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News-Ticker

Hochhaus in Florida: Zahl der Todesopfer auf elf gestiegen – Noch 150 Vermisste

  • Ute Fiedler
    VonUte Fiedler
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  • Isabel Wetzel
    Isabel Wetzel
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Die Zahl der Todesopfer nach dem Hauseinsturz in Miami, Florida steigt. Einem Bericht zufolge wusste der Oberste Baubeamte um die strukturellen Schäden des Mietshauses.

  • Florida, USA*: In Surfside nahe Miami ist ein Wohnhochhaus in sich zusammengebrochen.
  • Elf Todesopfer wurden bislang gefunden ‒ Mehr als 150 Menschen gelten weiter als vermisst.
  • Floridas Gouverneur Ron DeSantis hat mit der Unterstützung von US-Präsident Joe Biden* den Notstand ausgerufen.

Update vom Dienstag, 29.06.2021, 07.30 Uhr: Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida steigt die Zahl der Todesopfer weiter. Im Laufe des Montags sei in den Trümmern ein weiterer lebloser Körper gefunden worden, sagte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, am Montagabend (Ortszeit) an der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami. Die Zahl der Toten sei damit auf elf gestiegen. Die Zahlen seien im Fluss und würden sich weiter verändern, sagte Levine Cava voraus. 150 Menschen gelten ihr zufolge weiter als vermisst. Sie betonte, die Suche nach Opfern in den Trümmern gehe weiter.
 

Hochhaus in Florida: Mängel wohl seit Jahren bekannt

+++ 18.05 Uhr: Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida ist die Zahl der Todesopfer erneut gestiegen. Am Montag sei in den Trümmern ein weiterer lebloser Körper gefunden worden, sagte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, an der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami. Die Zahl der Toten sei damit auf zehn gestiegen. 151 Menschen gelten Levine Cava zufolge weiter als vermisst. Sie betonte, die Suche nach Opfern in den Trümmern gehe weiter.

Hochhaus in Florida: Mängel wohl seit Jahren bekannt

+++ 17.15 Uhr: Einem Bericht des Miami Herald zufolge wusste der Oberste Baubeamte der Stadt Surfside, Ross Prieto, bereits seit 2018 von großen strukturellen Schäden an den Champlain Towers. Dennoch habe er den Bewohnern im November 2018 mitgeteilt, dass das Gebäude „in sehr gutem Zustand“ sei, berichtet Miami Herald und beruft sich auf Protokolle einer Vorstandssitzung.

Noch immer wird nach dem Hochhaus-Einsturz in Surfside bei Miami nach Vermissten gesucht.

Prieto hat sein Amt vergangenes Jahr niedergelegt. Gegenüber Miami Herald gab er an, nichts von Mängelberichten zu wissen. Laut den Protokollen soll er jedoch den Bericht überprüft haben. Er wisse von all dem nichts, sagte er. Das sei 2018 gewesen. Zu weiteren Fragen schwieg er auf Anraten seines Anwalts.

Nach Hochhaus-Einsturz in Florida: Schwere Vorwürfe gegen ehemaligen Baubeamten

Wie Miami Herald weiter berichtet, soll Prieto nach der Vorstandssitzung eine E-Mail an den damaligen Stadtmanager Guillermo Olmedillo geschickt haben. Darin teilte er mit, dass es „sehr gut gelaufen“ sei und dass „die Resonanz von allen im Raum sehr positiv war“. Er sagte auch, er sei beeindruckt von dem proaktiven Ansatz des Eigentums-Verbandes für die bevorstehende Rezertifizierung.

Hochhaus-Einsturz in Surfside: Bürgermeistern bereitet Angehörige auf das Schlimmste vor

+++ 14.45 Uhr: Die Bürgermeisterin von Miami-Dade, Daniella Levine Cava, hat angekündigt, alle Gebäude im Miami-Dade County, die älter als 40 Jahre sind und mehr als fünf Stockwerke haben, überprüfen zu lassen. Das gleiche gelte für Gebäude, die von demselben Bauherren errichtet worden seien, der für die Champlain Towers verantwortlich zeichnet. So solle möglichen Problemen vorgebeugt werden, sagte Cava. Das berichtet Newsweek und beruft sich auf einen Artikel des Miami Herald.

