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Hurrikan trifft US-Küste

Große Schäden durch Hurrikan „Ida“: Experten warnen vor „katastrophalen Sturmfluten“

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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  • Tim Vincent Dicke
    Tim Vincent Dicke
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Hurrikan „Ida“ hat an der US-Küste für erhebliche Schäden gesorgt. Die Lage im News-Ticker.

  • Der Hurrikan „Ida“ hat für Zerstörung an der Küste der USA* gesorgt.
  • Der Tropensturm galt als einer der stärksten Hurrikans, die seit 1850 die Küste der USA bedroht. Mittlerweile wurde er herabgestuft.
  • Tausende Menschen mussten aus dem US-Bundesstaat Louisiana in das Landesinnere fliehen.

>>> News-Ticker aktualisieren <<<

Update von Montag, 30.08.2021, 8.20 Uhr: Hurrikan „Ida“ hat im südlichen US-Bundesstaat Louisiana erhebliche Schäden verursacht und mindestens ein Menschenleben gefordert. In der Gemeinde Prairieville sei eine Person von einem umstürzenden Baum tödlich verletzt worden, teilte das örtliche Sheriff-Büro am Sonntagabend mit. Der Ort liegt südöstlich von Baton Rouge, der Hauptstadt Louisianas. Zudem waren in dem Bundesstaat und im benachbarten Mississippi mehr als eine Million Kunden ohne Strom, wie aus Daten der Webseite poweroutage.us hervorging.

Hurrikan „Ida“.

Auf Fotos und Videos waren massive Überflutungen und Schäden durch den Hurrikan zu sehen. Örtliche Medien berichteten von zerstörten Häusern, überfluteten Straßen und umgeknickten Bäumen und Strommasten. Im Ort Galliano habe der Sturm Teile des Daches eines Krankenhauses weggerissen. Es sei aber niemand verletzt worden. Besonders betroffen waren niedrig liegende Gebiete südwestlich der Stadt New Orleans, für die es zuvor zumeist Evakuierungsanordnungen gegeben hatte. Auch aus der weiter nördlich gelegenen Kleinstadt Houma mit rund 30 000 Einwohnern, die direkt im Pfad des Sturms lag, kamen erste Berichte über schwere Schäden. In New Orleans waren Überschwemmungen und Schäden an Gebäuden zu sehen.

USA: Hurrikan „Ida“ herabgestuft

Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) stufte „Ida“ am späten Sonntagabend (Ortszeit) auf die Kategorie eins (von fünf) herab. Der Wirbelsturm bringe nunmehr maximal anhaltende Windgeschwindigkeiten von etwa 150 Kilometern pro Stunde und noch heftigere Böen mit sich, teilte das NHC in Miami mit. Die Behörde warnte weiter vor „katastrophalen Sturmfluten“, orkanartigen Winden sowie Sturzfluten.

Der Hurrikan bewegte sich über Land nur sehr langsam fort, daher sind die Orte in seinem Pfad längerer Zeit extremen Winden ausgesetzt. Experten befürchteten deshalb große Schäden.

+++ 22.38 Uhr: Laut Angaben von US-Präsident Joe Biden handelt es sich beim Hurrikan „Ida“ um einen „lebensgefährlicher Sturm“. Bewohner der betroffenen Bundesstaaten Alabama, Louisiana und Mississippi waren aufgefordert, die Anweisungen der örtlichen Behörden zu befolgen und sich in Sicherheit zu bringen, so Biden am Sonntag bei seinem Besuch der Zentrale der US-Katastrophenschutzbehörde Fema in Washington. „Wahrscheinlich“, so Biden weiter, werde die Zerstörung durch den Hurrikan der Stärke vier von fünf „immens“ sein.

In New Orleans im Bundesstaat Louisiana wehten infolge von Hurrikan „Ida“ bereits „anhaltende Windböen“ mit einer Geschwindigkeit von mehr als 110 Kilometern pro Stunde. Das Lagezentrum der Stadt warnte die Bevölkerung am Sonntagnachmittag (Ortszeit) über Twitter: „Wir sind immer noch nicht am Höhepunkt und die Windgeschwindigkeiten steigen weiter.“

Hurrikan „Ida“: Ausgangssperren in Louisiana verhängt

+++ 20.28 Uhr: Wegen des herannahenden gefährlichen Hurrikans Ida haben mehrere Bezirke im US-Bundesstaat Louisiana eine Ausgangssperre verhängt. Etwa im Bezirk East Baton Rouge, in dem rund 440.000 Menschen leben, gelte dies vom Sonntagabend (Ortszeit) bis Montagmorgen, erklärte die Bürgermeisterin der Stadt Baton Rouge über Twitter.

