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Omikron-Vakzin: So wirksam sind die neuen Impfstoffe von Biontech und Moderna

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Von: Tanja Koch

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Nicht jede Booster-Impfung besitzt die gleiche Wirksamkeit. (Symbolfoto)
Wer sich mit seinem Booster noch bis zum Herbst gedulden kann, könnte ein auf den Omikron-Subtypen angepasstes Coronavirus-Vakzin erhalten. © NurPhoto/Imago

Im Herbst startet wohl eine neue Corona-Impfkampagne. Viele dürften dann bereits die Omikron-Wirkstoffe erhalten. Was ist von den Vakzinen zu erwarten?

Amsterdam – Im Juni hatte die EU-Arzneimittelbehörde EMA das schnelle Prüfverfahren für einen auf Virusvarianten angepassten Corona-Impfstoff der Hersteller Pfizer und Biontech eingeleitet. Der Impfstoff soll gezielter als die herkömmlichen Booster etwa vor der Omikron-Variante des Virus schützen, wie die EMA in Amsterdam mitteilte.

Kurze Zeit später meldeten Biontech/Pfizer, zwei wirksame Impfstoffe gegen die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 zu haben. Das berichtet etwa Spiegel Online. Bei dem ersten handelt es sich um einen monovalenten Impfstoff, der nach dreimaliger Impfung als vierter Booster verabreicht wird. Der bivalente Coronavirus-Impfstoff ist breiter aufgestellt: Er soll sowohl gegen den Wildtyp als auch gegen Omikron immunisieren. Beide Mittel lösten den Daten zufolge eine wesentlich stärkere Immunwirkung aus als das ursprüngliche Biontech-Vakzin. Die Wirkung gegen die neueren Omikron-Subtypen sei schwächer als die gegen Omikron BA.1.

Omikron-Impfstoff: Moderna-Vakzin führt zu mehr Antikörpern als herkömmliche Mittel

Auch Moderna hat in der Zwischenzeit Daten vorgelegt, die auf eine erhöhte Wirksamkeit des angepassten Impfstoffs hinweisen. Die 437 Probanden, die das neue Präparat als zweiten Booster erhalten hatten, hatten laut dpa nach einem Monat deutlich mehr neutralisierende Antikörper als nach einer Booster-Impfung mit dem herkömmlichen Präparat, insbesondere gegen Omikron. Da das Vakzin den ursprünglichen Moderna-Impfstoff Spikevax und einen neuen Impfstoff gegen den Omikron-Subtypen kombiniert, handelt es sich um ein bivalentes Vakzin.

Corona-Impfung gegen Omikron: Biontech und Moderna erwarten Zulassung bis Spätsommer oder Herbst

Bislang ist noch kein Impfstoff in der EU zugelassen, der auch auf Varianten des Corona-Virus zielt, doch beide Firmen hatten im Juni angekündigt, ihre Daten den Zulassungsbehörden vorlegen zu wollen. Moderna hofft, so berichtet der MDR, auf eine Zulassung im Spätsommer. Biontech habe von einer Zulassung bis spätestens im Herbst gesprochen.  „Je nach Entscheidung der Behörden könnte ein angepasster Impfstoff im August, September oder Herbst genehmigt werden“, habe Vorstandschef Ugur Sahin auf der Hauptversammlung der Mainzer Biotechfirma erklärt.

Für eine Zulassung müssen weitere klinische Studien zeigen, dass die neuen Mittel wirksamer als die bisher verfügbaren Impfstoffen sind. Die EMA erwarte, so berichtet Spiegel Online, dass die Impfstoffhersteller die vollständigen Ergebnisse ihrer Studien in den kommenden Wochen und Monaten vorlegen. Daraufhin prüft Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA diese und formuliert eine Empfehlung. Die Europäische Kommission müsse dann noch formell über die Zulassung entscheiden (tk mit dpa).

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