Weiter erklärte Bürgermeisterin Cava, „sehr offene“ Gespräche mit den Angehörigen der zahlreichen Vermissten zu führen. Man bereite sie auf die Möglichkeit vor, keine Überlebenden mehr zu finden, so Cava.

Betroffene des Hochhaus-Einsturzes in Miami erhebt Vorwürfe

Währenddessen hat eine Betroffene des Hochhaus-Einsturzes Gouverneur Ron DeSantis von den Republikanern* vorgeworfen, nicht genug zu tun, um die mehr als 100 Vermissten zu finden. Sie wisse, dass er alles tue, was er könne, aber das sei nicht genug, sagte die Frau gegenüber Local 10 News. „Stellen Sie sich vor, Ihre Kinder wären dort drin.“

Die Bürgermeisterin von Miami-Dade County, Daniella Levine Cava, während eines Gebets für die Opfer der Katastrophe in Surfside bei Miami.

DeSantis Büro reagierte umgehend: Als Vater teile der Gouverneur den Schmerz der betroffenen Familien. Miami-Dade County habe einige der besten Ersthelfer der Welt. Sie hätten in den vergangenen Tagen rund um die Uhr unter gefährlichen Bedingungen nach den Vermissten gesucht, zitiert Newsweek aus der Erklärung DeSantis.

Hochhaus-Einsturz in Miami: Deutscher Experte über mögliche Ursache

Update vom Montag, 28.06.2021, 12.30 Uhr: Vier Tage nach dem Einsturz eines zwölfstöckigen Hochhauses in Surfside bei Miami werden noch immer etwa 150 Personen vermisst. Das berichtet die New York Times am Montag (28.06.2021). Die Suche läuft auf Hochtouren.

Darüber hinaus suchen Fachleute weiterhin fieberhaft nach der Ursache für das tragische Unglück in den USA. Sie gehen nach ersten Erkenntnisse davon aus, dass der Grund für den „progressiven Einsturz“ im unteren Teil des Gebäudekomplexes liegt - möglicherweise in oder unter der Tiefgarage, berichtet The New York Times. „Es scheint entweder am oder ganz in der Nähe des unteren Endes der Struktur zu beginnen“, sagte Ingenieur Donald O. Dusenberry gegenüber der Zeitung.

Nach dem Einsturz eines Hochhauses in Surfside bei Miami werden noch immer zahlreiche Menschen vermisst.

Hochhaus in Miami soll im Lauf der Jahre abgesunken sein

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung ist der Einsturz vermutlich nicht auf ein plötzliches Ereignis zurückzuführen. Jens Schneider, Professor für Statik an der Technischen Universität Darmstadt, führt als eine mögliche Erklärung die Lage des Hochhauses an. Das befindet sich laut SZ auf einer schmalen Landzunge zwischen Meer und einer wasserreichen Marschlandschaft.

Eine Studie aus dem Jahr 2020 hatte dokumentiert, dass das Hochhaus seit den 1990er-Jahren abgesunken sein muss, erläuterte Schneider gegenüber der SZ. „Und wenn sich so sehr ungleichmäßige Setzungen an dem Fundament einstellen, das die unterschiedlichen Gebäudeteile miteinander verbindet, dann kann es zu sogenannten Zwangsbeanspruchungen im Tragwerk darüber kommen, die sich bei hoher Materialbeanspruchung plötzlich entladen können“, sagte der Experte der Zeitung. Dadurch könnten Stützen an Stabilität verlieren. Den Behörden war die Studie laut Süddeutscher Zeitung bekannt. Unternommen worden sei jedoch nichts. 

Hochhaus in Florida eingestürzt: Zahl der Todesopfer steigt weiter

Erstmeldung vom Sonntag, 27.06.2021, 19.11 Uhr: Miami ‒ Nach dem Einsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses in Surfside bei Miami in Florida sind in den Trümmern weitere Todesopfer gefunden worden. Die Zahl der Toten sei damit auf neun gestiegen, sagte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, am Sonntag (27.06.2021). Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Seit mehreren Tagen suchen die Rettungskräfte in Florida in den Trümmern nach Verschütteten* - weiterhin in der Hoffnung, Überlebende zu finden. Die Rettungsteams sind dafür rund um die Uhr mit Spürhunden, Spezialkameras, Horchinstrumenten und schwerem Gerät im Einsatz.

