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Wahlkampf in den USA - Trump
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Donald Trump unterstützt Republikaner, die seine Agenda fördern. Der „Special Guest“ einer kommenden Kundgebung fällt dabei mit Verschwörungs-Ideologie auf. (Archivbild)

Ex-Präsident gibt nicht auf

Donald Trump: Kundgebung in Arizona mit „Special Guest“ aus Q-Anon-Kreisen

  • Vincent Büssow
    VonVincent Büssow
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Donald Trump fährt nach Arizona, um dort seine Mär vom großen Betrug bei der US-Wahl weiterzuspinnen. Dafür holt er sich prominente Hilfe.

Florence – Donald Trump setzt seine Kampagne in den USA fort. Der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten ist seit der verlorenen Wahl im vergangenen Jahr auf Tour, um politische Anhänger:innen zu unterstützen und den Grundstein für eine eventuelle Kandidatur im Jahr 2024 zu legen. Bei seiner nächsten Kundgebung geht Trump nun einen weiteren Schritt in Richtung von Verschwörungsglauben und Extremismus.

Am Samstag (15.01.2022) will Donald Trump im Rahmen seiner sogenannten „Save America“-Kampagne in Florence, Arizona sprechen. Die Liste der Gastredner:innen sorgt dabei bereits im Vorfeld für Aufmerksamkeit. Es ist kein Geheimnis, dass Trump seinen Einfluss in der Republikanischen Partei nutzt, um seine Erzählung der gestohlenen Präsidentschaftswahl zu untermauern. In Arizona sollen dementsprechend Gäste sprechen, die diese erwiesenermaßen falsche Behauptung unterstützen, wie die Nachrichtenseite Axios berichtet. Bei einem Beteiligten bestehen allerdings weitgehend tiefere Verbindungen in die Szene der Verschwörungsgläubigen in den USA.

USA: „Special Guest“ von Donald Trump hat Verbindungen zum QAnon-Netzwerk

Der Republikaner Mike Finchem ist Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Arizona. In diesem Rahmen erhält er Unterstützung von Donald Trump, der ihn als „Special Guest“ auf die anstehende Kundgebung in Arizona eingeladen hat. Der Fall Finchem zeigt erneut, dass Trump seine Gunst nur denjenigen anbietet, die seine Agenda fördern: Der Republikaner war am 06. Januar an der Prozession beteiligt, die zum Sturm auf das Kapitol in den USA führte. Im Nachhinein bezeichnete Finchem den Angriff auf Twitter als das, „was passiert, wenn die Menschen sich ignoriert fühlen“, wie das US-Portal Mother Jones schreibt.

NameMark Finchem
ParteiRepublikaner
AmtAbgeordneter im Repräsentantenhaus von Arizona
Im Amt seit05.01.2015

Vor allem ist der Trump-Anhänger Finchem allerdings mit Aussagen aufgefallen, die im Netzwerk der QAnon-Verschwörungsgläubigen wiederzufinden sind. So sprach der Abgeordnete in einem Interview mit Victory Media von einem „Pädophilie-Netzwerk“, in dem „eine ganze Menge an gewählten Amtsträgern involviert“ seien. Dieses Zitat deckt sich mit den Ideen von QAnon, die Donald Trump als Kämpfer gegen den verschworenen Eliten-Ring wahrnehmen. Finchem war in der Vergangenheit außerdem an Veranstaltungen beteiligt, die von bekannten Personen aus der QAnon-Szene ausgetragen wurden, wie das Nachrichtenportal Rawstory berichtet.

Donald Trump setzt Kampagne in den USA fort: Agenda spaltet die Republikaner

Neben Mark Finchem ist außerdem die US-Republikanerin Kari Lake zu Gast auf der Trump-Kundgebung. Lake kandidiert als Gouverneurin in Arizona und hatte in der Vergangenheit behauptet, dass sie als Amtsträgerin Joe Biden nicht als Sieger der Präsidentschaftswahl bestätigt hätte, wie Mother Jones meldete. Weitere Gäste der Veranstaltung am Samstag sind die Abgeordneten Paul Gosar, Andy Biggs und Debbie Lesko aus Arizona, die alle gegen die Bestätigung von Bidens Wahlsieg gestimmt hatten.

Was mit Republikaner:innen passiert, die der Agenda des ehemaligen Präsidenten nicht folgen wollen, zeigte sich erst vor Kurzem: Nach Kritik bezeichnete Donald Trump einen Senator als „Idiot“. (vbu)

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