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Nonne unterschlägt Schulgeld und verzockt es im Casino – Gericht fällt Urteil

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Von: Sophia Lother

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Eine 80-jährige Nonne reist mit hunderttausenden US-Dollar nach Las Vegas. Nun hat ein kalifornisches Gericht das Urteil verkündet.

Los Angeles – Zu einem der Grundsätze von Ordensschwestern und Nonnen gehört meist der Verzicht auf persönlichen Besitz. Eine Nonne in den USA* scheint diese Regeln offensichtlich wohl eher als Richtschnur, denn als Vorgabe gesehen zu haben. Sie reiste mit hunderttausenden US-Dollar nach Las Vegas. Doch damit nicht genug.

Bei den Geldern handelte es sich ausgerechnet um Spenden und Förderung für eine katholische Grundschule in Kalifornien. Dort war die Nonne mehrere Jahre lang die Leiterin. Ein Gericht hat nun über ihr Strafmaß entschieden.

Eine Nonne aus Kalifornien wurde wegen Veruntreuung verurteilt. (Symbolfoto)
Eine Nonne aus Kalifornien wurde wegen Veruntreuung verurteilt. (Symbolfoto) © Valentine Chapuis/dpa

Nonne reist mit Schuldgeldern nach Las Vegas: „Ich habe gesündigt“

Ein Gericht des US-Bundesstaats legte das Strafmaß für die Nonne auf ein Jahr und einen Tag fest, wie die Los Angeles Times am Montag (07.02.2022, Ortszeit) berichtete. „Ich habe gesündigt, ich habe das Gesetz gebrochen und ich habe keine Entschuldigung“, zeigte sich die mittlerweile 80-Jährige demnach bei der online übertragenen Verhandlung reumütig. Bei ihrem Eintritt in den Orden der Schwestern des heiligen Josef von Carondelet vor über 60 Jahren hatte sie ein Armutsgelübde abgelegt.

Kurz nach ihrem Eintritt in den Ruhestand 2018 war bei der Überprüfung von Rechnungsbüchern aufgefallen, dass die langjährige Rektorin der St. James Catholic School in Torrance über zehn Jahre hinweg Schul- und Spendengelder in Gesamthöhe von 835.000 US-Dollar (circa 730.000 Euro) unterschlagen hatte. Der Zeitung zufolge hatte sie das Geld unter anderem mit einer weiteren Nonne – ebenfalls Lehrerin – beim Glücksspiel in Las Vegas ausgegeben. Zur Vertuschung fälschte sie demnach die Rechnungsbücher.

Nonne unterschlägt Schulgeld: Gericht verkündet Urteil

Er habe mit der Entscheidung über das rechte Strafmaß sehr gerungen, sagte Richter Otis D. Wright II der LA Times zufolge. Die Vergehen Geldwäsche und Betrug, für die die Ordensschwester im Juni 2021 angeklagt wurde, hätten mit einer Haft von bis zu 40 Jahren belegt werden können. In den 62 Jahren ihres Nonnen-Daseins sei sie jedoch „eine erstklassige Lehrerin“ gewesen, so Wright.

Deshalb habe er sich nicht dazu überwinden können, sie aufgrund dieser einen „schlimmsten Sache, die sie in ihrem ganzen Leben getan hat“, für zwei Jahre ins Gefängnis zu stecken. Das hatte die Staatsanwaltschaft gefordert. (slo/dpa/afp)*fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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