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Nach Alabama - drastischer Anstieg von Corona-Infektionen auch an Universität in Iowa

  • Teresa Toth
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Die USA sind Corona-Hotspot. In Alabama stecken sich hunderte Studierende und Angestellte der Universität mit dem Virus an. Auch an der Universität Iowa sind zahlreiche Personen infiziert.

  • Das Coronavirus hat vor allem die USA schwer getroffen.
  • Mehrere hundert Menschen an einer Universität im US-Bundesstaat Alabama werden positiv getestet.
  • Auch an einer Universität in Iowa sind über hundert Personen infiziert.

+++ 20.02 Uhr: Nachdem die Infektionszahlen nach der Öffnung der Universitäten im US-Bundesstaat Alabama drastisch in die Höhe gegangen sind, meldet nun auch Iowa einen deutlichen Anstieg der Corona-Infektionen. CNN zufolge soll die Iowa State University bereits nach der ersten Unterrichtswoche 130 Infektionen mit Covid-19 gemeldet haben.

Damit stieg die Rate der Corona-Infektionen deutlich an, was vermutlich mit dem vermehrten Präsenzunterricht zusammenhängt. Nur etwa ein Drittel der Veranstaltungen der Universität finden rein virtuell statt. Die Covid-19-Koordinatorin der Universität, Kristen Obbink, zeigt sich dennoch zuversichtlich: „Wir verfügen auch über ausreichende Isolations- und Quarantänewohnungen“.

Die Zahl der mit Corona infizierten Menschen in Florida steigt weiterhin an

+++ 17.52 Uhr: Florida zählt zu den am stärksten von Covid-19 betroffenen Bundesstaaten in den USA. Laut CNN soll das Gesundheitsministerium in Florida am Montag (24.08.2020) 2673 neue Infektionen sowie 183 weitere Todesfälle gemeldet haben. Damit haben sich insgesamt bisher 605.502 Menschen in Florida mit dem Coronavirus angesteckt. 10.580 starben bereits an dem Virus. Die am stärksten von dem Virus betroffenen Regionen in Florida sind Miami-Dade, Broward sowie Palm Beach.

Corona in den USA: Massiver Ausbruch an einer Universität in Alabama

+++ 13.06 Uhr: Obwohl die Infektionszahlen in den USA weiter drastisch steigen, öffnen in einigen Bundesstaaten bereits wieder Schulen und Universitäten. So auch in dem US-Bundesstaat Alabama. Weniger als eine Woche nach der Wiederöffnung meldete die Universität Alabama 566 Corona-Fälle unter den Studierenden und Mitarbeiter*innen. Das hat der Nachrichtensender „cnn“ vermeldet.

531 der betroffenen Personen studieren oder arbeiten an dem Hauptcampus der Universität in Tuscaloosa. Die restlichen Fälle wurden in Birmingham, Huntsville sowie unter Mitarbeitenden der zur Universität zugehörigen Klinik registriert. Der Präsident der University of Alabama forderte nach dem rasanten Anstieg der Covid-19-Infektionen alle Studierenden und Mitarbeiter*innen dazu auf, gemeinsam an einer Eindämmung der Verbreitung des Virus zu arbeiten.

Corona in den USA: Jared Kushner soll über 600.000 Dollar verschwendet haben

+++ 10.20 Uhr: Jared Kushner, Chefberater und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, soll in der Corona-Krise die Lieferung von 45 Beatmungsgeräten aus Russland in die USA ermöglicht haben. Der Haken an der Sache: Alle 45 Beatmungsgeräte sollen nicht funktionstüchtig gewesen sein. Das berichtet „Business Insider“ unter Berufung auf einen Bericht von „The Daily Beast“.

Jared Kushner, Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, im Weißen Haus.

Doch die Lieferung soll nicht nur die nicht funktionierenden Beatmungsgeräte enthalten haben. Jared Kushner, der Ehemann von Ivanka Trump und wie sie als Berater des US-Präsidenten tätig, hat wohl auch medizinische Versorgungsgüter bestellt, die eigentlich nicht von Krankenhäusern genutzt werden, beispielsweise Haushaltsreinigungshandschuhe. Das Ganze soll dem Bericht zufolge 660.000 US-Dollar gekostet haben.

