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Am 14. Tag des FR-Adventskalenders wartet das Rezept für einen Weihnachtssalat.
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Am 14. Tag des FR-Adventskalenders wartet das Rezept für einen Weihnachtssalat.

Der FR-Adventskalender (14)

Von Schwiegermutter zu Schwiegermutter

24 Lieblingsrezepte aus der FR-Redaktion. Hinter dem 14. Türchen: ein weihnachtlicher Salat.

Dieses sehr alte Gericht bezeichnet sich zwar als Salat, es kann allerdings als Hauptmahlzeit genauso wie als Beilage genossen werden. Fleisch, Wurst, Fisch, Kartoffeln, Äpfel und Gurken geben sich ein Stelldichein. Das Geheimnis ist das superfeine Zerteilen der Zutaten und deren Vermischen.

In früheren Zeiten mag dieser Weihnachtssalat die einzige Hauptmahlzeit zu den Festtagen, später dann eher eine Bereicherung für die weihnachtliche Tafel gewesen sein. Die Zutaten kommen allesamt aus heimischen Landen – nur die grünen Heringe dürften früher etwas schwerer zu beschaffen gewesen sein, wenn man nicht gerade an der Küste wohnte.

Warum heißt dieses Gericht Weihnachtssalat, mag man sich fragen. Einfache Antwort: Weil es ihn immer nur an Weihnachten gibt, zumindest in der Tradition meiner Familie. Da wird das Gericht in der Einstimmung auf Weihnachten am Abend vor dem 24. zubereitet. Und während der Feiertage gegessen.

Wo dieses Rezept entstanden ist, lässt sich kaum mehr herausfinden. Es mag aus dem nördlichen Deutschland stammen – vermuten wir wegen der Heringe, die dazugehören. Wir haben Rezepte in ähnlicher oder abgewandelter Form gefunden, nie jedoch identisch. Und vor allem nicht mit derart viel Schnippelarbeit.

Entdeckt hatte das Rezept einst die Mutter meines Schwiegervaters, als sie in jungen Jahren für eine Adelsfamilie im thüringischen Reudnitz kochte. Später, als sie sich mit ihrer Familie selbstständig machte, nahm sie es mit – um das Gericht künftig an Weihnachten selbst zuzubereiten.

Das Rezept ging in der Familie zweimal weiter an die nächste Generation. Meine Schwiegermutter hatte es von ihrer Schwiegermutter übernommen, um ihren Mann und die beiden Kinder an den Festtagen im Dezember weiterhin mit dem gewohnten Gericht verwöhnen.

Ja – nie hat sich die ganze Familie etwas anderes zu den Festtagen gewünscht. Nur ich selbst hatte Bedenken, als ich es das erste Mal kostete. Was ist das? Fisch, Äpfel und Gurken zusammen? Tatsächlich ist es sehr lecker, zwischen süß und sauer, mild und streng. Heute machen wir uns gerne selbst die Arbeit, irgendwann übernommen, als meine Schwiegermutter die ganze Schnippelei nicht mehr alleine schaffte.

Weihnachtssalat

500 Gramm Äpfel (süße, saure)

500 Gramm geschälte Gewürzgurken

500 Gramm Lyoner

ein Kilogramm festkochende Kartoffeln

500 Gramm grüne Heringe

500 Gramm gekochtes Rindfleisch

500 Milliliter süße Sahne

Saft einer Zitrone oder Limette

Salz

Pfeffer

Die Zubereitung erfordert viel Zeit, weil jede Zutat in möglichst kleine Würfel geschnitten werden muss, nur etwa zwischen fünf und sieben Millimeter groß, wenn’s geht noch kleiner. Je feiner, desto besser.

Die Kartoffeln kochen und abkühlen lassen. Das Rindfleisch kochen und abkühlen lassen. Die Äpfel schälen und zunächst in wenige, grobe Stücke schneiden. Die Gurken abtropfen lassen. Die Heringe mit Haushaltspapier abtupfen. Dann alle Zutaten nacheinander in die sehr kleinen Würfel schneiden und noch nicht vermischen.

Erst einen Tag später alle geschnittenen Zutaten in eine große Schüssel füllen. Dann die Sahne darüber gießen, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und alles sehr vorsichtig, aber gründlich mischen. Schüssel nochmals drei bis vier Stunden in den Kühlschrank stellen und etwa 30 Minuten vor dem Servieren heraus nehmen. Der Weihnachtssalat schmeckt einen Tag später noch intensiver – aber nicht länger als drei Tage lagern.

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