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Patronenhülsen liegen auf einer US-amerikanischen Flagge.
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Gehört für manche in den USA zusammen wie für andere Brot und Butter: Schusswaffen und die eigene Idee der Nation. In der Corona-Pandemie kann diese Einigkeit allerdings schon mal unter Beschuss geraten.

Steigende Fallzahlen

Corona in den USA: Waffenhersteller wollen großes Lobbytreffen der NRA boykottieren

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
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Während die USA eine weitere Infektionswelle verzeichnen, will die Waffenlobby-Organisation NRA eine große Konferenz veranstalten. Erste Waffenhersteller ziehen Konsequenzen.

Frankfurt a. M. – Anlässe gäbe es genug für US-amerikanische Waffenhersteller, am kommenden Jahrestreffen der Waffenlobby-Organisation NRA teilzunehmen: Die National Rifle Association feiert dieses Jahr ihr 150-jähriges Bestehen, und das für letztes Jahr geplante Treffen musste coronabedingt ausfallen. Damit ging nicht nur eine Gelegenheit zur Netzwerkpflege verloren, auch konnte man dem teils waffenvernarrten Publikum die Produktneuheiten nicht präsentieren können. Nach den wirtschaftlich einschneidenden, ersten Corona-Wellen will man den Absatz jetzt wieder ankurbeln. Dafür scheinen allerdings auch dieses Jahr ungünstige Bedingungen zu herrschen.

Einige Firmen, die sonst als Aussteller bei dem Lobbytreffen zugegen sind, haben einem Bericht des US-Onlinemediums The Daily Beast zufolge bereits angekündigt, dem Event in Texas fernzubleiben. Darunter seien Firmen wie Benelli USA, Browning, FN Herstal, Kimber Manufacturing, Savage Arms, Smith & Wesson, Springfield Armory, Sig Sauer sowie Sturm, Ruger & Company. Das hätten mit Firmeninterna vertraute Personen The Daily Beast gegenüber erklärt.

USA: Waffenhersteller wollen großem Branchentreffen fernbleiben – Sorge vor Corona

Seitens des italienischen Unternehmens Beretta sowie der deutschen Waffenschmiede Heckler & Koch gebe es zwar noch keine Absage, hier warte man aber nur darauf, dass die NRA das Event als Veranstalter selbst absagt – man wolle vermeiden, den Burgfrieden der Waffenliebhaberszene zu stören, so die Mutmaßung in The Daily Beast. Auch zwei Munitionshersteller sowie ein Bekleidungsunternehmen scheinen der Messe fernbleiben zu wollen. Man sei besorgt um „Gesundheit und Wohlbefinden unserer Mitarbeiter, Kunden und Partner“, begründet der Kleidungsherstellers 5.11 Tactical seine Entscheidung. Ähnlich klingen auch die unter der Hand kommunizierten Bedenken anderer Unternehmen aus der Branche.

Die USA erleben eine weitere Welle von Corona-Infektionen. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz beträgt laut Johns-Hopkins-Universität derzeit mehr als 300. Längst dominiert auch hier die gefährlichere Delta-Variante das Infektionsgeschehen.

Waffenlobby-Organisation NRA will Jahrestreffen in Präsenz veranstalten – Aussteller ziehen sich zurück

Das jährliche Treffen habe in den vergangene Jahren regelmäßig mehr als 70.000 Besucher:innen angezogen, heißt es bei The Daily Beast. Mit dem Wandel der Republikanischen Partei unter dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump sei es in den letzten Jahren zu einer immer stärkeren Verzahnung von Waffenlobby, -fans und dem politisch konservativen Spektrum gekommen. So will das Medienunternehmen Newsmax als einziges größeres Medienunternehmen einen Stand auf dem Treffen in Texas betreiben. Der Sender war bereits nach der US-Wahl 2020 mit irreführender und manipulativer Berichterstattung ganz im Sinne Trumps Betrugs-Märchen aufgefallen. (mp)

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