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Schüsse in Paketzentrum

Amoklauf in Indianapolis: „Psychisch instabiler“ mutmaßlicher Attentäter kaufte legal Waffen

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
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Im US-Bundesstaat Indianapolis hat ein unbekannter Angreifer acht Menschen erschossen. Anschließend soll er sich selbst getötet haben. Er fiel vorher schon auf.

Update von Sonntag, 18.04.2021, 19.55 Uhr: Brandon Hole, mutmaßlicher Massenmörder von Indianapolis, soll sich nur wenige Monate, nachdem seine Schrotflinte von der örtlichen Polizei konfisziert worden war, auf legale Weise zwei Sturmgewehre gekauft haben. Seine Mutter hatte die Einsatzkräfte seinerzeit zur Hilfe gerufen, da sie ihren Sohn für psychisch instabil hielt. Dies bestätigte am Samstag Chief Randal Taylor, Chef des Indianapolis Metropolitan Police Department. Da Hole im Anschluss an die Konfiszierung seiner Schrotflinte nicht auf die sogenannte „Red Flag“-Liste gesetzt worden war, sei es ihm möglich gewesen, sich neue Waffen zuzulegen.

Nur eine solche „Red Flag“-Einschätzung schließt in Indiana den legalen Zugang zu Waffen aus, beantragen muss sie die Staatsanwaltschaft, verfügen ein Gericht. Selbst im Falle eines durch ein Gericht verbrieften „unmittelbaren Risikos“ durch eine Person, gilt eine solche Auflage für höchstens ein Jahr. Wenn die Staatsanwaltschaft im Anschluss keine erneute Einschätzung beantragt, gilt die „Red Flag“ als aufgehoben.

Polizeichef Taylor weiß nach eigenen Worten nicht, ob es im Fall des heute 19-Jährigen je zu Bestrebungen der Staatsanwaltschaft kam, ihn als „unmittelbares Risiko“ für waffenunfähig erklären zu lassen. Die Staatsanwaltschaft von Marion County lehnt einen Kommentar zum Sachverhalt ab und verweist auf laufende Ermittlungen. In einer Sache herrscht für Randal Taylor Gewissheit: Die Schrotflinte habe die Polizei nie an Brandon Hole zurückgegeben, darüber sei er froh.

Chief Randal Taylor, Chef des Indianapolis Metropolitan Police Department bei seiner Pressekonferenz nach dem Amoklauf.

USA: Amoklauf in Indianapolis - Mann „schießt wild um sich“ und tötet mindestens acht Menschen

+++ 10.18 Uhr: Die beiden Angestellten Jeremiah Miller und Timothy Boillat waren laut dem US-Nachrichtensender CNN zur Zeit des Angriffs im Gebäude, in dem die Attacke stattfand. Zunächst dachten sie, es handele sich bei dem Geräusch der Schüsse um Autogeräusche. Doch als die Geräusche sich wiederholten, wollten die beiden Angestellten nachsehen. Boillat sah „einen Mann mit einer Waffe“, berichtete er. „Außerdem habe ich einen Körper auf dem Boden hinter einem Fahrzeug gesehen“. Augenblicklich verließen die beiden Angestellten das Gebäude.

Am späten Donnerstagabend (15.04.2021) sind mindestens acht Menschen bei einem Schusswaffenangriff in Indianapolis getötet worden. Ihre Leichen seien in einem Gebäude des Paketdienstes Fedex in der Nähe des internationalen Flughafens von Indianapolis gefunden worden, teilte eine Polizeisprecherin mit. Bei der Tat am seien zudem mehrere Menschen verletzt worden, sie wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

USA: Acht Tote in Indianapolis - Zeuge berichtet von „Mann mit automatischen Gewehr“

+++ 09.47 Uhr: Ein Mann berichtete im örtlichen Fernsehen, er habe den Täter gesehen, der in Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana acht Menschen getötet haben soll. „Ich sah einen Mann mit einer Art automatischem Gewehr, er hat wild um sich geschossen. Ich habe mich sofort versteckt.“ Medienberichten zufolge sind in der Fedex-Niederlassung mehr als 4000 Menschen beschäftigt.

