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Jenseits der 40°-Celsius

Hitzewelle trifft die USA – Extrem hohe Temperaturen setzen Menschen im Südwesten schwer zu

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
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Neben flächendeckender Dürre sind Kalifornien und umliegenden Staaten jetzt auch von extremer Hitze betroffen. In manchen Gegenden rationiert man bereits das Wasser.

Knapp 50 Millionen Menschen im Südwesten der USA überbringt der Nationale Wetterdienst gerade im Tagesrhythmus Hiobsbotschaften. Kalifornien, Nevada, Utah, Arizona und Teile von Colorado sind von einer Hitzewelle erfasst worden, die Temperaturen in Höhe von 39 Grad Celsius und mehr mit sich bringt. Arizonas Hauptstadt Phoenix verzeichnete mit 48 Grad Celsius jüngst einen neuen Hitzerekord, im Death Valley in Kalifornien wurden sogar 53 Grad gemessen.

Hitzewelle in den USA: Temperaturen jenseits der 40°-Celsius-Marke

Das Wetter bedroht nicht nur unmittelbar die Bevölkerung, sondern belastet auch das Stromnetz in Kalifornien und Texas. Wer kann, versucht den Temperaturen mit einer Klimaanlage beizukommen – in Kalifornien offenbar so umfangreich, dass die Stromnetzbetreiber des Staates Hausbesitzer bereits dazu aufriefen, Strom zu sparen, berichtet der Spiegel. Behörden appellieren in sozialen Medien an die Bevölkerung, viel Wasser zu trinken, während die Bundesregierung in Washington die Wasserrationen einiger Gemeinden in Kalifornien um 75 Prozent gekürzt hat, wie die Washington Post berichtet. Im Süden Oregons dräut derweil ein handfester Konflikt zwischen Landwirten und Politikern um die Ressource.

Extreme Hitze in den USA, wie hier im Death Valley in Kalifornien, macht derzeit vielen Menschen zu schaffen.

Auch Flora und Fauna wären aktuell auf besonders viel Wasser angewiesen, damit die bereits von Expert:innen am Horizont skizzierten Waldbrände diesen Sommer weniger heftig ausfallen. Rund 88 Prozent im Südwesten der USA leiden einer Untersuchung der US-Regierung zufolge unter einem Dürrenotstand. Statt Regen sind sie derzeit aber brütender Hitze ausgesetzt. Bis Ende Mai haben Brände in Kalifornien bereits fünfmal so viel Vegetation vernichtet verglichen mit dem Jahresbeginn 2020, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Südwesten der USA leidet unter Hitzewelle – Überraschend früh sehr heiß in Kalifornien und Umgebung

Dass man in Kalifornien, Texas und Co. auf einen angenehmen Sommer hoffen kann, sobald die erste Welle abgeklungen ist, gilt darüber hinaus als wenig wahrscheinlich: Die eigentliche Hitzeperiode liegt noch Monate voraus. Dass die Temperaturen bereits im Juni auf so hohe Werte klettern, überrascht auch Deepti Singh, Klimawissenschaftlerin an der Universität des Staates Washington. Die gegenwärtig verzeichnete Hitzewelle sei beispiellos in Zeitpunkt, Intensität und Umfang, sagte sie der Washington Post.

So niedrig wie seit dem Bau des Hoover-Staudamms nicht mehr: Der Wasserpegel des Lake Mead an der Grenze von Nevada und Arizona am 15. Juni 2021.

Die Temperaturen sind eine reelle Gefahr für Leib und Leben. Im County Maripoca in Arizona wurden letztes Jahr mehr als 300 Todesfälle im Zusammenhang mit extremer Hitze registriert. Seit April 2021 sind drei dazugekommen, in 20 Fällen untersuche man die genauen Umstände und Ursachen. (mp)

Rubriklistenbild: © Patrick T. Fallon/AFP

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