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Trump hatte es verhindert

Sklavenbefreierin Harriet Tubman soll im zweiten Anlauf auf 20-Dollar-Schein kommen

Schon Barack Obama wollte, dass Harriet Tubman auf dem Geldschein zu sehen ist. Nachdem Donald Trump das Vorhaben verhindert hat, will es Joe Biden nun umsetzen.

  • Harriet Tubman soll auf dem 20-Dollar-Schein abgebildet werden.
  • Die Anti-Sklaverei-Aktivistin half Hunderten bei der Flucht aus den Südstaaten der USA.
  • Donald Trump hatte die Umsetzung während seiner Amtszeit verhindert.

Washington – Das US-Finanzministerium unter Präsident Joe Biden nimmt einen Vorschlag aus der Amtszeit von Barack Obama wieder auf und möchte die Anti-Sklaverei-Aktivistin Harriet Tubman auf einem neugestalteten 20-Dollar-Schein abdrucken lassen. Das hat Jen Psaki, Sprecherin des Weißen Hauses, am Montag (25.01.2021) verkündet. Es sei wichtig, „dass unsere Banknoten, unser Geld, die Geschichte und Diversität unseres Landes zeigen“.

Die Idee stammt ursprünglich von Jack Lew, der Finanzminister unter Obama war. Das Finanzministerium hatte für die Entscheidung über die Neugestaltung der Banknote die Bürger:innen befragen lassen. In zehn Monaten haben Millionen von Bürgerinnen und Bürgern das Angebot wahrgenommen. Lew sagte damals, dass sich tausende Amerikaner:innen – egal, ob jung oder alt – für Harriet Tubman auf dem 20-Dollar-Schein ausgesprochen hätten, berichtet die britische Internet-Zeitung „The Independent“. Für viele Kinder sei Tubman nicht bloß eine historische Persönlichkeit, sondern ein Vorbild.

Die Anti-Sklaverei-Aktivistin Harriet Tubman soll auf dem 20-Dollar-Schein der USA abgebildet werden. Die Idee wurde zuletzt von Trump blockiert.

Harriet Tubman auf 20-Dollar-Schein: Trump verhinderte die Umsetzung

Donald Trump hatte die Idee bereits während seines Wahlkampfes zur Präsidentschaftswahl 2017 kritisiert und als „reine politische Korrektheit“ bezeichnet. Trumps Finanzminister Steven Mnuchin gab 2019 eine Verzögerung bei der Umgestaltung der Banknote mit Harriet Tubman bekannt. Er teilte mit, dass zuerst die 10- und 50-Dollar-Banknoten neu gestaltet werden sollten, um Sicherheitsmerkmale gegen Fälschungen zu verbessern. Einen Schein mit Harriet Tubman gebe es nicht vor 2020.

Die Enthüllung des Scheins sollte zeitlich auf den 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts in den USA abgestimmt werden. Doch Mnuchin gab an, dass das Design noch nicht festgestanden habe und das Projekt erst 2028 abgeschlossen werden könne.

Ehemaliger Präsident der USA war Sklavenhalter – er soll nun von Harriet Tubman ersetzt werden

Nun gibt es unter Joe Biden neue Anstrengungen, die Idee umzusetzen. Harriet Tubman soll auf dem 20-Dollar-Schein den ehemaligen Präsidenten Andrew Jackson ersetzen. Jackson war selber Sklavenhalter, führte als General Angriffe gegen Sklaven und war als Präsident für den Tod von tausenden Ureinwohnern verantwortlich, nachdem er sie hatte zwangsumsiedeln lassen. „Es ist wichtig, dass unser Geld die Geschichte und Vielfalt unseres Landes widerspiegelt und Harriet Tubmans Abbild auf der neuen 20-Dollar-Note würde das mit Sicherheit widerspiegeln“, sagte Psaki.

Harriet Tubman wäre die erste Frau seit Ende des 19. Jahrhunderts, die auf einem Dollarschein abgebildet werden würde. Damals war Martha Washington, die Frau des ersten Präsidenten George Washington, auf den 1-Dollar-Noten zu sehen. Tubman ist selbst 1822 als Sklavin in Maryland geboren worden. Es gelang ihr, aus der Sklaverei zu entkommen.

Sie ist besonders in den USA bekannt, weil sie hunderten Sklaven dabei half, aus den Südstaaten in den Norden der USA oder nach Kanada zu fliehen. Dabei kehrte sie für die Hilfsorganisation „Underground Railroad“ unter dem Decknamen „Moses“ immer wieder in die Südstaaten zurück. Später engagierte sie sich in der Frauenbewegung. Harriet Tubman starb 1913 in New York. (Theresa Ricke)

Rubriklistenbild: © Daniel Kim/imago-images

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