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Das Logo der Firma Lego auf einem Schild, das an einer Hauswand hängt.
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Wehrt sich gegen die Produktion einer Pistole, die äußerlich an die berühmten Steckbausteine erinnert. Der Spielwarenhersteller Lego.

Pistole „Block19“

Nur auf den ersten Blick ein Spielzeug – Lego verbietet Waffenhersteller kontroverses Design

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
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Ein Waffenhersteller aus den USA sorgt mit einem ungewöhnlichen Design einer echten Waffe für Irritationen. Das Unternehmen Lego reagiert nach einem Hinweis.

Washington – Ein vermeintlich spielerischen Bausatz eines Waffenherstellers aus dem US-Bundesstaat Utah bekommt gerade jede Menge Aufmerksamkeit. Entgegen der Marketingweisheit, es gebe keine schlechte Publicity, sind ihre Folgen für das Unternehmen Culper Precision alles andere als erträglich. Verkaufen darf es die Waffen nach einer Intervention des Spielzeugherstellers Lego nämlich nicht mehr.

Einen „wahr gewordenen Kindheitstraum“ nannte Culper Precision den Bausatz in einem Beitrag auf Instagram. „Block19“ taufte man das Kit, offenbar in Anlehnung an den Namen des Pistolenmodells Glock 19. Eine echte Waffe, die aussieht wie ein Spielzeug aus Lego-Bausteinen.

Echte Waffe im Lego-Design erregt Protest – „Unverantwortliche und unfassbar gefährlich“

Mehrere Initiativen in den USA, die sich für schärfere Waffengesetze einsetzen, zeigten sich alarmiert angesichts dieser ästhetischen Kreuzung aus Spielzeug und Waffe. Gegenüber der „Washington Post“ sagte Shannon Watts, die Gründerin der Gruppe „Mums Demanding Action“, die Idee sei einfach nur „krank“. In den USA werden immer wieder Tötungen registriert, die auf das Konto von Kindern zurückgehen; 2020 seien 142 Menschen durch versehentliche Schüsse von Kindern oder Minderjährigen gestorben, erklärte Watts laut AFP. Angesichts solcher Zahlen sei die „Block19“ eine „unverantwortliche und unfassbar gefährliche“ Idee“, schrieb Watts auf Twitter.

Auch Lego reagierte auf den Bausatz. Von Mums Demand Action auf die Waffen aufmerksam gemacht, forderte das dänische Unternehmen Culper Precision dazu auf, die Herstellung der Verkleidungen sofort zu unterlassen.

Lego fordert Hersteller zu Unterlassung auf – Produktion von Waffe in Lego-Optik gestoppt

Der Waffenhersteller teilte mit, der Forderung nachzukommen. Nach Angaben von Firmenchef Brandon Scott habe man bisher weniger als 20 der Waffen verkauft. „Block19“ habe man entworfen, um zu zeigen, das Waffen für „alle“ da seien, die Waffen legal besitzen dürften. (mp)

Das ikonische Design seiner Klötzchenwelt ist dem Unternehmen viel Wert. Im Frühjahr 2021 erhielt der Frankfurter Spielwarenhändler Thomas Panke Post von den Lego-Anwälten*, nachdem jener das Wort „Legos“ als Sammelbegriff für Klemmbausteine im Allgemeinen verwendet hatte. *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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