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Rauch über der Lava des Vulkans Bárdarbunga.
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Rauch über der Lava des Vulkans Bárdarbunga.

Island Vulkan Bárdarbunga

Vulkan hat sich wieder beruhigt

Seit Tagen rumorte er, nun bricht der isländische Vulkan Bárdarbunga aus. Die Eruptionen in der Nacht zum Freitag seien allerdings nur leicht gewesen, teilte das Meteorologische Institut auf Island mit. Die Warnstufe wurde von Rot auf Orange gesetzt.

Nach einem Ausbruch des Vulkans Bárdarbunga haben die isländischen Behörden am Freitagvormittag den Luftraum rund um den Krater für den Flugverkehr gesperrt und die höchste Warnstufe ausgerufen.

Am Freitagnachmittag wurde das Flugverbot über dem Vulkan Bárdarbunga wieder aufgehoben. Das teilte der Zivilschutz der Insel per Twitter mit. Nachdem in der Nacht eine große Menge Lava ausgetreten war, hatte sich der Vulkan weniger Stunden später wieder beruhigt. Am Nachmittag hatten die Meteorologen die Warnstufe von Rot auf Orange gesenkt. Das heißt, dass zurzeit keine Eruptionen im Gange sind oder unmittelbar bevorstehen, der Vulkan aber weiter aktiv ist.

Zuvor hatte sich die Lage zugespitzt: Der Bárdarbunga brach nach Angaben der Behörden in der Nacht zum Freitag aus. Vulkanasche wurde jedoch nicht ausgestoßen.

Der Ausbruch sei gegen Mitternacht nördlich des Vatnajökull-Gletschers erfolgt, die Aktivität scheint abgenommen zu haben, teilte das Meteorologische Institut auf Island am Freitagmorgen mit.

Im europäischen Luftverkehr kommt es trotz des Vulkanausbruchs nicht zu Behinderungen. Der Ausbruch ereignete sich nördlich des Bárdarbunga an einer Stelle, die nicht von Gletschern bedeckt ist. Damit ist das Risiko geringer, dass Aschewolken in die Höhe geschleudert werden. Die Lage in Island wird aufmerksam verfolgt, weil jeden Tag viele Transatlantikflüge die Region überqueren.

Die kleinen Partikel in der Luft können im Extremfall zum Ausfall von Flugzeugtriebwerken führen. Im Jahr 2010 waren weite Teile Europas wegen eines Ausbruchs unter dem Eyjafjallajökull für den Luftverkehr tagelang gesperrt. Damals waren mehr als 100.000 Flüge gestrichen worden. Gut acht Millionen Reisende saßen zum Teil tagelang auf Flughäfen fest. Aschewolken erreichten 2010 auch das europäische Festland.

Die Aktivitäten des Gletschervulkans Bárdarbung hatten in den vergangenen Tagen Sorgen um die Verbreitung von Vulkanasche auch im deutschen im Luftraum ausgelöst. „Deutschland ist auf eine mögliche Vulkanasche-Kontamination des Luftraums vorbereitet“, erklärte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Donnerstag in Berlin. Es sei ein Aktionsplan erarbeitet worden, „mit dem wir jederzeit auf aktuelle Situationen reagieren können“, versicherte der Minister.

Ein Spezialflugzeug, das Vulkanasche im Luftraum misst, steht laut Verkehrsministerium bereit. Zudem ist demnach ein Infrarot-Laser-Messnetz aufgebaut, mit dem die Konzentration von Vulkanasche bis zu einer Höhe von zwölf Kilometern erfasst werden kann. Der Deutsche Wetterdienst stehe zudem in ständiger Abstimmung mit dem isländischen Wetterdienst. Auch eine Arbeitsgruppe für den operativen Krisendienst sei vorbereitet, die im Fall von Vulkanasche im Luftraum eng mit der Deutschen Flugsicherung zusammenarbeite.

Bei einem Überwachungsflug am Mittwochabend war ein vier bis sechs Kilometer langer Riss entdeckt worden, teilte das Meteorologische Institut mit. Die Spalte im Eis des landesgrößten Gletschers Vatnajökull sei etwa einen Kilometer breit und stellenweise bis zu 15 Meter tief.

Der Bardarbunga ist der größte Vulkan Islands und liegt unter dem Gletschereis des Vatnajökulls im Südosten der Insel. Auch am Donnerstag wurde er wieder von einem Erdbeben der Stärke 5,0 erschüttert. Am Dienstag hatten Experten einen Erdstoß der Stärke 5,7 registriert. Dies war die stärkste Erschütterung seit Beginn der Vulkanaktivität vor zwei Wochen und das heftigste Erdbeben in dem Gebiet seit 1996. (rtr/afp/dpa/afp)

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