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Feiertagsverkehr

Reiseverkehr über Weihnachten – Flugausfälle wegen Omikron-Variante

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
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Der Reiseverkehr über die Feiertage verläuft weitestgehend ruhig. In den USA müssen wegen Omikron jedoch über Tausend Flüge gestrichen werden. Die Lufthansa berichtet von kranken Piloten.

  • In der Weihnachtszeit haben vor allem in den USA Reisen innerhalb des Landes Hochkonjunktur.
  • Die Corona-Pandemie wirkt sich aber auch in diesem Jahr auf den Reiseverkehr an Weihnachten aus.
  • Die Deutsche Bahn meldet vom Reiseverkehr in Deutschland kaum Störungen.

Berlin/Washington – Die Corona-Pandemie hat auch in diesem Jahr Auswirkungen auf den Reiseverkehr während der Weihnachtsfeiertage. Es seien wieder deutlich weniger Menschen unterwegs gewesen als vor der Pandemie, berichtete die Deutsche Presse-Agentur.

Der Verkehr in Zügen der Deutschen Bahn und an deutschen Flughäfen soll weitestgehend ohne Störungen verlaufen sein. Wegen der Omikron-Variante und weil sich zu viele Pilot:innen krank gemeldet hatten, mussten allerdings weltweit mussten mehrere Airlines ihre Flüge streichen. Vor allem die USA waren betroffen.

Deutsche Bahn: Weniger Reiseverkehr über Weihnachten während der Corona-Pandemie

Die Deutsche Bahn zog am Sonntag (26.12.2021) eine erste positive Bilanz des diesjährigen Weihnachtsreiseverkehrs. „Der Weihnachtsverkehr bei der Bahn läuft bisher reibungslos“, teilte ein Sprecher des Konzerns mit. Mit den meisten Reisenden wurde Sonntagabend und am Montag (27.12.2021) gerechnet. 

Nach Angaben der Bahn liegen die Buchungszahlen höher als im vergangenen Jahr. Allerdings immer noch 35 bis 40 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. Am Donnerstag (23.12.2021), dem ersten Ferientag in den meisten Bundesländern, hätten wie erwartet mehr Reisende die Züge der Deutschen Bahn genutzt. Dieses Jahr gibt es im Weihnachtsverkehr gut 550.000 Sitzplätze. Das sind 50.000 Sitzplätze mehr als vor einem Jahr. Auf stark nachgefragten Verbindungen setzt die Bahn seit Mittwoch (22.12.2021) bis zum 2. Januar Sonderzüge ein. Zum Beispiel zwischen Berlin und Stuttgart beziehungsweise München und zwischen Köln, Düsseldorf und Berlin.

Corona-Pandemie: Reibungsloser Reiseverkehr über Weihnachten am Flughafen Frankfurt und Berlin

Auch an den großen Flughäfen in Deutschland verlief der Betrieb weitestgehend reibungslos. Am zweiten Weihnachtstag laufe in Frankfurt, Deutschlands größtem Flughafen, alles im Rahmen, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport am Sonntag. Zuvor hatte Fraport mitgeteilt, dass nach einem regen Reisebetrieb bis zum Mittag des Heiligabends im weiteren Verlauf und am ersten Weihnachtstag eher wenig los gewesen sei. Für die kommenden Tage bis zum Jahreswechsel prognostizierte er wie üblich ein etwas geringeres Passagieraufkommen als an den Weihnachtstagen. „Wir lassen das Jahr ruhig ausklingen“, so der Sprecher.

Am Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) lief der Weihnachtsverkehr laut einer Sprecherin ebenfalls „entspannt und ruhig“. Und das trotz der niedrigen Temperaturen: Am Sonntagmorgen startete der Betrieb in Berlin bei Minus 12 Grad, sodass die Start- und Landebahnen zuerst enteist werden mussten. 95.000 Fluggäste seien von Freitag bis Sonntag gestartet und gelandet, sagte die Sprecherin. Die meisten Passagiere hätten sich gut auf ihre Reise und die Corona-Regeln vorbereitet und hätten die notwendigen Dokumente dabei gehabt. Größeren Andrang erwartet die Flughafengesellschaft wieder am 2. Januar, dem letzten Ferientag in Berlin und Brandenburg.

Der Verkehr in Deutschland in Zügen der Deutschen Bahn und an Flughäfen ist über die Feiertage weitestgehend ohne Störungen verlaufen. Weltweit mussten allerdings mehrere Airlines ihre Flüge streichen. (Symbolbild)

Omikron-Variante: Gestrichene Flüge in den USA

In den USA hingegen wurden die Festtags-Reisepläne vieler Menschen behindert. Große US-Fluglinien haben wegen der Omikron-Variante Hunderte Flüge gestrichen. Dem Sender CNN zufolge waren von den Streichungen an Heiligabend und den beiden Weihnachtsfeiertagen rund 1700 Flüge innerhalb, in die oder aus den USA betroffen. CNN beruft sich dabei auf die Flugdaten-Website Flight Aware. In den USA ist die Omikron-Variante mittlerweile dominant - die Corona-Fallzahlen waren zuletzt in die Höhe geschnellt.

Allein am Samstag hatte die US-Airline Delta knapp 370 Flüge gestrichen und begründete dies neben Omikron auch mit Winterwetter in Teilen der USA. Auch am Sonntag sollten wieder mehr als 300 Flüge gestrichen werden. „Die landesweite Häufung von Omikron-Fällen in dieser Woche hatte direkte Auswirkungen auf unsere Flugbesatzungen und die Beschäftigten, die unseren Betrieb führen“, hieß es von der Fluggesellschaft United. Weltweit sollen sich laut Medienberichten zahlreiche Pilot:innen über die Feiertage krank gemeldet haben.

Lufthansa muss Flüge über die Feiertage streichen – Zu viele Piloten krank

Auch die Lufthansa hatte am Donnerstag vor Weihnachten bekanntgegeben, in der Zeit vom 23. bis 26. Dezember sechs Flugpaare aus Hin- und Rückflug streichen zu müssen, weil sich so viele Piloten krankgemeldet hatten. Dabei bleibe es, die Zahl der gestrichenen Flüge habe sich nicht weiter erhöht, sagte ein Sprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Lufthansa muss zahlreiche Flüge streichen, weil sich zu viele Pilot:innen krank gemeldet haben. (Symbolbild)

Neben einer Verbindung nach Tokio trifft es auch bei der deutschen Airline vor allem US-Ziele wie Houston, Boston und Washington. Über einen Zusammenhang mit Omikron wollte das Unternehmen nicht spekulieren, da die Lufthansa nicht über die Art der Erkrankungen informiert werde. (acg mit dpa)

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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