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USA: Riesiger Schwarzbär „Hank the Tank“ plündert Häuser – „Er sitzt nur da und frisst“

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Von: Tanja Koch

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In der Gegend South Lake Tahoe sind Bären keine Seltenheit. (Symbolbild)
In der Gegend South Lake Tahoe sind Bären keine Seltenheit. (Symbolbild) © Imago

In South Lake Tahoe in den USA ist ein Schwarzbär in mindestens 28 Häuser eingebrochen. Das etwa 227 Kilo schwere Tier wird als „Hank the Tank“ bezeichnet.

South Lake Takoe – Sie haben es mit Paintball-Gewehren, Sirenen und Tasern versucht. „Hank the Tank“ lässt sich nicht aus der Gemeinde South Lake Tahoe, Kalifornien, in den USA verscheuchen. „Es ist einfacher, Pizzareste zu finden, als in den Wald zu gehen“, zitiert die New York Times Peter Tira, einen Sprecher des California Departments of Fish and Wildlife. Bären sind in der Gegend üblich. Auch in anderen Ländern wie Kanada kommt es immer wieder zu Begegnungen mit Bären*. Doch eine derartige Fixierung auf menschliche Nahrung ist selten.

Mit 500 Pfund, rund 227 Kilogramm, sei Hank zudem außergewöhnlich groß. Im Durchschnitt wiegen Schwarzbären im Westen der USA* zwischen 100 und 300 Pfund. In nahezu 30 Häuser soll der Schwarzbär bereits eingebrochen sein – durch Garagen, Fenster und Türen. Mehr als 100 Mal hätten Anwohner bereits die Polizei gerufen, wie die New York Times erklärt. „Das ist ein Bär, der jede Angst vor Menschen verloren hat“, zitiert sie Tira. „Es ist eine potenziell gefährliche Situation.“ 

USA: Behörden sind unsicher, wie sie mit dem Bären umgehen sollen

Die Nahrungsmittel, die der Bär in den Haushalten findet, hätten ihm zu noch mehr Gewicht verholfen, wie Ann Bryant, die Geschäftsführerin der Bärenliga, laut New York Times erklärt. Die Bärenliga ist ein Rettungsdienst für Wildtiere in Kalifornien.

Zudem habe Hank keinen Winterschlaf gehalten, wie die staatliche Wildtierbehörde vermutet. Denn auch im Winter hätten die Einbrüche nicht nachgelassen. Ein Grund für den ausgesetzten Winterschlaf: das ganze Jahr Zugang zu Nahrung zu haben.

Die Frage, wie es nun weitergeht mit Hank, hat für Streit zwischen den kalifornischen Wildtierbehörden und den Bewohner:innen gesorgt. Viele Anwohner:innen wollen, dass Hank nicht eingeschläfert wird, sondern in eine Auffangstation kommt. Er interessiere sich ohnehin nur für das Essen und zeige keinerlei Aggressivität. „Er sitzt nur da und frisst“, erklärt Bryant. „Er greift sie nicht an. Er knurrt nicht. Er macht keine unfreundlichen Gesichter.“

Eine Möglichkeit wäre tatsächlich, den Bären umzusiedeln. Doch die Auffangstationen sind alle voll. Eine aufgestellte Falle zeigte sich in diesem Monat zudem als wirkungslos – Hank fiel nicht darauf herein. Die Behörden gehen nun die Alternativen durch. Die Einschläferung sei die letzte Option. (tk) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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