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Erster Ausbruch seit 50 Jahren

Vulkanausbruch auf La Palma: Kochend heißen Flutwellen, Explosionen und ätzende Gase drohen

  • Julian Dorn
    VonJulian Dorn
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Zehn Tage nach dem Vulkanausbruch auf der Kanaren-Insel La Palma fließt die Lava nun ins Meer. Das birgt für die Bewohner:innen große Gefahren.

Madrid - Die Bilanz des Vulkanausbruchs auf der Kanaren-Insel La Palma ist schon jetzt, zehn Tage später, verheerend. Auf der Insel wurde längst der Katastrophenfall ausgerufen. Inzwischen sind mehr als 650 Häuser zerstört, mehr als 6000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Auch mehrere Straßen auf der Insel wurden zerstört.

Und nun droht eine neue Gefahr: Nach dem Ausbruch des Vulkans Cumbre Vieja sind Lavaströme in den Atlantik geflossen. „Die Lava hat das Meer bei Playa Nueva erreicht“, teilte das Vulkanologische Institut der Kanaren in der Nacht zum Mittwoch auf Twitter mit. Experten befürchten, dass der Kontakt der Lava mit Meerwasser gesundheitsschädliche Gase freisetzen könnte. Auch Explosionen glühender Lavabrocken und kochend heiße Flutwellen sind demnach möglich.

Vulkanausbruch des Cumbre Vieja auf La Palma. Der Vulkan produziert weiterhin Eruptionen.

Vulkanausbruch auf La Palma: Expertenfordern Einwohner auf, zu Hause zu bleiben

Die Behörden auf der spanischen Insel hatten angesichts des Vordringens der Lava in Richtung Meer eine Sperrzone eingerichtet und die Bewohner des Gebiets aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Auf im Fernsehen veröffentlichten Bildern war zu sehen, wie sich die glühende Lava ins Meer ergoss und eine große Rauchwolke aus dem Wasser aufstieg.

Das Vulkanologische Institut mahnte die Bewohner der 85.000-Einwohner-Insel zur Vorsicht. „Das Einatmen oder der Kontakt mit ätzenden Gasen oder Flüssigkeiten kann Haut, Augen und Atemwege reizen und Atembeschwerden verursachen, insbesondere bei Menschen mit bereits vorhandenen Erkrankungen der Atemwege.“

Immenser Schaden nach dem Vulkanausbruch auf La Palma, Spanien gibt Hilfsgelder frei

Der Regionalpräsident der Kanaren, Angel Victor Torres, bezifferte die Schadenssumme durch die Zerstörung von Land und Gebäuden in der vergangenen Woche auf mehr als 400 Millionen Euro. Am Dienstag gab die spanische Regierung Hilfsgelder in Höhe von 10,5 Millionen Euro für die von dem Vulkanausbruch Betroffenen frei.

Seit der Eruption stößt der Cumbre Vieja immer wieder riesige Rauchwolken aus. Der Flugverkehr auf La Palma ist seit Freitag ausgesetzt. Experten rechnen damit, dass der Vulkan noch für Wochen oder sogar Monate aktiv bleibt.

Auf der kleinen Insel, die etwa 100 Kilometer nordwestlich von Teneriffa liegt und weitaus weniger häufig als die anderen Kanareninseln von Touristen besucht wird, hatte es zuletzt vor 50 Jahren einen Vulkanausbruch gegeben. Im Jahr 1971 spuckte der Vulkan Teneguía an der Südspitze der Insel Magma. Bei einem der letzten großen Vulkanausbrüche im Mai 2021 wurden im Kongo in Zentralafrika mehrere Dörfer zerstört. Zuletzt war der Vulkan in den Jahren 1971 und 1949 ausgebrochen. Bei diesen Ausbrüchen kamen insgesamt drei Menschen ums Leben, zwei von ihnen starben, nachdem sie gesundheitsschädliche Gase eingeatmet hatten. (judo/AFP)

Rubriklistenbild: © Alberto di Lolli/imago

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