Columbia, eine kanadische Provinz, derzeit gegen 300 Waldbrände. Aus diesem Grund wurde dort ab Mittwoch der Notstand ausgerufen. Feuerwehr seien dabei, die Flammen mit Wasserbomben und Schläuchen zu bekämpfen. Darüber hinaus dienten Feuerschneisen der Eindämmung der Waldbrände. Wegen des Klimawandels rollt bereits die nächste Hitzewelle mit Waldbränden auf die USA und Kanada zu.

Russland, Kanada, USA: Fachleute sind sich einig, Waldbrände könnten globale Folgen haben

Fachleute befürchten weitere Brände überall auf der Welt mit globalen Auswirkungen auf Landschaft, Menschen und Klima. So könnte der Rauch Oberflächen verdunkeln und dadurch die globale Erwärmung beschleunigen. Auch der freigesetzt Kohlenstoff, der „Tausende von Jahren“ in den Bäumen gespeichert war, könnte „Folgewirkungen“ haben, sagte Mark Parrington, leitender Wissenschaftler beim Copernicus Atmosphere Monitoring Service.

Laut dem WWF gehören Waldbrände „in vielen Regionen der Welt zu den ganz natürlichen Prozessen.“ Kein gutes Zeichen sei es, wenn die Feuer zu gewaltig werden, an ungewöhnlichen Orten oder zu ungewöhnlichen Zeiten auftreten, oder sich immer mehr häufen. Ebenfalls wichtig zu wissen: Nur etwa „vier Prozent aller Waldbrände“ haben laut dem WWF eine „natürliche Ursache“. Alle anderen sind menschengemacht, sei es direkt oder indirekt. (jey)

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