Jared Kushner habe die Bestellung von medizinischer Ausstattung abgesichert – dank seiner guten Beziehungen zu Kirill Dmitriev. Dieser ist Geschäftsführer des Russian Direct Investment Fund, einer staatlichen russischen Kapitalbeteiligungsgesellschaft, die eigentlich zumindest teilweise US-Sanktionen unterliegt.

Blutplasma gegen Covid-19: Donald Trump spricht von historischem Durchbruch

Update vom Dienstag, 25. August 2020, 7.05 Uhr: Die Corona-Pandemie hat in den USA mittlerweile mehr als 173.000 Menschen das Leben gekostet. Über 5,7 Millionen Menschen haben sich seit Beginn des Jahres mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus Zahlen der Johns-Hopkins-Universität hervor.

Gleichzeitig wird die von der US-Regierung erteilte Notfallgenehmigung für die Behandlung von Covid-19 mit Blutplasma von zahlreichen Experten und Wissenschaftlern kritisiert. Peter Lurie, ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter der US-Arzneimittelbehörde, nannte die vom Weißen Haus verbreiteten Zahlen zur Blutplasma-Behandlung gegenüber der New York Times „absolut unglaubwürdig".

US-Präsident Donald Trump hatte die Behandlung mit Blutplasma am Montag noch als historischen Durchbruch gefeiert. Unterstützt wurde Trump dabei vom Chef der Arzneitmittelbehörde (FDA), Stephen Hahn, unterstützt. Am Montagabend (Ortszeit) ruderte Hahn dann zurück. Via Twitter gestand Hahn ein, dass er die Wirkung der Behandlung gegen Covid-19 übertrieben habe. „Die Kritik an meinen Aussagen ist absolut gerechtfertigt", schrieb Hahn im Kurznachrichtendienst.

US-Präsident Donald Trump wird bei einer Pressekonferenz von FDA-Chef Stephen Hahn beobachtet.

Corona in den USA: US-Bundesstaat mit massivem Infektionsausbruch

+++ 20.00 Uhr: In der Stadt Danbury im US-Bundesstaat Connecticut steigt die Zahl der Corona-Infektionen drastisch an. Laut dem neusten Covid-19-Update von Gouverneur Ned Lamont wurde der Anstieg vor allem durch Reisen im In- und Ausland ausgelöst. Innerhalb eines knappen Monats wurden in Danbury laut „cnn.com“ mindestens 178 neue Corona-Infektionen gemeldet, was einer Zunahme der gemeldeten Fälle um 345 Prozent entspricht.

Das Gesundheitsamt reagierte auf den massiven Ausbruch mit einer Warnung für die Stadt in Connecticut. Die Bürger und Bürgerinnen sind dazu angehalten, sich so schnell wie möglich testen zu lassen, falls die Möglichkeit besteht, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben.

Corona in den USA: Donald Trump erteilt Notfallgenehmigung

Update vom Montag, 24.08.2020, 05.20 Uhr: Die US-Regierung erteilt eine Notfallgenehmigung für die Behandlung der Erkrankung Covid-19 mit Blutplasma, das Antikörper gegen das Coronavirus enthält. Bei der sogenannten Immunplasma-Therapie bekommen Patienten Plasma von Menschen, die nach einer natürlichen Infektion Antikörper gebildet hatten. Plasma wird seit über 100 Jahren genutzt und gilt als sicher für Patienten. Bislang noch unklar ist aber, wie wirksam Plasma tatsächlich ist, um die Covid-Sterblichkeitsrate zu senken. Der Chef der zuständigen Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA), Stephen Hahn, sprach von begrenzten, aber bislang „vielversprechenden“ Daten zur Wirksamkeit.

Bis Dezember könnte das Coronavirus mehreren hunderttausend Menschen in den USA das Leben gekostet haben.

