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Flucht von Gefängniswärterin und Mörder: Frau stirbt nach Verfolgungsjagd

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Von: Helena Gries

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Nach der Flucht einer Gefängnisaufseherin mit einem inhaftierten Mörder ist die 56-jährige Frau nach einer Verfolgungsjagd gestorben.
Nach der Flucht einer Gefängnisaufseherin mit einem inhaftierten Mörder ist die 56-jährige Frau nach einer Verfolgungsjagd gestorben. © Lauderdale County Sheriff/Imago

Die Flucht einer Gefängniswärterin mit einem inhaftierten Mörder in den USA endet tödlich. Die Frau soll sich nach einer Verfolgungsjagd selbst erschossen haben.

Update vom Dienstag, 10. Mai 2022, 12.14 Uhr: Die Flucht eines Schwerkriminellen und dessen Gefängniswärterin in den USA hat ein tragisches Ende gefunden: Wie die Polizei am Montag (9. Mai) mitteilte, erschoss sich die Justizbeamtin nach einer Verfolgungsjagd selbst. Der mutmaßliche Mörder konnte hingegen verhaftet werden. Die beiden hatten mit ihrem Ausbruch aus einem Gefängnis im US-Bundesstaat Alabama vor zehn Tagen für Aufsehen gesorgt. Die Beamtin soll mutmaßlich die Geliebte des Mannes gewesen sein.

Die Polizei entdeckte die beiden Flüchtigen nach einem Hinweis mehrere hundert Kilometer vom Gefängnis entfernt im Bundesstaat Indiana. Das Paar war in einem Hotel erkannt worden. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd fuhren die beiden ihr Fluchtfahrzeug in einen Graben. Die 56-Jährige wurde daraufhin in ein Krankenhaus gebracht, der 38-jährige Inhaftierte konnte mit leichten Verletzungen festgenommen werden.

USA: Suche nach Aufseherin und Inhaftierten liefen auf Hochdruck

Die Gefängniswärterin erlag im Krankenhaus einer Schussverletzung. Die Polizeikräfte gaben laut eigenen Angaben keine Schüsse ab. Sonst wurde niemand verletzt. „Wir haben heute einen gefährlichen Mann von der Straße geholt“, sagte der Sheriff von Lauderdale County in Alabama, Rick Singleton, in dessen Zuständigkeitsbereich das Gefängnis liegt. „Er wird nie wieder das Tageslicht erblicken.“

Unter Hochdruck sei in den vergangenen Tagen nach der Aufseherin und dem Kriminellen gesucht worden – auch mit einem Facebook-Aufruf. Die Ermittelnden fanden heraus, dass die Beamtin in den Wochen vor der Flucht ihr Haus verkauft und bei mehreren Banken in der Gegend rund 90.000 Dollar in bar abgehoben hatte. Unter einem Pseudonym kaufte sie einen Geländewagen als Fluchtauto.

USA: Gefängniswärterin verhilft Mörder zur Flucht und brennt anschließend mit ihm durch

Erstmeldung vom Dienstag, 3. Mai 2022: Alabama – Im Süden der USA läuft aktuell eine Großfahndung: Im Bundesstaat Alabama soll eine Gefängniswärterin einem mutmaßlichen Mörder zur Flucht aus der Haft verholfen haben. An ihrem letzten Arbeitstag soll sie Medienberichten zufolge mit dem Häftling, den die Polizei als „extrem gefährlich“ beschreibt, durchgebrannt sein.

Gegen die 56-jährige Gefängniswärterin wurde nach Angaben von Rick Singleton, Sheriff des Bezirks Lauderdale County, Haftbefehl erlassen. Ihr werde demnach vorgeworfen, die Flucht eines nicht mit ihr verwandten Inhaftierten „erlaubt oder erleichtert zu haben“. Seit Tagen läuft die Suche in den USA unter Hochdruck. Für Hinweise winkt eine Belohnung von 10.000 Dollar.

Fahndung in den USA: Gefängniswärterin soll Häftling zur Flucht verholfen haben

Die Gefängnisaufseherin soll den Häftling unter dem Vorwand, ihn zu einer psychologischen Untersuchung vor Gericht zu bringen, aus dem Gefängnis von Lauderdale County abgeholt haben. Vor Gericht sind die beiden jedoch nie angekommen. Zudem stellte sich heraus, dass es nie einen solchen Termin gegeben hatte. Die 56-Jährige hatte außerdem gegen die Regel verstoßen, wonach gefährliche Straftäter von mindestens zwei Beamten begleitet werden müssen.

Sheriff Singleton gab bei einer Pressekonferenz bekannt, dass es durchaus sein könne, dass die beiden gesuchten Personen eine Beziehung hätten, sicher sei dies jedoch nicht. „Wir wissen, dass sie teilgenommen hat“, sagte der Sheriff über die Flucht des Häftlings. „Ob sie es willentlich gemacht hat, oder ob sie irgendwie gezwungen oder bedroht wurde, sich an diesem Ausbruch zu beteiligen, ist nicht wirklich sicher.“

USA: Gefängnisaufseherin soll mit inhaftiertem Mörder durchgebrannt sein

Die Gefängnisaufseherin soll ihre Kollegen davon überzeugt haben, dass sie die einzige verfügbare Beamtin mit Schusswaffenlizenz sei, um den mehr als zwei Meter großen und 118 Kilogramm schweren Häftling zum Gericht zu bringen. Der 38-jährige Gefangene sei dann nach Angaben des Sheriffs mit Hand- und Fußfesseln in einen Streifenwagen gesetzt worden. Dieser sei später verlassen auf einem Parkplatz gefunden worden. Wie die Behörden mitteilen, gebe es gleich mehrere Hinweise auf eine Komplizenschaft der Aufseherin, die an dem Tag der Flucht ihren letzten Arbeitstag vor dem Ruhestand gehabt haben soll. Sie hatte zudem einen Monat zuvor ihr Haus verkauft. (Helena Gries)

In einer U-Bahn-Station in New York sind mehrere Schüsse gefallen, die Polizei nimmt einen verdächtigen Mann fest. Seine Gewaltphantasien hatte er zuvor veröffentlicht.

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