Erstmeldung vom Freitag, 16.04.2021, 09.40 Uhr: Indianapolis – In einem Paketzentrum des Logistikunternehmens Fedex in Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana soll es acht Todesopfer und mehrere Verletzte gegeben haben. Dies berichteten zahlreiche Medien aus den USA* am späten Donnerstagabend (15.04.2021). Genaue Informationen über den Zustand der Opfer lagen zunächst nicht vor. Mehrere Menschen würden mit Schusswunden in Krankenhäusern behandelt, schrieb der Sender CNN. Der Schütze soll sich den Berichten zufolge selbst das Leben genommen haben.

USA: Acht Tote nach Schuswaffenangriff in Indianapolis

Die Polizei sei kurz vor Mitternacht zu der Lagerhalle nahe dem Flughafen der Stadt gerufen worden. Umliegende Straßen seien wegen des Polizeieinsatzes zeitweise gesperrt gewesen, schrieb John Perrine von der Indiana State Police auf Twitter.
Fedex-Sprecher Jim Masilak sagte zu CNN, es handele sich um ein „tragisches“ Ereignis. „Sicherheit ist unsere oberste Priorität, und unsere Gedanken sind bei all denen, die betroffen sind. Wir arbeiten daran, mehr Informationen zu sammeln und kooperieren mit den Ermittlungsbehörden.“ (Marvin Ziegele mit Agenturen) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

  • 15.04.2021, Indianapolis, Indiana: Ein Unbekannter erschießt acht Menschen.
  • 31.03.2021, Orange, Kalifornien: Ein Mann erschießt vier Menschen in einem Bürogebäude, darunter ein Kind.
  • 22.03.2021, Boulder, Colorado: Nach Angaben der Polizei wurden bei einer Schießerei im Supermarkt King Soopers zehn Menschen getötet, darunter ein Polizeibeamter aus Boulder.
  • 20.03.2021, Philadelphia, Pennsylvania: Eine Person wurde getötet und weitere fünf wurden bei einer Schießerei auf einer illegalen Party verletzt, berichtete die CNN-Tochter KYW. „Es waren mindestens 150 Menschen dort, die um ihr Leben geflohen sind“, sagte Danielle Outlaw, Polizeikommissarin von Philadelphia.
  • 20.03.2021, Dallas, Texas: Acht Menschen wurden von einem unbekannten Angreifer angeschossen, von denen laut Polizei einer starb.
  • 20.03.2021, Houston, Texas: Nach Angaben der Polizei wurden nach einem Aufruhr in einem Club auf fünf Personen geschossen. Einer befand sich nach einem Schuss in den Nacken in einem kritischen, der Rest laut CNN-Tochter KPRC in einem stabilen Zustand.
  • 18.03.2021, Gresham, Oregon: Vier Opfer wurden nach einer Schießerei in der Stadt östlich von Portland ins Krankenhaus gebracht.
  • 17.03.2021, Stockton, Kalifornien: Fünf Personen, die in Stockton im kalifornischen Central Valley eine Mahnwache vorbereiteten, wurden Opfer eines sogenannten „Drive-by-Shooting“. Keiner hatte lebensbedrohliche Verletzungen.
  • 16.03.2021, Atlanta, Georgia: Acht Menschen, darunter sechs asiatisch-amerikanische Frauen, wurden getötet, als ein 21-jähriger Weißer Schütze drei Spas stürmte und das Feuer eröffnete.

Der Schusswaffenangriff in Indianapolis ist einer von zahlreichen Vorfällen dieser Art innerhalb weniger Wochen in den USA. Anfang April kam es zu Schüssen in einem Bürogebäude in Kalifornien*. Am 22. März 2021 erschoss ein Mann in einem Supermarkt im Bundesstaat Colorado zehn Menschen*. Die Schusswaffenangriffe hatten die Debatte über eine Verschärfung des Waffenrechts in den USA angeheizt. 

Rubriklistenbild: © JON CHERRY

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