Prozess

Verletzten Komplizen zurückgelassen

In Zweibrücken hat der Prozess gegen drei Räuber wegen Zurücklassens ihres verblutenden Mittäters begonnen.

Weil sie nach einem gemeinsam begangenen Raub ihren schwer verletzten Mittäter auf der Straße liegen gelassen haben sollen, müssen sich seit Mittwoch drei Männer vor dem Landgericht Zweibrücken verantworten. Die Anklage wirft den Männern Raub und unterlassene Hilfeleistung vor.

Mit ihrem Komplizen sollen sie im Februar 2019 in das Haus einer US-Familie in Landstuhl eingedrungen sein, um wertvolle Gegenstände zu rauben. Einer der Männer soll die Ehefrau verletzt und gewürgt haben. Aus Notwehr soll der Vater der Familie dem Mann zweimal mit einem Küchenmesser in den Rücken gestochen haben.

Daraufhin seien die vier Räuber geflüchtet. Auf der Flucht sollen die drei Angeklagten ihren Mittäter auf einen Bürgersteig gelegt haben, anstatt ihn ins Krankenhaus zu fahren. Der Bruder des Manns, ebenfalls einer der Täter, bat einen Zeugen, den Notarzt zu rufen. Der Mann verblutete.

Bis Anfang September sind noch drei weitere Verhandlungstermine angesetzt. Gegen den Familienvater wurde zeitweise wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Das Verfahren wurde aber eingestellt, weil der Mann in Notwehr gehandelt habe. (afp)

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