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Jill Biden über ihre Rolle als First Lady: „Das hatte ich nicht erwartet“

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Von: Nadja Austel

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First Lady Jill Biden verpackt Lebensmittel, während sie und Joe Biden ehrenamtlich bei der Hungerhilfeorganisation „Philabundance“ mitarbeiten.
First Lady Jill Biden verpackt Lebensmittel, während sie und Joe Biden ehrenamtlich bei der Hungerhilfeorganisation „Philabundance“ mitarbeiten. © dpa/Patrick Semansky

Tornados, Waldbrände und die Corona-Pandemie: Jill Biden, die First Lady der USA, spricht über die „heilende Rolle“, in der sie sich wiederfindet.

Las Vegas – Jill Biden, First Lady der USA*, besuchte gemeinsam mit ihrem Mann, Präsident Joe Biden*, einmal mehr einen vom Unglück getroffenen Teil des Landes in Louisville, Colorado. „Ich würde wissen wollen, dass der Präsident und die First Lady mir beistehen“, so Jill Biden* einen Tag später im Interview mit The Associated Press (AP).

In Louisville hatten Ende Dezember 2021 Waldbrände fast 1000 Gebäude zerstört. Tausende Menschen mussten sich vor den Flammen in Sicherheit bringen. Jill Biden sprach vor Ort mit den Bürgerinnen und Bürgern, zeigte sich nahbar: Sie teilte tröstende Umarmungen und sprach ihr Beileid für bei den Feuern verstorbene Haustiere aus. Erst kürzlich hatte es auch bei Familie Biden Haustier-Zuwachs gegeben*.

Jill Biden: First Lady der USA spürt Verantwortung für die Menschen in ihrem Land

Sie habe sich als First Lady in einer Rolle wiedergefunden, die sie „so nicht erwartet hatte, eine Art heilende Rolle. Wir haben als Nation so viel durchgemacht“, sagt Jill Biden im Interview mit AP weiter. Reisen wie die nach Colorado seien ein „Paradebeispiel“ für die Verantwortung, die sie in dieser Rolle spürt. „Ich denke, das ist ein wichtiger Teil von dem, was ich tue. Ich meine, einfach den Menschen durch schwere Zeiten helfen.“

Bei ihrem Besuch in Louisville bat sie nach der Ansprache ihres Mannes darum, auch ein paar Worte an die Bürger:innen richten zu dürfen: „Ich möchte gerne den Feuerwehrkräften, der Polizei, den Rettungskräften und den Bergungstrupps danken“, so Biden. Sie sagte weiter: „Ich habe gemerkt – nachdem wir so viele Menschen getroffen haben, durch die Nachbarschaft gelaufen sind und mit Ihnen allen geredet haben – was für eine warme und starke Gemeinschaft Sie sind.“

US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden unterhalten sich mit Menschen in Louisville, während sie ein Stadtviertel besuchen, das von dem jüngsten Waldbrand betroffen wurde.
Joe und Jill Biden sprechen mit den Opfern der verheerenden Brände in Louisville. © dpa/Susan Walsh

Der 70-jährigen Jill Biden selbst sind schwere Zeiten aus ihrer Biografie ebenfalls nicht unbekannt. Schon Joe Biden, den sie im Jahr 1977 in New York heiratete, brachte eine tragische Vorgeschichte mit in die Ehe. Kaum fünf Jahre zuvor hatte er seine Frau und seine Tochter bei einem tödlichen Autounfall verloren.

USA: Jill Biden kennt schwere Zeiten selbst

Jill Biden wurde die Stiefmutter seiner zwei Söhne, die den Unfall schwerverletzt überlebt hatten. Im Jahr 2015 verloren sie einen der Söhne im Alter von 46 Jahren – er starb an Hirnkrebs. Zudem waren im Jahr 1993 vier ihrer Freund:innen an Brustkrebs erkrankt und verstorben. Sie gründete daraufhin die „Biden Breast Health Initiative“ (Deutsch: „Biden-Brust-Gesundheitsinitiative“), um Mädchen im High-School-Alter darüber aufklärt, wie wichtig die Früherkennung ist.

„Ich kenne die schlimmen Dinge, die wir im Leben durchmachen und ich weiß, wie viel mir und Joe die warmherzigen Gesten bedeutet haben“, so Biden im Interview mit der AP. „Deshalb weiß ich einfach, was für einen Unterschied macht, wenn man da ist. Ich denke, da zu sein, ist wirklich wichtig.“

Ihre Pläne für 2022? Sie möchte ihren Fokus weiter auf den ihr wichtigen Themen richten: Bildung, die Unterstützung von Militärfamilien und das Vorantreiben der Krebsforschung, berichtet sie der AP. Ihrer Arbeit als Dozentin am Community College wolle Dr. Jill Biden auch weiterhin nachgehen. (na) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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