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Nach Vulkanausbruch: Tonga bestätigt Corona-Fälle und zieht drastische Konsequenzen

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Von: Karolin Schäfer

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Die Häuser vieler Menschen wurden durch den Vulkanausbruch und den anschließenden Tsunami in Kanokupolu im Westen von Tongatapu, Tonga, beschädigt. Jetzt geht das Land in einen Corona-Lockdown.
Die Häuser vieler Menschen wurden durch den Vulkanausbruch und den anschließenden Tsunami in Kanokupolu im Westen von Tongatapu, Tonga, beschädigt. Jetzt geht das Land in einen Corona-Lockdown. © Tonga Red Cross Society/dpa

Die Pazifikinseln um die Hauptinsel Tonga sind nach dem Vulkanausbruch von enormer Zerstörung betroffen. Jetzt ordnet die Regierung einen Corona-Lockdown an.

Nuku‘alofa – Vor zweieinhalb Wochen hatte das Königreich Tonga mit dem gewaltigen Ausbruch des Untersee-Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai zu kämpfen. Die Regierung sprach im Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch von einer „nie dagewesenen Katastrophe“. Die Eruption löste einen Tsunami aus, dessen Flutwellen sogar Alaska und Südamerika erreichten. Nun meldete der Südsee-Staat einen Corona-Ausbruch.

Fünf Infektionsfälle seien am Mittwoch (02.02.2022) bestätigt worden, zitierte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) den Premierminister Siaosi Sovaleni. Zunächst waren zwei Arbeiter bei routinemäßigen Tests in einer Werft in der Hauptstadt Nuku‘alofa positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Corona-Ausbruch in Tonga: Regierung ordnet Lockdown an

Später wurden dann drei weitere Infektionen bei einer Frau und ihren zwei Kindern gemeldet, die Kontakt mit einem der Männer hatten. Dementsprechend zieht der Inselstaat nun drastische Konsequenzen und geht auf Anordnung der Regierung ab 18 Uhr in einen Lockdown.

Bereits im März 2020 hatte Tonga die Grenzen geschlossen und sich damit von der Außenwelt abgeschottet. Zuvor war seit Pandemie-Beginn nur eine einzige Corona-Infektion bestätigt worden. Offenbar hatte ein Reisender aus Neuseeland das Virus mitgebracht.

Nach Vulkanausbruch folgt der Lockdown: Verschärfungen kommen auf Bevölkerung zu

Nach dem gewaltigen Vulkanausbruch in Tonga war die Sorge groß, dass besonders ausländische Helferinnen und Helfer das Coronavirus einschleppen könnten. Um die eigene Bevölkerung zu schützen, erfolgten die Lieferungen der Hilfsgüter aus Neuseeland und Australien kontaktlos. Wie sich allerdings die Werftarbeiter beim Entladen der Schiffe mit dem Virus infiziert haben, sei bislang unklar.

Diese Einschränkungen kommen auf die Bevölkerung zu:

Alle 48 Stunden will die Regierung in Tonga die Lage neu bewerten. Durch den Vulkanausbruch ist die Kommunikation allerdings immer noch gestört. „Tonga steht nun vor seinem ersten Covid-19-Lockdown, bevor die Telekommunikation vollständig wiederhergestellt wurde und bevor Unternehmen und Haushalte wieder funktionierendes Internet haben“, meldete das Portal Matangi Tonga. (kas mit dpa-Material)

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