Der langblättrige Sonnentau (Drosera anglica) bildet mit ihren 170 Arten eine der größten Gattungen fleischfressender Pflanzen. Mit ihren mit klebrigen, zuckerhaltigen Sekreten besetzten Tentakeln auf den Blättern lockt sie Insekten an. Die bleiben kleben und verenden. Die Pflanze zersetzt dann die Beute und löst dabei die enthaltenen Nährstoffe, die über die Blattoberflächen resorbiert werden.
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Der langblättrige Sonnentau (Drosera anglica) bildet mit ihren 170 Arten eine der größten Gattungen fleischfressender Pflanzen. Mit ihren mit klebrigen, zuckerhaltigen Sekreten besetzten Tentakeln auf den Blättern lockt sie Insekten an. Die bleiben kleben und verenden. Die Pflanze zersetzt dann die Beute und löst dabei die enthaltenen Nährstoffe, die über die Blattoberflächen resorbiert werden.

Forscher

Viertel aller fleischfressenden Pflanzen weltweit bedroht

Überdüngung und Trockenheit machen fleischfressenden Pflanzen weltweit zu schaffen.

Fleischfressende Pflanzen reagierten besonders empfindlich auf menschliche Einflüsse, wie Lebensraumzerstörung, Umweltverschmutzung und Klimawandel. Global gesehen stellen den Forschern zufolge Flächenverbrauch durch intensive landwirtschaftliche Nutzung und Bauvorhaben die größte Bedrohung dar. Da fleischfressende Pflanzen auf saubere und zumeist nasse Standorte angewiesen sind, machen ihnen zudem ausgeprägte Hitze- und Dürreperioden zu schaffen.

„Fleischfressende Pflanzen können nur auf nährstoffarmen Böden wachsen“, sagte Fleischmann von der Botanischen Staatssammlung München. „Ein Problem ist die flächenweite Überdüngung der Landschaft mit Stickstoff aus der Luft, wie er aus Stäuben von Industrie, Verkehr und Landwirtschaft stammt“, sagte Fleischmann.

„Nach Ländern geordnet finden sich heute die meisten vom Aussterben bedrohten fleischfressenden Pflanzen in Brasilien, gefolgt von Indonesien, den Philippinen, Kuba, Thailand und Australien“, sagte der ebenfalls an der Studie beteiligte Wissenschaftler Adam Cross von der Curtin Universität in Westaustralien. Diese Länder trügen eine besondere Verantwortung für den Erhalt der globalen Artenvielfalt dieser Pflanzen. Meist handele es sich um Arten, die nur in einem kleinen Gebiet in den jeweiligen Ländern vorkämen. (dpa)

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