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Die „Viking Sky“ ist in einem als gefährlich geltenden Küstenabschnitt vor Norwegen in Schwierigkeiten geraten. An Bord waren 1373 Menschen.

Zwischenfall in der Hustadvika

Kreuzfahrtschiff „Viking Sky“ vor Norwegen: Schiff ist in sicheren Hafen eingelaufen 

Die vor der norwegischen Küste in Seenot geratene „Viking Sky“ hat einen sicheren Hafen erreicht. Damit endet eine dramatische Rettungsaktion.

  • Auf dem Kreuzfahrtschiff „Viking Sky“ fallen vor der Westküste von Norwegen die Motoren aus.
  • Bei starkem Seegang sollen die 1373 Menschen an Bord - 915 Passagiere und 458 Crew-Mitglieder - per Helikopter an Land gebracht werden.
  • Die Evakuierung wurde dann unterbrochen, weil das die „Viking Sky“ wieder flott gemacht werden konnte

Update von 16.30 Uhr: Das vor der Küste Norwegens in Seenot geratene Kreuzfahrtschiff „Viking Sky“ ist mehr als 24 Stunden nach dem Absetzen eines Notrufes sicher im Hafen der Kleinstadt Molde eingelaufen. Das Schiff war auf hoher See wieder fahrtüchtig gemacht worden. Die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg dankte den an der Rettungsaktion beteiligten Einsatzkräften. „Das ist ein dramatischer Tag für die Passagiere und Rettungsmannschaften gewesen“, schrieb Solberg am Sonntag auf Twitter. Die rund 900 Menschen, die über Nacht auf dem Schiff ausgeharrt hatten, blieben zunächst an Bord des Schiffes, manche von ihnen winkten vom Balkon ihrer Kabinen.

Update von 10:15 Uhr: Die Evakuierung des Kreuzfahrtschiffes „VikingSky vor der Küste von Norwegen ist unterbrochen worden. Hubschrauber sollten keine Menschen mehr von Bord der an Land fliegen, während Schlepper das Schiff in den Hafen der Stadt Molde bringen, wie der südnorwegische Rettungsdienst am Sonntag mitteilte. Die Nachrichtenagentur NTB berichtete, der Kapitän werde während des Manövers entscheiden, ob die Evakuierung per Helikopter fortgesetzt werden solle. Bislang sind rund 460 der insgesamt 1373 Passagiere und Besatzungsmitglieder vom Schiff an Land geholt worden.
Update von 9:15 Uhr:   Nachdem der Motorschaden an der vor der Küsten Norwegens in Not geratenen „Viking Sky“  teilweise behoben werden konnte, soll das Schiff offenbar in den nächstgelegenen Hafen geschleppt werden. Die Passagierin Alexus Sheppard teilt auf Twitter ihre Beobachtung mit, dass die Bemühungen um eine Evakuierung via Helikopter eingestellt worden seien:

Update von 8:45 Uhr: 1000 Menschen warten weiter auf dem Kreuzfahrtschiff „Viking Sky“ vor der Küste von Norwegen darauf, in Sicherheit gebracht zu werden.  In einer dramatischen Aktion seien bislang 371 der 1373 Menschen per Helikopter an Land geholt worden, wie die Kommune Fræna am Sonntag auf einer Pressekonferenz mitteilte. 17 von ihnen habe man ins Krankenhaus gebracht. Die Evakuierung solle am Sonntag unentwegt weitergehen. Die Besatzung des Schiffes behandele die Situation äußerst professionell.

„Viking Sky“ gerät in der gefährlichen Hustadvika in Not

Das Schiff „Viking Sky“ war am Samstagnachmittag wegen Problemen mit dem Antrieb während eines Sturms an der zentralen Westküste Norwegens in Seenot geraten. Sie liegt im Küstenabschnitt Hustadvika, einem Seegebiet, das wegen zahlreicher kleiner Inseln und Riffe als besonders gefährlich gilt. Dort ist es in der Vergangenheit schon häufiger zu Schiffsunfällen gekommen.

Das Video der Passagierin Alexus Sheppard zeigt, wie sich Möbelstücke auf dem Schiff selbständig machen und sogar die Deckenverkleidung herabstürzt:

Insgesamt waren nach Angaben der Reederei Viking Ocean Cruises 915 Passagiere und 458 Besatzungsmitglieder an Bord des 227 Meter langen Schiffes. Die meisten Fahrgäste sind laut Behördenangaben Briten und Amerikaner. Ob und wie viele Deutsche mit der „Viking Sky“ unterwegs waren, blieb zunächst unklar.

