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Ätna: Spektakulärer Vulkanausbruch beeinflusst Messungen auf dem Balkan

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Von: Svenja Wallocha

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Der Vulkan Ätna auf Sizilien ist wieder ausgebrochen. Aus dem Krater drang Lava und Asche. Eine große Rauchsäule stieg kilometerweit auf und zieht nun gen Osten.

Update vom Samstag, 12.02.2022, 09.00 Uhr: Nachdem der Vulkan Ätna auf Sizilien ausgebrochen ist, ziehen die Reste der Eruptionssäule über Apulien und Kampanien hinweg. Das berichtet das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie.

Die Data-Plattform ADAM verweist zudem darauf, dass am Himmel über Kroatien, Bosnien, Serbien, Mazedonien, Montenegro und Griechenland „geringe Mengen“ an Schwefeloxid festgestellt wurden. Diese sind demnach auf den Vulkanausbruch des Ätna zurückzuführen.

Vulkanausbuch auf Sizilien
Rauch steigt aus einem Krater des Ätna, dem größtem aktiven Vulkan in Europa, auf. Auf Sizilien ist der Vulkan Ätna erneut ausgebrochen. Am Donnerstagabend, 10.02.2022, sei eine erhöhte Aktivität gemessen worden, teilte das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie mit. © Salvatore Allegra/dpa

Update vom Freitag, 11.02.2022, 17.30 Uhr: Nach längerer Pause ist der Vulkan Ätna auf Sizilien am Donnerstag (10.02.2022) erneut ausgebrochen. Fotos dokumentieren teils hohe Lavafontänen und Rauchsäulen 8000 Meter hoch steigen. Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie berichtet auch einen Tag später auf Twitter noch von „explosiven Aktivitäten“ des Vulkans. Am Freitagmorgen lösten sich Teile des Südostkraters. Inzwischen hat sich ein Riss gebildet, der die Stabilität des Vulkans gefährdet, twittert Il Mondo dei Terremoti.

Durch den Vulkanausbruch breitet sich eine giftige Schwefeldioxid-Wolke aus, berichtet die Plattform Data-Management (ADAM) auf Twitter. Diese zieht sich über Italien bis nach Griechenland.

Ätna bricht erneut aus: Spektakuläre Bilder zeigen Lavafontäne und Rauchsäule

Erstmeldung vom Freitag, 11.02.2022: Catania – Der Vulkan Ätna auf Sizilien ist vor allem im vergangenen Jahr sehr aktiv gewesen. Regelmäßig kam es zu teils spektakulären Ausbrüchen. Erst im Oktober 2021 spuckte der 3357 Meter hohe Feuerberg Lava und Asche. Nun brach der Vulkan auf der italienischen Insel nach langer Pause erneut aus.

Am Donnerstagabend (10.02.2022) spuckte der größte aktive Vulkan in Europa Lavafontänen, drei Ströme glühenden Gesteins flossen einige Hundert Meter den Berg hinab. Eine Rauchsäule von rund 8000 Metern stieg in den Himmel, wie das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mitteilte. Auch via Twitter informierte das Institut fortlaufend über den Ausbruch. So war schon ab 16 Uhr am Donnerstag eine Intensivierung der Aktivität am Südostkrater zu beobachten.

Vulkan-Ausbruch auf Sizilien: Ätna spuckt Lava und Asche

Auch auf Fotos war zu sehen, wie eine Lavafontäne aus dem Krater schießt und eine große Rauchsäule weit in den Nachthimmel aufsteigt. Größere Schäden richtete der Vulkan-Ausbruch nicht an. Schon am Freitagmorgen trat aus dem Vulkan auf der Mittelmeerinsel den Angaben zufolge keine Lava mehr aus. Allerdings ströme weiter eine Aschewolke aus dem Krater.

Vulkanausbuch auf Sizilien
Rauch steigt aus einem Krater des Ätna, dem größtem aktiven Vulkan in Europa, auf. Auf Sizilien ist der Vulkan Ätna erneut ausgebrochen. Am Donnerstagabend, 10.02.2022, sei eine erhöhte Aktivität gemessen worden, teilte das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie mit. © Salvatore Allegra/dpa

Ätna bricht erneut aus: Keine größeren Schäden gemeldet

Auch der Betrieb auf dem Flughafen von Catania am Fuße des Ätnas wurde nicht gestört. Im vergangenen Jahr war der Ätna sehr aktiv gewesen. Es kam gleich zu mehreren Ausbrüchen. In den umliegenden Dörfern und Städten sorgte vor allem die Asche für Ärger und kleinere Schäden. Auch der Flugverkehr am Airport Catania musste immer wieder unterbrochen werden. Keine Maschine startete oder landete dort zwischenzeitlich mehr.

NameÄtna
OrtSizilien
ProvinzCatania
Höhe3.357 Meter

Die regelmäßigen Ausbrüche beschäftigen auch Forschende. Denn der Vulkan ist seit geraumer Zeit in Bewegung. Es ist bekannt, dass die südöstliche Flanke des Ätna langsam ins Meer rutscht. Ein Team der Universität für Ozeanforschung in Kiel untersuchte deshalb die Auswirkungen. (svw mit Material von dpa)

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