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Wespen im Sommer: Was gegen die Insekten hilft

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Sie mögen Frühstück. imago Images
Süße Speisen locken Wespen an – am besten, man deckt sie zu. © Eckhard Stengel/Imago

Kaum sitzt man am Tisch, schwärmen die Wespen. Tipps gegen die Insekten gibt es viele – aber funktionieren sie auch?

Frankfurt – Einfach ein paar Kupfermünzen auf dem Kaffeetisch auslegen und schon bleiben die Wespen fern. Die Idee dahinter: Fällt die Sonne auf die Ein-, Zwei- oder Fünf-Cent-Münzen, werden diese erhitzt und verströmen dabei ein für die Plagegeister unangenehmes Kupferaroma.

Auch das Reiben der Hände an Kupferstücken soll helfen, aber in diesem Falle kann man sich das Ausprobieren getrost sparen: Das einzige, was hier wirklich fern bleibt, ist das Kupferaroma. Die Wespen zeigen sich von der ganzen Aktion völlig unbeeindruckt.

Kaffeepulver verbrennen: Ein Duft, der Insekten vertreiben soll – womöglich aber auch die Gäste

Wieder ein Tipp, bei dem es um ein unangenehmes Aroma geht: Kaffeepulver wird auf einer feuerfesten Unterlage angezündet und die dabei entstehenden Gerüche sollen die Wespen fernhalten. Im Gegensatz zu den Kupfermünzen ist hier in der Tat ein Geruch wahrnehmbar. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Geruch auch etwas bewirkt, außer vielleicht die geladenen Kaffeegäste von der Tafel zu vertreiben.

Ablenkfütterung: Wespen bevorzugen den Tisch, an dem sie nicht gestört werden

Hört sich erstmal seltsam an, hilft aber – zumindest ein bisschen: Unweit des Kaffeetisches einfach ein Glas Limonade oder auch ein Stückchen Obstkuchen anbieten. Die Idee ist, dass sich die Wespen lieber dort bedienen als am Tisch, wo sie immer wieder beim Fressen gestört werden. In der Tat kommen die Tiere gerne und bedienen sich am bereitgestellten Menü. Allerdings werden sie so natürlich auch angelockt. Unterm Strich fliegen einem anschließend meist mehr Wespen um die Ohren, als ohne diesen Geheimtipp.

Am besten vorbeugen: Speisen und Getränke abdecken

Endlich ein Trick, der funktioniert. Werden Getränke und Speisen abgedeckt, kann kein Duft die Wespen anlocken. In der Theorie funktioniert dieser Geheimtipp auch ganz hervorragend, aber während sich Getränke gut mit Bierdeckeln abdecken und Marmeladengläser wieder verschließen lassen, bleibt die Frage: Wie soll man eine Schweinshachse verhüllen? Dennoch: Je weniger aromatische Gerüche in der Luft liegen, desto besser. Außerdem: Verschütteten Saft am sofort aufwischen, leere Teller nach der Mahlzeit schnell abräumen.

Wespenfallen: Die Insekten verenden qualvoll – und es kommen immer mehr hinzu

Was gibt es da nicht alles zu kaufen: Elektrische Wespenfallen, die mittels UV-Licht die Wespen anlocken und sie dann mit einem Stromstoß ins Jenseits befördern. Andere Fallen locken die Tiere mit verführerischen Aromen ins Verderben. In vielen Fallen ertrinken die Wespen jämmerlich. All das muss nicht sein, denn es hilft ohnehin nicht, und Wespen sind schließlich auch Lebewesen. Das Problem bei allen Wespenfallen ist, dass die Tiere erst angelockt werden, um in die Falle gehen zu können. Das bedeutet unterm Strich: Es kommen noch mehr Wespen.

Ultraschallsummer sollen Wespen fast unbemerkt vertreiben – doch man hört das piepen deutlich

Dies ist ein Geheimtipp, über den sich auch Maulwürfe kaputtlachen: Ein Summer für die Steckdose oder auch für den Batterie- bzw. Solarbetrieb soll angeblich „für den Menschen fast unhörbaren Ultraschall“ aussenden, und die Tiere so vertreiben. Wer alles andere schon erfolglos ausprobiert hat, greift natürlich zu jedem erdenklichen Notnagel. Aber diesen hier kann man sich getrost sparen. Bei den meisten Geräten piept es auch für uns Menschen gut hörbar und das nervt einfach nur. Und: Weder Maulwürfe noch Wespen zeigen sich davon beeindruckt.

Abschreckende Düfte gegen Wespen: Von Zitrone bis Nelke

Ätherische Öle, spezielle Duftspiralen zum Anzünden oder auch Zitronen, die mit Nelken gespickt sind, sollen die Wespen abschrecken. Angeblich. Die Idee dahinter ist die gleiche, wie beim verbrennenden Kaffeepulver. Rein theoretisch kann man zwar mit bestimmten Düften die verführerischen Essensgerüche überlagern, so dass die Wespen gar nicht erst angelockt werden, aber in der Praxis ist das nicht ganz so einfach. Lediglich ein stark qualmender Grill, ein Lagerfeuer oder ein paar dicke Havannazigarren sind in der Lage, eine Atmosphäre zu schaffen, in der es keine Wespe oder Mücke mehr aushält. aber womöglich eben auch kein Gast.

Keine Panik, falls doch mal eine Wespe auftaucht

Der beste Tipp, der auch wirklich funktioniert: Bloß keine Panik! Zuerst einmal kommen überhaupt nur zwei Wespenarten an den gedeckten Tisch: die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Allein diese beiden schwarz-gelb-gestreiften Spezies zeigen Interesse an allen süßen und herzhaften Speisen und Getränken, die wir auf dem Tisch stehen haben. Die eher braunen Honigbienen, wie auch die dicken pelzigen Hummeln, und sogar die großen und beeindruckend laut brummenden Hornissen, sind an unseren Speisen und Getränken überhaupt nicht interessiert. Sollten sie sich also doch einmal an den Kaffeetisch verirren – Hummeln zum Beispiel fliegen auf blaue Gegenstände – sind sie in der Regel schneller wieder weg, als man sie beschimpfen kann. Aber selbst die beiden Wespenarten, die zu uns an den Tisch kommen, stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. (Christian Satorius)

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