Joe Biden äußert sich gemeinsam mit FEMA-Administratorin Deanne Criswell im Hauptquartier der Katastrophenschutzbehörde zum Hurrikan Ida.

Die Behörden haben alle Anwohner, die nicht bereits in andere Landesteile geflohen sind, aufgefordert, angesichts der bevorstehenden extremen Windböen und möglicher Überschwemmungen in ihren Häusern zu bleiben. Auch der Nachbarbezirk West Baton Rouge verhängte aus Sicherheitsgründen eine nächtliche Ausgangssperre, genauso der östlich angrenzende Bezirk Livingston.

Hurrikan „Ida“ trifft auf Land - „katastrophale Zerstörung“ erwartet

+++ 19.10 Uhr: Das Zentrum des gefährlichen Hurrikans Ida ist im US-Bundesstaat Louisiana auf Land getroffen. Der Wirbelsturm sei mit der Stärke vier von fünf aus dem Golf von Mexiko kommend südwestlich der Stadt New Orleans bei Port Fourchon auf die Küste getroffen, wie das Nationale Hurrikanzentrum in Miami am Sonntag erklärte. Der Wirbelsturm habe beim Erreichen der Küste maximale Windgeschwindigkeiten von rund 240 Kilometern pro Stunde mit sich gebracht, erklärte das NHC.

Ein Hurrikan dieser Stärke verursacht dem NHC zufolge in der Regel an Land «katastrophale Zerstörung».

Hurrikan „Ida“ kurz vor Kategorie 5: Meteorologen können Satellitenbilder „nicht ertragen“

+++ 17.25 Uhr: Der Gouverneur des südlichen US-Bundesstaats Louisiana, John Bel Edwards, hat die Menschen angesichts des herannahenden starken Hurrikans „Ida“ eindringlich aufgefordert, nicht mehr nach draußen zu gehen. „Wenn Sie in Hurrikan Idas Pfad sind, dann ist es jetzt Ihre einzige Aufgabe, sicher am Ort zu bleiben“, schrieb der Gouverneur am Sonntag auf Twitter. „Finden Sie den sichersten Platz in Ihrem Haus, überstehen Sie den Sturm und bleiben Sie dort, bis der Sturm abzieht“, forderte er. 

Hurrikan „Ida“: Meteorologen können Satellitenbilder „nicht ertragen“

+++ 16.32 Uhr: Hurrikan „Ida“ hat über dem warmen Wasser des Golfs von Mexiko weiter an Kraft gewonnen. Der Sturm entwickelte sich zu einem „extrem gefährlichen Hurrikan“, teilte das National Hurricane Center (NHC) mit. Die Fachleute berichteten von Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 km/h. Ein solcher Sturm löst in der Regel „katastrophale Zerstörung“ aus. „Ida“ ist ein starker Hurrikan der Stufe 4, denn die höchste Kategorie beginnt schon ab 252 Stundenkilometern.

Der Nationale Wetterdienst NWS warnte die Menschen noch einmal eindringlich vor dem Sturm. „Als Meteorologen des Nationalen Wetterdienstes können wir es nicht ertragen, dies (Anm. d. Red.: den Hurrikan) auf dem Satelliten zu sehen. Es liegen schwere Zeiten vor uns, aber wir werden alle durchhalten. Nehmen Sie alle Meldungen, die wir, die Behörden und die Medien verbreiten, ernst“, schrieb der NWS New Orleans auf dem Kurnznachrichtendienst Twitter.

Hurrikan „Ida“ kurz vor Kategorie 5 und auf dem Weg nach New Orleans

+++ 13.58 Uhr: Der Hurrikan „Ida“ hat mittlerweile Windgeschwindigkeiten von 180 km/h erreicht. Laut Informationen des Wetterkanals von Fox News* gab es seit 1851 in der Geschichte der USA nur zwei Hurrikans, die mit so starken Winden auf Land getroffen waren. Selbst der verheerende Hurrikan Katrina vor 16 Jahren hatte zu diesem Zeitpunkt nicht derartige Windgeschwindigkeiten erreicht.

