USA-Ticker

Corona in den USA: Alarmierende Zahlen - Arbeitslosigkeit in den USA steigt weiter an

Trump-Berater Jared Kushner sieht das Handeln der Regierung in der Corona-Pandemie trotz 170.000 Toten als Erfolg. Die Arbeitslosenzahlen in den USA steigen weiter an. Der News-Ticker.

  • Mehr als 170.000 Menschen sind in den USA an den Folgen des Coronavirus gestorben.
  • Für Trump-Berater Jared Kushner ist die Antwort der US-Regierung auf Corona dennoch ein Erfolg.
  • Neue Infektionszahlen und Meldungen zum Coronavirus in den USA im News-Ticker.

+++ 16.15 Uhr: Die Arbeitslosenzahlen in den USA sind weiter gestiegen, wie unter anderem CNBC vermeldet. Nach Angaben der US-Behörden sei die Zahl auf 1,106,000 gestiegen, was ein Anstieg von 135.000 im Vergleich zur Vorwoche bedeutet.

Die Arbeitslosenzahl ist in den USA weiter gestiegen.

Nachdem Verhandlungen mit den Demokraten über einen Anstieg der Arbeitslosenhilfe auf 600 Dollar pro Woche geplatzt waren, hatte Donald Trump per Dekret Corona-Hilfen von 400 Dollar erlassen, wie die Tagesschau berichtet.

Corona in den USA: Ausbrüche an mehreren Universitäten

Update vom Donnerstag, 20.08.2020, 10.59 Uhr: An mehreren Universitäten in den USA hat es größere Corona-Ausbrüche gegeben. Nur zwei Wochen nach dem Semesterbeginn hat die University of Notre Dame im Bundesstaat Indiana auf ihrem Campus bereits 222 Neuinfektionen mit dem Coronavirus zu verzeichnen. Die Vorlesungen für etwa 12.000 Studierende sollen die nächsten zwei Wochen lang online stattfinden, wie die Universität am Mittwoch bestätigte.

USA: Corona-Ausbrüche an Unversitäten in North Carolina und Indiana

Auch die University of North Carolina meldete nach 954 Tests etwa 135 Infektionen bei Studenten und Lehrern. Innerhalb einer Woche sei die Rate der positiven Tests von 2,8% auf 13,6% gestiegen. Auch in North Carolina werden die Vorlesungen nun online stattfinden.

In den USA gibt es 5,4 Millionen bestätige Infektionen mit dem Coronavirus. Mehr als 171.000 Amerikaner sind an den Folgen von Covid-19 bereits verstorben.

Corona in den USA: 170.000 Tote für Kushner „ein Erfolg“

Erstmeldung vom Mittwoch, 19.08.2020, 19.20 Uhr: Washington D.C. - Der Chefberater und Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, hat die Reaktion der US-Regierung auf das Coronavirus als einen Erfolg beschrieben, trotz Hunderter Todesfälle pro Tag. In einem Interview bei CNN stellte sich Kushner den Fragen von Journalist Wolf Blitzer.

Zu Beginn spielte Blitzer Kushner ein Video ab, das aus April stammt. Kushner prognostizierte damals, dass die USA die Corona-Pandemie im Juli nach einer „großartigen Erfolgsgeschichte“ schon gemeistert haben würden.

Jared Kushner, Berater und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump auf dem Rasen des Weißen Hauses.

Corona in den USA: Antwort der Regierung für Kushner ein Erfolg

„Aufgrund dieser Pandemie über die letzten fünf oder sechs Monate sind nun 170.000 Amerikaner tot“, sagte Blitzer. „Würden Sie 170.000 tote Amerikaner immer noch eine Erfolgsgeschichte nennen?“

„Ja“, antwortete Kushner prompt. „Schauen Sie, es hat eine Menge Herausforderungen gegeben. Es ist eine globale Pandemie mit vielen noch nie da gewesenen Herausforderungen." In der Anfangsphase der Pandemie hätten die Leute nicht gewusst, was zu erwarten sei. In verschiedenen Bundesstaaten sei viel passiert, so Kushner. Dennoch hätte Präsident Trump schnell die notwendigen Materialien zusammenbekommen.

Corona in den USA: Mehr als 170.000 Infizierte

„Ich werde dich einfach ausquetschen, Jared. Eintausend Amerikaner, die am Tag sterben ist kein Erfolg, stimmts?“ Kushner sagte darauf, dass jeder Amerikaner, der stirbt, einer zu viel sei. Dennoch seien die Zahlen im Vergleich zu April gesunken. Dann versuchte er Blitzer zu überreden, das Thema zu wechseln.

Corona in den USA: Jared Kushner lobt US-Präsident Donald Trump

Vor allem lobte Kushner dann doch noch Präsident und Schwiegervater Donald Trump, der Leute dazu ermutigt haben soll, Abstand voneinander zu halten und Masken zu tragen. Trump wurde allerdings selber dafür kritisiert, lange keine Maske getragen zu haben. Zudem lud er Tausende Fans zu seinen Auftritten ein, bei denen nur wenige Leute eine Maske tragen oder Abstand hielten.

Auch soll Trump, sagte Kushner, die Erforschung einer Impfung für das Coronavirus erfolgreich vorantreiben. Obwohl mehrere Impfstoffe in der Testphase sind, empfehlen Mediziner, sie nicht überstürzt herauszugeben. Viele Tests seien erst noch erforderlich

Rubriklistenbild: © Justin Lane

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