Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Staatsanwaltschaft

Ermittlungen gegen Donald Trump: Grand Jury prüft Anklage

  • vonSebastian Richter
    schließen

Ein weiterer Schritt bei den Ermittlungen gegen Donald Trump: Die Staatsanwaltschaft hat eine Grand Jury einberufen.

New York – Die Ermittlungen gegen Donald Trump nehmen konkrete Form an. Die New Yorker Staatsanwaltschaft soll laut Medienberichten eine Grand Jury für eine mögliche Anklage einberufen. Die Geschworenen werden in den kommenden Monaten prüfen, ob die Beweislast gegen Donald Trump für eine Anklage ausreicht, so die Washington Post am Dienstag (25.05.2021). Trump selbst spricht derweil wieder von politisch motivierten Ermittlungen und einer „Hexenjagd“.

Laut der US-Amerikanischen Zeitung sei die Einberufung einer Grand Jury ein Hinweis darauf, dass handfeste Beweise für strafrechtlich relevantes Handeln beim Ex-Präsident gefunden wurden. Manhattans Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance führt bereits seit 2019 Ermittlungen gegen Donald Trump und dessen Trump Organization, ein Geschäftsimperium bestehend aus hunderten Einzelunternehmen von Hotels bis Golfplätzen. Vorwürfe des Banken-, Versicherungs- und Steuerbetrugs stehen im Raum.

Für ihn könnte es langsam eng werden: Staatsanwaltschaft stellt Grand Jury bei den Ermittlungen gegen Trump zusammen. (Archivbild)

USA: Grand Jury bei Ermittlungen gegen Trump einberufen

Die Ermittlungen könnten sich im Speziellen gegen Trump persönlich, die Trump Organization oder seine Angestellten richten. Falls es zu einer Anklage gegen Trump selbst kommen sollte, wäre er der erste Ex-Präsident der USA, der sich einem Strafprozess stellen muss.

Die Jury wird laut der Washington Post zufolge über sechs Monate an drei Tagen pro Woche zusammenkommen. Bei den Treffen wird die Staatsanwaltschaft den Geschworenen ihre Beweise vorlegen. Im Geheimen wird dann entschieden. Grand Jurys werden in den USA oft in besonders wichtigen Fällen zusammengerufen, um im geheimen über eine Anklageerhebung zu entscheiden.

Ermittlungen in den USA: Donald Trump mit altbekannten Vorwürfen

Das Zusammenrufen einer Grand Jury sei „die Fortsetzung der größten Hexenjagd in der amerikanischen Geschichte“, so Trump in einer Stellungnahme. Die Ermittlungen seien „politisch“ motiviert und ein „Affront gegen die fast 75 Millionen Wähler, die mich bei den Präsidentschaftswahlen unterstützt haben“.

Ursprünglich ging es bei den Ermittlungen um Schweigegeldzahlungen an die Erotik-Darstellerin Stormy Daniels und das frühere „Playboy“-Modell Karen McDougal. Die Frauen hatten angegeben, vor Jahren Affären mit Trump gehabt zu haben. Die Ermittlungen haben sich inzwischen auf Steuerhinterziehung und des Banken- und Versicherungsbetugs in den USA ausgeweitet.

Konkret geht es darum, dass Donald Trump – je nach Interesse – den Wert seiner Immobilien zu hoch oder zu niedrig angegeben zu haben. Dadurch soll Geld für Kredite und Versicherungen eingespart worden sein. Grundlage dieses Vorwurfs ist eine Aussage von Trumps Privatanwalt Michael Cohen aus dem Jahr 2019 bei einer Kongressanhörung.

Alle wichtigen News zur US-Politik direkt in Ihr Mail-Postfach

Mit unserem neuen USA-Newsletter der FR verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten mehr und sind immer top informiert

Ermittlungen gegen Donald Trump: Staatsanwälte laut Trump „höchst parteiisch“

Seit Februar liegen den Ermittlern in New York endlich die lange zurückgehaltenen Steuererklärungen Trumps vor. Der Ex-Präsident hatte vehement versucht, die Herausgabe juristisch zu verhindern. Zweimal zog er dafür vor den Obersten Gerichtshof der USA.

Außerdem ermittelt die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, gegen die Trump Organization. Vergangene Woche gab sie bekannt, ihre zivilrechtlichen Ermittlungen ausgeweitet zu haben und nun auch strafrechtlich gegen Trump zu ermitteln. James und Vance arbeiteten dabei zusammen. Die beiden Anwälte gehören zur Demokratischen Partei von US-Präsident Joe Biden. Am Dienstag bezeichnete Trump sie in seinem Statement als „höchst parteiische demokratische Staatsanwälte“. (spr/afp)

Rubriklistenbild: © MANDEL NGAN/afp

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare