1. Startseite
  2. Panorama

Rapper Kanye West will Trump-Netzwerk kaufen

Erstellt:

Von: Nadja Austel

Kommentare

Kanye West will das rechte Online-Netzwerk Parler übernehmen, das sich bei Trump-Anhängern in den USA etabliert hatte – für das Recht, sich „frei zu äußern“.

New York – Der bekannte Rapper Kanye West aus den USA will das rechte Online-Netzwerk Parler kaufen. „In einer Welt, in der konservative Meinungen als kontrovers gelten, müssen wir sicherstellen, dass wir das Recht haben, uns frei zu äußern“, zitierte das Unternehmen hinter Parler den Musiker am Montag (17. Oktober) in einer Mitteilung.

Parler hatte sich in den vergangenen Jahren besonders bei Anhängern des ehemaligen Präsidenten der USA, Donald Trump, etabliert. Zum finanziellen Umfang der geplanten Übernahme durch Kanye West machte das Unternehmen der Plattform Parler zunächst keine Angaben.

Parler wurde bereits im Jahr 2018 gegründet und gewann massiv an Popularität, nachdem Trump infolge des Sturms auf das Kapitol am 6. Januar 2021 von Twitter und anderen Plattformen ausgeschlossen worden war. Das Netzwerk strebt nach eigenen Angaben danach, „die Zukunft der Meinungsfreiheit zu stärken“ und den „Kampf“ gegen „große Technologiekonzerne, eine übergriffige Regierung, Zensur und Cancel Culture“ zu führen.

Kanye West umarmt den damaligen US-Präsidenten Donald Trump.
Kanye West zeigt bereits seit Jahren seine Nähe zum ehemaligen Präsidenten der USA, Donald Trump. (Archivbild) ©  Ron Sachs/Zuma/APA-PictureDesk

USA: Rapper Kanye West will Plattform Parler kaufen

Kanye West war in seiner Nutzung bekannter Online-Netzwerke zuletzt wegen als antisemitisch eingestufter Beiträge – die auch Trump kürzlich öffentlich lieferte – ebenfalls eingeschränkt worden. Es ist auch nicht das erste Mal, dass er mit seiner Wortwahl provoziert. In einem langen Radiointerview 2018 sagte er über die Sklaverei in den USA, deren Opfer Schwarze Menschen waren, es sei deren Wahl gewesen – sie seien „mental gefangen“ gewesen.

Außerdem sorgte er mit umstrittenen Aktionen für Aufsehen, etwa als er Anfang des Monats mit einem Shirt mit der Aufschrift „White Lives Matter“ bei der Pariser Fashion Week auftrat. Der Slogan ist die reaktionäre Antwort auf „Black Lives Matter“, das in den USA nach dem Mord an George Floyd bekannt geworden war. Genutzt wird der Spruch „White Lives Matter“ von Gruppen wie der „Arischen Gesellschaft für Renaissance“ und dem Ku-Klux-Klan. (na/dpa)

Auch interessant

Kommentare