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Weg von Spotify? Rechte Plattform Rumble bietet Joe Rogan 100 Millionen Dollar

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Von: Melanie Gottschalk

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Joe Rogan ist einer der großen Stars auf der Streaming-Plattform Spotify.
Joe Rogan ist einer der großen Stars auf der Streaming-Plattform Spotify. © Jakub Porzycki/imago

Die rechte US-Plattform Rumble will Joe Rogan von Spotify wegholen – und bietet dem Podcaster eine große Menge Geld dafür. 

Washington DC - Joe Rogan gilt als einer der großen Podcast-Stars in den USA. Doch in den vergangenen Wochen sorgte er durch verschieden Aussagen in seinem Podcast „The Joe Rogan Experience“ für Kritik. Erst soll er falsche Aussagen zur Corona-Impfung getätigt haben, dann wurden auch noch Rassismusvorwürfe laut. Nun hat ihm offenbar der rechte Streaming-Dienst Rumble 100 Millionen Dollar angeboten, wenn Rogan von Spotify weggeht.

Rumble CEO Chris Pavlovski schreibt in einem Brief, der an Rogan gerichtet ist und auf Twitter veröffentlicht wurde, dass die kanadische Plattform „zu ihm, seinen Gästen und seinen Fans“ stehe, „die echte Konversation“ verlangten. „Wir wollen dir 100 Millionen Gründe anbieten, die Welt zu einem besseren Platz zu machen. Wie wäre es, wenn du all deine Shows zu Rumble bringst, deine alten und neuen, ohne Zensur, für 100 Millionen Dollar über vier Jahre? Das ist deine Chance, die Welt zu retten. Und ja, das ist total echt“, heißt es weiter in dem Schreiben.

Joe Rogan gerät in die Kritik – Spotify-Chef antwortet

Joe Rogan steht seit mehreren Wochen in der Kritik, erst vor wenigen Tagen wandte sich deshalb Spotify-Chef Daniel Ek mit einem Brief an seine Mitarbeitenden. Das Magazin The Hollywood Reporter veröffentlichte das Schreiben, auch der Independent zitiert daraus. Ek verurteilt darin Joe Rogans Verwendung des N-Wortes und andere abfällige Kommentare gegenüber Schwarzen „aufs Schärfste“, sagte Ek. Er bleibe aber bei seiner Entscheidung, den Podcaster auf der Plattform zu belassen, weil er „alle Arten von Schöpfern“ befördern wolle.

Zunächst war es jedoch um Falschaussagen zum Coronavirus und der Impfung gegangen. Die Musiker Neil Young und Joni Mitchell hatten deswegen die Streamingplattform Spotify verlassen. Mehr als 200 Medizinexpert:innen unterzeichneten darauf einen Brief, der an Spotify adressiert war. In diesem Schreiben fordern die Expert:innen Bestätigung darüber, dass The Joe Rogan Experience eine Quelle von Missinformationen betreffend das Coronavirus sei.

Spotify löscht zahlreiche Folgen von Joe Rogans Podcast

Dann tauchte auch noch eine Videomontage der letzten Jahre auf, die belegte, dass Joe Rogan das N-Wort benutzte und sich mehrfach abwertend gegenüber schwarzen Menschen geäußert hatte. Spotify-Chef Ek schrieb in seinem Brief nun, dass Rogans Kommentare „unglaublich verletzend“ seien, und bestätigte, dass Rogan beschlossen habe, mehrere frühere Episoden von Spotify zu entfernen. Insgesamt sind 113 Folgen des Podcasts derzeit nicht mehr abrufbar.

Weitere Konsequenzen lehnte Ek jedoch ab. „Ich möchte einen Punkt ganz klarmachen – ich glaube nicht, dass es die Lösung ist, Joe zum Schweigen zu bringen“, so Ek. „Wir sollten klare Grenzen für Inhalte haben und Maßnahmen ergreifen, wenn sie überschritten werden, aber das Löschen von Stimmen ist nicht die Lösung.“

Joe Rogan entschuldigt sich für seine Fehltritte

Rogan hat sich laut Independent mittlerweile für die Corona-Missinformationen als auch seine rassistische Sprache in einem Video entschuldigt, das auf Instagram veröffentlicht wurde. In einem Video, das am vergangenen Samstag (05.02.2022) gepostet wurde, sagte Rogan, er habe das N-Wort sei das Beschämenste, über das er jemals in der Öffentlichkeit hätte sprechen müssen. (msb)

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