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Mordserie in den USA: Muslimische Gemeinde lebt in Angst

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Von: Moritz Serif

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In Albuquerque kommt es immer wieder zu Tötungen
In Albuquerque kommt es immer wieder zu Tötungen (Archivbild aus 2019). © Roberto E. Rosales/dpa/picture alliance

Unbekannte töten muslimische Menschen in Albuquerque. Die Stadt befindet sich in Aufregung. US-Präsident Biden ist zornig und traurig.

Albuquerque - „Wer ist als Nächstes dran?“, schreibt Debbie Almontaser, muslimische Gemeindevorsteherin in New York. In Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico wurden mehrere muslimische Menschen getötet. Die Polizei hat nun als erste Reaktion ihre Präsenz verstärkt.

Nach den Morden an Muslimen in Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico hat die Polizei ihre Präsenz verstärkt. „Wir sorgen zunächst einmal für eine sichtbare Polizeipräsenz in den Moscheen, um deutlich zu machen, dass wir da sind und beobachten“, sagte der Bürgermeister der Stadt, Tim Keller, dem Sender CNN.

USA: Unbekannte töten muslimische Menschen in Albuqerque

In bestimmten Gegenden der Stadt patrouilliere die Polizei nun außerdem häufiger. In dieser Woche starte auch die Schule wieder, so Keller. Dort werde es spezielle Programme für die Sicherheit muslimischer Schülerinnen und Schüler geben, kündigte er an. „Wir versuchen also, extrem sichtbar zu sein.“

Die Polizei in Albuquerque hatte am Samstagabend (6. August) mitgeteilt, dass sie einen Mord an einem muslimischen Mann untersucht, der möglicherweise in Verbindung mit drei ähnlichen Taten in der Stadt stehe. In allen vier Fällen aus den vergangenen neun Monaten habe es sich bei den Ermordeten um muslimische Männer aus Südasien gehandelt. Die Bundespolizei FBI unterstütze die örtliche Polizei bei den Ermittlungen.

USA: Verdächtiges Fahrzeug in Albuquerque gesucht

Alle drei jüngsten Morde ereigneten sich innerhalb von zwei Wochen und versetzten die Stadt in Aufregung. Die muslimische Community ist „komplett geschockt“, sagte Aneela Abad, Hauptsekretärin am Islamischen Zentrum in New Mexiko Al Jazeera. Die Ermittlungen seien laut der Zeitung in vollem Gange.

Albuquerques Bürgermeister, Tim Keller, schrieb, dass es ein verdächtiges Fahrzeug gebe. „Wir haben eine sehr, sehr heiße Spur“, sagte er. „Wir müssen dieses Fahrzeug finden...wir müssen es unbedingt finden“, so der Bürgermeister. Es soll bei allen Morden von den Täterinnen und Tätern genutzt worden sein.

Nach Ermordung vierer Muslime: Joe Biden ist zornig und traurig

Auch Präsident Joe Biden zeigt sich betroffen. „Die schrecklichen Ermordungen vierer Muslime in Albuquerque haben mich zornig und traurig gemacht. Während wir auf den Abschluss der Ermittlungen warten, gehen meine Gebete an die Familien der Opfer. Diese hasserfüllten Angriffe haben keinen Platz in Amerika“, schrieb er bei Twitter. (mse/dpa)

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