Statt Überlebender wurden nun weitere noch nicht identifizierte „menschliche Überreste“ gefunden, erklärte Levine Cava am Wochenende. Konkreter wurde sie nicht. Vier der Toten seien bislang identifiziert worden. Das sei allerdings nicht einfach, betonte die Bürgermeisterin. Hier würden DNA-Tests genutzt. Von Angehörigen seien dazu DNA-Proben eingesammelt worden. Es ist zu befürchten, dass die Zahl der Todesopfer in den nächsten Tagen nach dem Unglück noch deutlich steigen dürfte.

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhochhauses in den USA, werden noch mehr als 150 Menschen vermisst.

USA: Champlain Tower in Florida eingestürzt - Suche nach Vermissten stockt

Der „Champlain Tower South“ mit rund 130 Wohneinheiten war in der Nacht zum Donnerstag (24.06.2021) teilweise eingestürzt. Die Menschen wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Nach Angaben von Levine Cava von Samstagabend (26.06.2021, Ortszeit) galten zuletzt 156 Menschen als vermisst. Es sei allerdings nicht sicher, ob sich die Vermissten zum Zeitpunkt des Unglücks alle in dem Gebäude aufgehalten hatten. Es handelt sich um eine Liste von Personen, die potenziell im Haus gewesen sein könnten. Viele Familien bangen um ihre Angehörigen.

Zwischenzeitlich hatte ein Feuer in den Trümmern die Suchaktion zusätzlich erheblich behindert. Die Rettungskräfte hatten zunächst Schwierigkeiten gehabt, den Ursprung des Brandes unter den Trümmern ausfindig zu machen, ihn zu isolieren und zu löschen. Dies habe die Suche nach möglichen Verschütteten sehr erschwert. Mittlerweile sei das Feuer aber unter Kontrolle und die Sucharbeiten kämen dadurch wieder besser voran. Die Einsatzkräfte hätten in den Trümmern eine Art Graben ausgehoben, um die Schuttberge besser durchkämmen zu können.

Bei dem Unglück in Surfside wurden mehrere Menschen verletzt. Mehr als 35 Personen konnten bislang gerettet werden.

Rettungskräfte haben nach dem Unglück im US-Bundesstaat Florida weitere Todesopfer in den Trümmern des eingestürzten Wohnhochhauses gefunden.

Tragisches Unglück in den USA: Ursache für Hauseinsturz weiter unklar

Die Ursache des teilweisen Einsturzes ist drei Tage nach dem Unglück weiterhin ein Rätsel. Der Wohnkomplex stammt aus den 1980er Jahren. Am Wochenende wurde zudem ein Inspektionsbericht aus dem Jahr 2018 öffentlich, in dem Experten mehrere Mängel an dem Gebäude aufgelistet hatten. Es handele sich um einen „großen strukturellen Schaden“ am Gebäude. Betonplatten seien durch einen Wasserschaden stark beschädigt gewesen. Ob die Mängel in Zusammenhang mit dem Einsturz in Florida stehen könnten, blieb offen.

Die Bürgermeisterin von Miami-Dade*, Levine Cava, betonte, ihr sei der Bericht zuvor nicht bekannt gewesen. Die Behörden gingen allen Hinweisen nach und der Ursache für das Unglück auf den Grund, damit so etwas nie wieder passiere, versprach sie. In der Zwischenzeit werde auch überprüft, ob andere ähnlich alte Gebäude sicher seien. Der Bürgermeister von Surfside, Charles Burkett, sagte, ein nahe gelegenes Gebäude, das etwa zur gleichen Zeit vom gleichen Bauunternehmen errichtet worden sei, werde besonders inspiziert. Für Bewohner, die sich bis zum Abschluss der Inspektion nicht sicher in dem Gebäude fühlten, werde eine alternative Unterbringung angeboten.

Hilfe nach Einsturz von Wohnhaus in Florida: Joe Biden bestätigt Notstand

Um zusätzliche Mittel und Material nach dem Unglück freizugeben, hatte Floridas Gouverneur Ron DeSantis den Notstand ausgerufen. Dieser wurde von Präsident Joe Biden bereits am Freitag (25.06.2021) bestätigt, um so auch Bundesmittel zur Verfügung stellen zu können. (iwe/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © David Santiago/imago

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