Memoiren

Donald Trump: Kim Jong Un soll mit Ex-Pressesprecherin Sanders geflirtet haben

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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In einem Buch erzählt die Ex-Pressesprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, von einer unangenehmen Nacht in Singapur. Donald Trump soll sich über den Vorfall lustig gemacht haben.

  • Sarah Sanders, die ehemalige Pressesprecherin des Weißen Hauses veröffentlicht ihre Memoiren.
  • In ihrem Buch erzählt sie, Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sie bei einem Treffen mit Donald Trump angemacht haben soll
  • Sanders war schockiert. Donald Trump fand es lustig und soll mit seinem Stab überlegt haben, wie man Kim Jong Uns Gefühle für die USA nutzen könne

Erst kürzlich gaben mehrere Enthüllungsbücher brisante Einblicke in die vielschichten Beziehungen der Familie Trump. Sowohl Donald Trumps Nichte Mary, als auch eine ehemalige Freundin seiner Frau Melania Trump hatten nicht viel Gutes über den US-Präsidenten und seine Verwandten zu sagen.

Nun wird erneut ein Buch veröffentlicht. Am nächsten Dienstag (08.09.2020) erscheinen die Memoiren der ehemaligen Pressesprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders. Unter Präsident Donald Trump hielt sie die Rolle zwei Jahre lang. Das Buch trägt den Titel „Speaking for Myself“ („Für mich selber sprechen“) und soll einen Einblick hinter die Kulissen des Präsidentensitzes geben. Die britische Zeitung „The Guardian" erhielt bereits eine Kopie im Voraus und veröffentlicht erste Details.

Donald Trumps ehemalige Pressesprecherin Sarah Sanders sagt, dass Kim Jong Un sie angemacht habe.

Donald Trump: Ex-Pressesprecherin Sarah Sanders erzählt von Flirtversuchen von Kim Jong Un

Anders als die meisten Enthüllungsbücher verrate es weder Details, die den Präsidenten in Bedrängnis könnten, noch soll es alle buchstäblichen Brücken abreißen. Vielmehr seien Sarah Sanders‘ Memoiren eine Lobrede an Donald Trump von einer loyalen Unterstützerin, heißt es in „The Guardian“. Dennoch gehen viele Passagen auf grobes und sexistisches Verhalten des Präsidenten und seiner führenden Berater ein. Ein hochrangiges Treffen in Singapur zwischen Donald Trump und Nordkoreas Herrscher Kim Jong Un, das in Sanders Buch Erwähnung findet, birgt besonders viel Brisanz.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un soll versucht haben, mit Sarah Sanders zu flirten.

Donald Trump soll Kim Jong Un ein Tic Tac angeboten haben, der jedoch nur zögerlich akzeptierte, unter der Annahme, es sei Gift. Das Gespräch zwischen beiden soll sich um Sport gedreht haben, insbesondere um Frauenfußball. Sanders, schreibt sie, blickte auf und bemerkte einen starrenden nordkoreanischen Staatsführer. „Wir hatten direkten Augenkontakt. Kim nickte und zwinkerte mich anscheinend an“, heißt es. „Ich war sprachlos [...] Was ist gerade passiert? Kim Jong Un hat mich sicherlich nicht gerade angemacht?“

Donald Trump: US-Präsident amüsiert sich über Sarah Sanders und Kim Jong Un

Später, in der Limousine des Präsidenten, soll Sanders vom Vorkommnis erzählt haben. „Kim Jong Un hat dich angemacht“, soll Trump hocherfreut gesagt haben. „Er hat‘s gemacht. Er hat dich verdammt noch mal angemacht.“ „Sir, bitte hören Sie auf“, sagte Sanders. Doch auch der ehemalige Stabschef des Weißen Hauses, John Kelly, habe seine Witze gemacht. Trump selbst soll zu Sanders gesagt haben: „Das war es also, Sarah. Du gehst nach Nordkorea und opferst dich für das Team. Dein Mann und deine Kinder werden dich zwar vermissen, aber für dein Land wirst du ein Held sein.“ Trump und Kelly sollen vor Lachen regelrecht gebrüllt haben.

Sarah Sanders war zwei Jahre lang Pressesprecherin im Weißen Haus.

Die Pressesprecher*innen im Weißen Haus unter US-Präsident Donald Trump:

NameIm Amt vonIm Amt bis
Sean Spicer20. Januar 201721. Juli 2017
Sarah Sanders26. Juli 20171. Juli 2019
Stephanie Grisham1. Juli 20197. April 2020
Kayleigh McEnany7. April 2020weiterhin

Donald Trump: Buch von Sarah Sanders soll ein Einblick hinter die Kulissen sein

Das besagte Treffen zwischen Donald Trump und Kim Jong Un fand im Juni 2018 in Singapur statt. Anlass war das nordkoreanische Atompogramm und eine mögliche Denuklearisierung Koreas. Es war zudem die erste offizielle Begegnung zwischen einem US-Präsidenten und einem nordkoreanischen Staatsführer seit Gründung der Volksrepublik 1948.

Das Buch einer ehemaligen Freundin von Melania Trump wirft ein neues Licht auf die Beziehung zwischen der First Lady und ihrer Tochter Ivanka. Auch Donald Trumps Nichte Mary veröffentlichte ein Buch über die Familie. (Von Lukas Rogalla)

Ein Buch von Michael Cohen, ehemaliger Anwalt von Donald Trump, geht tiefer auf Trumps Rassismus und Hass auf Barack Obama ein.

Rubriklistenbild: © JOE RAEDLE

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