Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wladimir Putin im Profil vor verschiedenen Flaggen.
+
Wladimier Putin hält sich bedeckt, was die Pläne von Russland an der Grenze zur Ukraine angehen. (Archivbild)

Invasion oder Diplomatie?

Ukraine-Krise: Was plant Putin an der Grenze?

  • Vincent Büssow
    VonVincent Büssow
    schließen

Die USA und Russland versuchen, die Ukraine-Krise diplomatisch zu lösen. Putins Pläne sind weiterhin unklar – einen Erfolg kann er allerdings schon verbuchen.

Moskau – In der Krise um Russland und die Ukraine ist nach wie vor unklar, was genau die Pläne von Wladimir Putin sind. Während seit Montag (10.01.2022) Gespräche zwischen den USA und Russland laufen, sendet der Kreml zum Teil widersprüchliche Botschaften – ganz nach Putins Wunsch, wie die New York Times berichtet.

An die 100.000 Soldat:innen hat Russland inzwischen an die Grenze zur Ukraine geschickt. Während die Gefahr einer Invasion dadurch stetig wächst, beteuerte der stellvertretende russische Außenminister, Sergej Rjabkow, dass es keine solchen Pläne gebe. Putin selbst hingegen warnte noch im Dezember vor einer „militärisch-technischen-Antwort“, sollten die Forderungen Russlands nicht erfüllt werden.

Ukraine-Krise: Einigung zwischen Russland und den USA unwahrscheinlich

Bei diesen handelt es sich vor allem um eine Zusicherung, dass die Ukraine kein Mitglied der NATO wird. Die Osterweiterung der NATO läuft seit 1997, wobei unter anderem Estland, Lettland und Litauen sowie Polen, Tschechien und Ungarn als Mitglieder akzeptiert wurden. Georgien und die Ukraine sind Kandidaten für eine Mitgliedschaft. Eine Zusicherung des Westens, die NATO nicht über die Grenze Deutschlands hinaus zu erweitern, hat es laut der Bundesakademie für Sicherheitspolitik, anders als behauptet, nicht gegeben.

LandRussland
HauptstadtMoskau
StaatsoberhauptPräsident Wladimir Putin
Einwohner (Stand 2018)144.526.636

Expert:innen sagten gegenüber der New York Times, dass das Manöver Russlands an der ukrainischen Grenze bereits einen Zweck erfüllt hat, nämlich die Aufnahme der Gespräche mit den USA. Seit 30 Jahren haben keine Diskussionen zwischen den beiden Staaten zu dem Thema der NATO-Erweiterung stattgefunden. Auch wenn es als unwahrscheinlich gilt, dass das Militärbündnis den Forderungen von Putin nachkommt, sei dies bereits als Erfolg für Moskau zu bewerten.

Gespräche zwischen Russland und den USA laufen noch bis Donnerstag

Ob Russland tatsächlich plant, die Ukraine anzugreifen, kann hingegen niemand sagen. Analyst:innen zur Folge nutzt Putin die Unsicherheit über sein weiteres Vorgehen am Verhandlungstisch. Nicht mal der Unterhändler Sergej Rjabkow soll dabei komplett Bescheid wissen, was geplant ist, berichtet die New York Times.

Die Gespräche zwischen Russland und den USA zur Ukraine-Krise sollen zunächst bis Donnerstag (13.01.2022) fortgesetzt werden. Danach will Russland entscheiden, „ob es Sinn ergebe“ auf diplomatischem Weg fortzufahren. (vbu)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare