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USA

Epstein-Gehilfin Ghislaine Maxwell fordert, dass der Prozess gegen sie beendet wird

Ghislaine Maxwell soll sich am sexuellen Missbrauch von Jeffrey Epstein beteiligt haben. Sie plädiert auf unschuldig und fordert nun, die Anklage gegen sie fallen zu lassen.

  • Ghislaine Maxwell steht vor Gericht, weil sie Jeffrey Epstein bei sexuellem Missbrauch unterstützt haben soll.
  • Jetzt fordert die Britin den Abbruch des Verfahrens in den USA.
  • Ihre Anwälte bezeichnen den Prozess als ungerecht und die Anklage als zu ungenau.

New York – Ghislaine Maxwell wird vorgeworfen, den Finanzier Jeffrey Epstein bei der Verschleppung mit anschließenden sexuellen Missbrauch von minderjährigen Mädchen geholfen zu haben. Nun fordert sie einen Richter auf, den Prozess gegen sich einzustellen. Ihre Anwälte sprechen davon, dass die Anklage zu Unrecht bestehe und zu ungenau sei, um einen Prozess gegen Maxwell einzuleiten.

Als weitere Gründe für das Aussetzen des Verfahrens führen Ghislaine Maxwell und ihre Anwälte unter anderem einen Deal an, den Epstein 2008 in Florida aushandelte, berichtet die britische Zeitung „The Guardian“. Die Vereinbarung sollte den Milliardär Jeffrey Epstein und die Menschen um ihn herum vor einer Anklage schützen. Allerdings wurde Maxwell in dem Dokument nicht namentlich aufgeführt. Epstein bekannte sich bei dem umstrittenen Deal zu den Vorwürfen des Staates Florida schuldig, Klienten mit minderjährigen Prostituierten versorgt zu haben. Er wurde als verurteilter Sexualstraftäter eingetragen und war 13 Monate in Haft.

Ghislaine Maxwell wird die Unterstützung von Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vorgeworfen. Nun fordert sie das Ende des Prozesses.

Ghislaine Maxwell: Anwälte wollen Anklagepunkte verringern

Am 2. Juli 2020 wurde Ghislaine Maxwell im US-Bundestaat New Hampshire verhaftet. Seitdem sitzt sie in einem New Yorker Gefängnis in Untersuchungshaft, da Fluchtgefahr bestehe. Der Prozess gegen sie wegen Hilfe zu sexuellem Missbrauch und Meineid soll im Juli 2021 beginnen. Außerdem behauptet die Anklageschrift, Maxwell habe zeitweise an Missbrauchshandlungen teilgenommen. Maxwell plädiert auf nicht schuldig hinsichtlich der Anschuldigung, drei Teenagerinnen für Epstein zwischen 1994 und 1997 rekrutiert zu haben. Eines der Mädchen soll 14 Jahre alt gewesen sein. Sie behauptet weiterhin, keine kriminellen Handlungen bei Epstein gesehen zu haben.

Sollten die Anwälte von Ghislaine Maxwell es nicht schaffen, dass das Verfahren gegen sie eingestellt wird, ist davon auszugehen, dass sie immerhin die Zahl der Anklagepunkte verringern wollen, heißt es im „Guardian“. Weiter soll es von den Anwälten geheißen haben, die Anklage solle fallen gelassen werden, weil eine Grand Jury (Großes Geschworenengericht) außerhalb New Yorks über den Fall entscheidet und dort Schwarze und hispanoamerikanische Juroren unterrepräsentiert wären.

Corona in den USA: Ein Vorwand für Verlegung des Prozesses von Ghislaine Maxwell

Die Corona-Pandemie wäre ein Vorwand, um den Prozess aus New York zu verlegen. Außerdem hätten die Anwälte behauptet, die Tatsache, dass eine Grand Jury in Manhattan bereits am 25. Juni zusammentrat, hätte gezeigt, dass es keinen Grund für Staatsanwälte gebe, nicht zu warten, „außer dem Wunsch der Öffentlichkeit, Frau Maxwell am Jahrestag der Anklage gegen Epstein zu verhaften“.

Jeffrey Epstein wurde 2019 erneut vor Gericht gestellt. Die Vorwürfe der New Yorker Staatsanwaltschaft lauteten, er habe Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht. Nach einem Monat im Gefängnis hat sich der Milliardär im August 2019 das Leben genommen.

Die Staatsanwaltschaft hat sich bisher nicht zu der Forderung von Ghislaine Maxwell geäußert. Sie hat angekündigt, sich in einigen Wochen zu Wort zu melden, nachdem Argumente gesammelt wurden. (Theresa Ricke)

Rubriklistenbild: © Andrew Savulich/imago-images

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