Laut Einschätzung von CNN wird der Hurrikan noch an Intensität zulegen. „Ida ist kurz davor, zum Hurrikan der Kategorie 5 zu werden“, so die Meteorologin Allison Chinchar.

+++ 13.07 Uhr: Wegen des Hurrikans „Ida“ fliehen viele Bewohner aus New Orleans und anderen Städten. In den betroffenen Regionen herrscht große Sorge und Angst, auch weil sich am Sonntag (29.08.2021) der verheerende Hurrikan „Katrina“ zum 16. Mal jährt. Durch ihn waren in New Orleans 2005 mehr als 1800 Menschen ums Leben gekommen, 80 Prozent der Stadt wurden überschwemmt.

„Jeder hat Angst, weil es der Jahrestag von ‚Katrina‘ ist und die Leute das damals nicht ernstgenommen haben“, sagte Austin Suriano, während er die Schaufenster der Uhrenwerkstatt seines Vaters mit Brettern zunagelte der Nachrichtenagentur AFP. Mehr als 4000 Streitkräfte der Nationalgarde von Louisiana sind derzeit mobilisiert, weitere 5000 werden bis zum Eintreffen des Sturms vorbereitet sein, sagte Gouverneur John Bel Edwards CNN.

Hurrikan „Ida“ - Übersicht über die Kategorien

KategorieWindgeschwindigkeit (in km/h)
Tropisches Tief≤ 62
Tropischer Sturm63 bis 118
Hurrikan Kategorie 1119 bis 153
Hurrikan Kategorie 2154 bis 177
Hurrikan Kategorie 3178 bis 209
Hurrikan Kategorie 4210 bis 250
Hurrikan Kategorie 5ab 251
Quelle: Saffir-Simpson-Hurrikan-Windskala
Die Menschen fliehen vor dem Hurrikan „Ida“: Auf den Autobahnen bilden sich lange Staus.

Hurrikan „Ida“ auf Kategorie Vier hochgestuft - „lebensbedrohliche Lage“

+++ 11.20 Uhr: Hurrikan „Ida“ trifft in einigen Stunden auf die Küste der USA. US-Präsident Joe Biden* beauftragte die nationale Koordinationsstelle der USA für Katastrophenhilfe (FEMA), entsprechende Schritte einzuleiten.

Laut CNN befänden sich bereits nationale Hilfskräfte auf dem Weg in die Region, ausgerüstet mit mobilen Stromgeneratoren. Der Ausfall des Stroms in der Region gilt als sicher, sobald „Ida“ auf Land getroffen ist.

Der Tropensturm „Ida“ ist mittlerweile zu einem Hurrikan der Kategorie Vier hochgestuft worden. Das bedeutet, dass bei „Ida“ Windgeschwindigkeiten zwischen 210 und 250 Km/h erwartet werden. Laut Jamie Rhome, stellvertretender Direktor des nationalen Hurrikan-Zentrums (NHC) der USA, sprach von „lebensbedrohlichen Winden und Fluten“ im Großraum um New Orleans.

Update, 29. August 2021, 09.55 Uhr: Die Küste der USA rüstet sich für Hurrikan Ida. Gouverneur John Bel Edwards forderte die Bewohnerinnen und Bewohner des Bundesstaates Louisiana auf, die Küste zu verlassen und einen sicheren Ort im Landesinneren aufzusuchen.

Auf den Autobahnen bildeten sich daraufhin lange Schlangen, das Benzin wurde an etlichen Tankstellen knapp. Die Menschen in und um New Orleans deckten sich mit Lebensmitteln und Wasservorräten ein. Die Großstadt am Golf von Mexiko liegt in dem Gebiet, das von Hurrikan „Ida“ getroffen werden könnte.

