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Südeuropa brennt weiter: Spanien meldet verheerendstes Waldbrand-Jahr aller Zeiten

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Von: Markus Hofstetter

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In Südeuropa wüten weiterhin Waldbrände. Auf Mallorca und in Griechenland soll es diesen Montag bis zu 40 Grad heiß werden. 

München - Weite Teile Deutschlands leiden weiter unter der Hitze. So müssen sich die Menschen in Bayern am Montag (25. Juli) erneut auf hohe Temperaturen bis zu 37 Grad einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet auch für den Rest der Woche sommerlich warmes Wetter, jedoch keinen flächendeckenden Regen. Auch in Südeuropa und in anderen Teilen der Welt herrscht Trockenheit, mit weiterhin teils verheerenden Folgen: Waldbrände wüten.

Waldbrände in Griechenland: Bis zu 40 Grad und keine Entspannung in Sicht

In Griechenland ist ein Ende der Feuer nicht absehbar. Für Montag hat die Feuerwehr für Teile Mittelgriechenlands die zweithöchste Warnstufe ausgegeben. Ein „sehr hohes“ Waldbrandrisiko gilt unter anderem für die Hauptstadt Athen und Umgebung sowie für die Insel Euböa. Im Rest des Landes ist die Gefahr „hoch“. In der vergangenen Woche registrierte die Feuerwehr täglich mehr als hundert Brandherde.

Die Trockenheit wird Meteorologen zufolge andauern, die Temperaturen sollen weiterhin sehr hoch bleiben und örtlich auf bis zu 40 Grad steigen. In manchen Gegenden kommt starker Wind hinzu, der Brandherde anheizt. So wurden auf Lesbos am Wochenende im Südteil der Insel Ortschaften evakuiert. Die Rauchentwicklung über der Insel war so stark, dass sie laut dem europäischen Erdbeobachtungssystem Copernicus vom Weltall aus zu sehen war.

Waldbrände in Griechenland
Ein Feuerwehrmann und ein Freiwilliger versuchen, auf Lesbos Flammen eines Waldbrandes in der Nähe des Badeortes Vatera zu löschen. (Foto vom 23. Juli 2022) © Eurokinissi/dpa/picture alliance

Waldbrände in Spanien: Verheerendstes Waldbrand-Jahr seit Beginn der Erfassungen

2022 ist für Spanien bereits jetzt das verheerendste Waldbrand-Jahr seit Beginn der Erfassungen. In den ersten knapp sieben Monaten zerstörten Flammen rund 2000 Quadratkilometer. Zwar entspannt sich die Lage, doch die Serie der Waldbrände geht weiter. Sorgen bereitet insbesondere ein Feuer auf Teneriffa. Auf der Kanaren-Insel haben die Flammen nach Behördenangaben bisher ein Fläche von über 24 Quadratkilometern zerstört. Im betroffenen Gebiet im Norden der Insel hatte man am Samstag fast 600 Bewohner von La Guancha und von vier weiteren Gemeinden gerettet.

Obwohl eine besonders lange Hitzewelle erst vor einigen Tagen zu Ende gegangen ist, machen extrem hohe Temperaturen den Spaniern und Touristen im Land weiter zu schaffen. In Andalusien im Süden Spaniens wurden am Sonntag bis zu 44 Grad registriert, auf Mallorca kletterte die Quecksilbersäule auf bis zu 37 Grad. Für Montag werden für das Zentrum und den Nordosten der Insel bis zu 40 Grad erwartet. Am Ballermann an der Playa de Palma sollte es aber „nur“ 34 Grad warm werden.

Waldbrände in Frankreich: Teilweise Entwarnung an der Atlantikküste

Für die Brände an Frankreichs Atlantikküste gibt es derweil teilweise Entwarnung. Das Feuer in La Teste-de-Buch gilt als gelöscht. Alle Bewohner durften am Wochenende in ihre Häuser zurückkehren, wie die zuständige Präfektur mitteilte. Der Brand in Landiras hingegen ist zwar unter Kontrolle. Es gebe aber noch rund 30 aktive Brandherde und es bestehe die Gefahr, dass das Feuer wieder aufflamme, hieß es.

Waldbrände in den USA: Notstand wegen Feuer in Nähe des Yosemite-Nationalparks verhängt

Auch auf der anderen Seite des Atlantiks in den USA wüten Waldbrände. In Kalifornien bedroht ein sich rasch ausbreitendes Feuer den US-Nationalpark Yosemite. Gouverneur Gavin Newsom verhängte den Notstand in dem betroffenen Gebiet.

Waldbrände in Kalifornien
Ein Auto steht während der Waldbrände des Oak Fire in der Nähe des US-Nationalparks Yosemite in Flammen. © Ethan Swope/dpa/picture alliance

Das sogenannte Oak Fire, das im Bezirk Mariposa auf rund 48 Quadratkilometern wütete, zerstörte zehn Gebäude und beschädigte fünf weitere, wie die zuständige Behörde Cal Fire mitteilte. Knapp 2700 Häuser seien von dem Brand bedroht, der aus noch unbekannten Gründen am Freitagnachmittag ausgebrochen war. 

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