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Gemeinsame Sache mit Rambo? Gar keine schlechte Idee.

Arnold Schwarzenegger

„Vom Terminator können Männer noch was lernen“

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Terminator: Im neuen Streifen der Kultreihe wird die Menschmaschine zur familienfreundlichen Figur.

Das Mädchenzimmer, die Pünktchen, die Schmetterlinge … Wer ist auf dieses für eine Killer-Maschine ziemlich komische Interesse gekommen?
Das habe ich selbst ins Drehbuch geschrieben. An mir ist nämlich ein Innendekorateur verloren gegangen. Viele Räume bei uns zu Hause, Wohnzimmer, Arbeitszimmer, habe ich selbst eingerichtet. Ich habe einen guten Geschmack. Es hilft, wenn man ein bisschen europäischen, ein bisschen amerikanischen und ein bisschen internationalen Einfluss hat.

Trotz des unheilschwangeren Untertitels „Dark Fate“ – „Dunkles Schicksal“ – ist der Terminator dieses Mal eine familienfreundliche Figur. Er wechselt sogar Windeln.
Und das klaglos. Die meisten Männer beschweren sich darüber.

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Und die meisten Frauen freuen sich darüber.
Richtig. Ich weiß aus meiner Ehe und meiner Beziehung, dass Frauen es schätzen, wenn der Mann im Haushalt beteiligt ist, wenn er zuhört – womit die meisten Männer natürlich Schwierigkeiten haben.(grinst) Da können sie noch was vom Terminator lernen …

… obwohl er ja eigentlich gar keine körperliche Beziehung haben kann – weil er aus 200 Kilo Metall besteht.
(schmunzelt): Mit dem Gewicht wäre ich ein bisschen zu schwer für die meisten Frauen.

Spoiler-Alarm! In diesem Terminator erleiden Sie ein „dunkles Schicksal“. Heißt das, wir werden Sie in dieser Rolle nicht wiedersehen?
Jedes Mal, wenn ich in einem Terminator-Film sterbe, finden sie eine Lösung, wie ich wieder auferstehen kann.

Aber sind Sie an einem weiteren Film denn interessiert?
Der Terminator, Conan der Barbar und der Typ, den ich in „Twins“ gespielt habe, sind meine Lieblingsrollen.

Reizt es Sie eigentlich manchmal auch, zurück in die Politik zu gehen? Vor allem angesichts der turbulenten Zeit, durch die wir gerade gehen?
Nein. Denn was ich gerne tun würde, ist nicht möglich. Weil ich nicht in den Vereinigten Staaten geboren wurde. Ich will nicht nur einfach politisch involviert sein. Denn Politiker haben normalerweise nur ein Interesse.

Zurück zur Politik? Lieber nicht.

Und das wäre?
Ihren Job zu beschützen. Nichts anderes.

Oder eben wiedergewählt zu werden.
Wenn das nicht mehr geht – zum Beispiel, nach acht Jahren kann man nicht mehr in den kalifornischen Senat gewählt werden – dann gehen sie ins Parlament. Da bleiben sie dann sechs Jahre und lassen sich anschließend für die Bürgermeisterwahl aufstellen. Von da an geht es in den Stadtrat. So geht das. Sie können nicht aufhören, es ist wie eine Sucht. Und ihre Fähigkeiten reichen wohl auch nicht für etwas anderes. Was ein weiteres Problem darstellt.

Ein Problem, das Sie nicht haben.
Ich bin in die Politik gegangen, um Gouverneur zu werden und nicht, weil ich Politiker werden wollte. Ich hasse Politik. Sie steht einem guten Regelwerk im Wege. Und genau das brauchen wir. Politik hilft Menschen nicht. Sie stellt nur sicher, dass die Menschen untereinander streiten.

Was macht eigentlich das Schwarzenegger-Institut an der Universität von Südkalifornien?
Wir machen Studien, um der Manipulation durch Wahlkreisschiebungen ein Ende zu bereiten. Und wie wir eine bessere Umwelt schaffen, den CO2-Ausstoß senken, die Treibhausgase loswerden und eine wahre Einwanderungsreform schaffen. Kurz: All das, was viele Politiker seit 20, 30 Jahren versprechen und nicht liefern können – weil sie in Washington dahinvegetieren.

Zurück zum Terminator. Der hatte lange kein gutes Verhältnis zu Rambo. Wie ist das heute? Rauchen Sie manchmal mit Stallone eine Zigarre und diskutieren Ihre Kultrollen?
Ja, wir hängen zusammen rum. Aber es gab Zeiten, da mochten wir uns nicht. In den 80er-Jahren haben wir dauernd gestritten. Heute weiß ich, dass wir einen Konkurrenzkampf ausgefochten haben. Jeder wollte den anderen übertreffen. Wer hatte die größeren Waffen im Film, wer killt die meisten Leute, wer macht das meiste Geld an der Kinokasse? (lacht) Wer hat mehr Muskeln und wer weniger Körperfett? Es war einfach crazy.

Und wann endete das?
Als wir am Ende erkannten, dass er mich inspirierte und ich ihn. Wir wurden Freunde. Die Blödheit, mit der wir uns behandelt hatten, war weg. Heutzutage kommen wir zusammen, reden über unsere Karrieren und unsere Familien. Schöne Augenblicke.

Wie wäre es mit einem „Terminator trifft Rambo“-Film?
Sie werden lachen, es gibt eine Menge Leute, die eine Art Sylvester-Arnold-Show produzieren wollen. Wir würden zusammen die Welt aus unseren unterschiedlichen Gesichtspunkten betrachten. Er sieht alles viel komplizierter. Unser Sinn für Mode ist unterschiedlich, wir tragen andere Sachen, wir rauchen andere Zigarren, fahren andere Autos. Das kann ganz schön komisch sein. Wir beide ziehen echt in Betracht, so etwas zu tun.

Interview: Dierk Sindermann

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