Hurrikan Ida: „Das ist ein riesiger Sturm“

Gouverneur Edwards machte keinen Hehl daraus, was den Bundesstaat erwarten werde. „Ida wird einer der stärksten Hurrikans, die Louisiana seit mindestens 1850 getroffen haben. Das ist ein riesiger Sturm“, so Edwards. Er appellierte an alle Menschen, das Gebiet zu verlassen: „Ihnen bleibt dafür nicht mehr viel Zeit.“

Hurrikan „Ida“ wird wohl als Tropensturm der Kategorie Vier auf Land treffen. Katrina hatte den Bundesstaat Florida damals als Sturm der Kategorie Drei erreicht und war erst später zu einem Hurrikan der Stufe Fünf angewachsen.

Die Skyline von New Orleans. Die Stadt am Golf von Mexiko erwartet den Hurrikan „Ida“.

Hurrikan „Ida“ fegt über Kuba und macht sich auf den Weg in die USA

Erstmeldung vom 08. August 2021: New Orleans - Die USA* rüsten sich für Hurrikan „Ida“. Der Sturm war als Hurrikan der Stufe Eins über den Inselstaat Kuba gefegt. Auf der kubanischen Insel Isla de la Juventud war er erstmals auf Land getroffen - mit Windgeschwindigkeiten von bis 130 Kilometern pro Stunde.

In der kubanischen Hauptstadt Havana kam es infolge des Hurrikans „Ida“ zu Stromausfällen. Bäume wurden von den Winden entwurzelt. Tausende Menschen mussten aus Havana evakuiert werden. Der öffentliche Nahverkehr kam zum Erliegen.

Satellitenaufnahmen der National Oceanic and Atmospheric Administration zeigen den Hurrikan Ida über der Karibik mit Kurs auf die USA.

Hurrikan „Ida“ nähert sich der US-Küste – Erinnerungen an „Katrina“ werden wach

Das staatliche Hurrikanzentrum der USA (NHC) warnte unterdessen vor „Ida“. Der Hurrikan könne im Westen Kubas, auf Jamaika und den Cayman-Inseln zu einer lebensbedrohlichen Sturmflut werden, inklusive starken Regenfällen, Sturzfluten und Erdrutschen. Laut den Prognosen des NHC werde „Ida“ voraussichtlich ab der Nacht zum Samstag (Ortszeit) über den Golf von Mexiko ziehen, dort wieder an Stärke gewinnen und als gefährlich starker Hurrikan am Sonntag im US-Bundesstaat Louisiana die US-Küste erreichen. Laut dem Nachrichtensender CNN könnte „Ida“ in diesem Zeitraum zu einem Hurrikan der Stufe 3 oder 4 heranwachsen.

Auch die US-Großstadt New Orleans könnte von dem Hurrikan „Ida“ getroffen werden. Vor 16 Jahren war sie vom Hurrikan „Katrina“ heimgesucht* und verwüstet worden. „Katrina“ gilt als eine der schlimmsten Naturkatastrophen der USA. 1.833 Menschen kamen infolge des Sturms ums Leben. Um eine derartige Katastrophe diesmal zu verhindern, wurden für den Großraum New Orleans bereits verpflichtende Evakuierungen angeordnet.

Hurrikan Ida ist bereits der vierte diese Saison

In Louisiana rief Gouverneur John Bel Edwards aufgrund des nahenden Hurrikans „Ida“ bereits den Notstand aus. Er mobilisierte die Nationalgarde und appellierte an die Bevölkerung, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen. Es sei mit verbreiteten Stromausfällen und Überschwemmungen zu rechnen. Auch Präsident Joe Biden* erklärte für den Bundesstaat den Notstand. Damit kann schnell zusätzliche Hilfe mobilisiert und bezahlt werden.

Ein tropischer Wirbelsturm gilt ab 119 Kilometern pro Stunde als Hurrikan, die vierte der fünf Stufen ist bei mindestens 209 Kilometern pro Stunde erreicht, die höchste ab 252 Kilometern pro Stunde. Die Hurrikansaison im Atlantik dauert von Juni bis November. Im vergangenen Jahr fiel sie besonders intensiv aus. Nach NHC-Angaben liegt die Wirbelsturm-Aktivität im Atlantikbecken auch in diesem Jahr bisher deutlich über dem Durchschnitt. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme, die für ihre Entstehung warmes Wasser brauchen, ist Experten zufolge eine Folge des Klimawandels. „Ida“ ist bereits der vierte Hurrikan der Saison im Atlantik. (dil/tvd mit AFP/dpa) *fr.de ist ein Angebot in IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Nasa/Imago

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