US-Präsident Donald Trump, der zuletzt öffentlich Druck auf die Behörde gemacht hatte, um schnellere Fortschritte verkünden zu können, bezeichnete die Notfallgenehmigung als „sehr historischen Durchbruch“. Trump dürfte die Ankündigung vom Sonntagabend (Ortszeit) sehr gelegen kommen: Am Montagabend beginnt der Parteitag der Republikaner, bei dem er diese Woche offiziell als Kandidat für die Wahl im November nominiert werden soll.

Corona in den USA: Forscher der Universität Washington veröffentlichen beunruhigende Prognose

Update vom Sonntag, 23.08.2020, 13.30 Uhr: In den USA sind weltweit die meisten Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Alleine am Samstag (22.08.2020) meldete die Johns Hopkins Universität 44.572 neue Infektionen sowie 983 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden. Damit sind insgesamt 5,6 Millionen Menschen in den USA von Covid-19 betroffen. Laut einer neuen Prognose kann die Zahl in den nächsten Monaten rasant ansteigen und Zahl der Todesopfer enorm zunehmen.

Breitet sich das Virus weiterhin so schnell aus wie bisher, könnten Forschern der Universität Washington zufolge bis Dezember insgesamt fast 310.000 Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sein. Das sind etwa 15.000 mehr als bisher angenommen. Mit einem aktualisierten Modell erklärten die Forscher, dass sich die Zahl der Todesopfer jedoch auf 240.000 reduzieren könnte, wenn die Menschen in der Öffentlichkeit konsequent eine Maske tragen würden.

Corona: Bill Gates warnt vor Versagen der USA

Das Coronavirus wird noch weiter fatale Auswirkungen haben, behauptet der Microsoft-Gründer und Milliardär Bill Gates in einem Interview mit „The Economist“. Dabei kritisiert er die USA scharf.

„Das Schlimmste kommt noch auf uns zu“, warnt der 64-Jährige. Besonders in Ländern, in denen das Gesundheitssystem unterentwickelt und für viele Menschen nicht zugänglich ist, seien die Folgen von Corona am meisten zu spüren.

Der Microsoft-Gründer und US-Mäzen Bill Gates hat sich erstmals seit dem Ausbruch des Coronavirus über Verschwörungstheorien geäußert.

Corona in den USA: Bill Gates sieht die „Freiheit“ kritisch

Die USA, so Bill Gates, seien jedoch von spezifischen Problemen betroffen. Politik und Verschwörungstheorien würden dazu beitragen, die Corona-Pandemie zu verkomplizieren. Gates nimmt die Unterstützer von US-Präsident Donald Trump als Beispiel. Sie würden den Begriff der „Freiheit“ benutzen, um politische Statements zu setzen. Viele setzen sich aufgrund ihrer „Freiheit" über die Maskenpflicht oder Abstandsregeln hinweg, um ihren Ärger und Widerstand offen zu zeigen.

Auch wenn Joe Biden die Präsidentschaftswahl im November 2020 gewinnen sollte, rechnet Bill Gates nicht unbedingt damit, dass jeder anfangen wird, eine Maske zu tragen. „Es ist schwer vorzustellen, dass Vertrauen aufgebaut und ein verbessertes Verhalten erreicht wird“, sagte Gates. Wenn überhaupt, ließen sich Fortschritte nur schrittweise zeigen. China hätte aufgrund des autoritären Führungsstils hingegen „einen sehr guten Job geleistet, das Coronavirus zu unterdrücken“.

Corona in den USA: Bill Gates macht Hoffnung auf Ende der Pandemie

Mit einer Prognose macht Bill Gates jedoch Hoffnung: Ende 2021 könnte bereits ein effektiver Impfstoff in Massenproduktion sein. Dann würde sich die Corona-Pandemie dem Ende zuneigen. Etwa 5,6 Millionen Menschen haben sich in den USA offiziell mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 170.000 sind an den Folgen von Covid-19 gestorben. Jeden Tag sterben derzeit rund 1.000 Weitere. (Lukas Rogalla)

Der neue Pandemie-Berater von US-Präsident Donald Trump ist von der Herdenimmunitäts-Strategie überzeugt. Scott Atlas Plan soll vorsehen, etwa 70 Prozent der Bevölkerung mit Corona zu infizieren.

Rubriklistenbild: © Uwe Zucchi

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