Motorschaden an Kreuzfahrtschiff soll weitgehend behoben sein

Update vom 24.3., 8 Uhr: Der Motorschaden an dem in Seenot geratenen Kreuzfahrtschiff vor der Westküste Norwegens ist nach Angaben der Einsatzkräfte größtenteils behoben. Drei der vier Motoren der „Viking Sky“ funktionierten wieder, sagte ein Sprecher am Sonntag. Damit könne das Schiff wieder mit eigener Kraft fahren. Das Schiff soll demnach nun in einen Hafen geschleppt werden.

„Viking Sky“: Evakuierung verläuft schleppend

Nach Angaben der Polizei wurden bis zum frühen Sonntagmorgen 338 Menschen von Bord in Sicherheit gebracht. Die Rettungsaktion ging nur langsam voran, weil die Passagiere einzeln in einen Hubschrauber hochgezogen werden mussten. Die meisten Passagiere an Bord des Kreuzfahrtschiffes stammen laut Polizei aus Großbritannien und den USA.

Die Hustadvika, eine offene Seestrecke zwischen Kristiansund und Bud,  gilt als gefährlich: Das Meer ist seicht und voller Riffe und Schären. Dort ist es in der Vergangenheit schon häufiger zu Schiffsunfällen gekommen.

Frachter gerät auf dem Weg zur „Viking Sky“ ebenfalls in Not

Im selben norwegischen Küstengebiet ist ein Frachter während eines Sturms ebenfalls in Seenot geraten. Bei dem Frachtschiff „Hagland Captain“ sei am Samstagabend im Seegebiet Hustadvika ebenfalls der Motor ausgefallen, woraufhin es Schlagseite bekommen habe, teilte der südnorwegische Rettungsdienst mit. Das norwegische Fernsehen berichtete, der Frachter habe sich auf dem Weg zum Kreuzfahrtschiff „Viking Sky“ befunden, um bei dem dort laufenden Rettungseinsatz zu helfen.

Passagiere twittern: „Wir müssen von diesem Schiff herunter“ 

23.4.2019, 20 Uhr: Ein Kreuzfahrtschiff hat während eines Sturms in einem gefährlichen Küstenabschnitt Probleme mit seinem Antrieb. An Bord: knapp 1300 Menschen. Einer nach dem anderen wird per Hubschrauber vom Schiff geholt.

„Wir müssen von diesem Schiff herunter“, twittert ein Passagier am Samstagabend und postet ein Video, das zeigt, wie Wasser eindringt:

Das Schiff habe Motorprobleme und müsse deshalb evakuiert werden, teilte die Polizei der norwegischen Provinz Møre og Romsdal am Samstagnachmittag auf Twitter mit. Bis 16.30 Uhr seien die ersten 100 Passagiere an Land gebracht worden, erklärte sie im Anschluss. Sie kamen zunächst in die Kommune Fræna, während in den nahe liegenden Städten Molde und Kristiansund nach Schlafmöglichkeiten für sie gesucht wurde. Von Schwerverletzten war zunächst nicht die Rede. Vermisst wurde niemand.

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Der Rundfunksender NRK zeigte Aufnahmen der „Viking Sky“ in starkem Wellengang im gefährlichen Küstenabschnitt Hustadvika, in dem es zahlreiche kleine Inseln und Riffe gibt. Der südnorwegische Rettungsdienst erklärte, das Schiff habe wegen Antriebsproblemen bei widrigen Wetterbedingungen einen Notruf abgesetzt und treibe in Richtung Küste. Später sprach der Dienst von acht Leichtverletzten.

Während mehrere Hubschrauber und Schiffe zur Evakuierung eingesetzt wurden, wurde zugleich versucht, den Motor wieder in Gang zu bringen. Beteiligt waren verschiedene Behörden und Organisationen, darunter das Rote Kreuz. Das Kreuzfahrtschiff lag vor Anker, Schlepper sollten es später in ruhigeres Gewässer bringen.

Die „Viking Sky“ wurde 2017 getauft. Sie ist unter norwegischer Flagge unterwegs. (afp/dpa)

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