Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

USA

Boeing-777: Triebwerk zerfällt in der Luft – Flugzeuge müssen am Boden bleiben

  • Friederike Meier
    vonFriederike Meier
    schließen

Nach dem Debakel mit der Boeing-737-Max müssen erneut Flugzeuge des US-Herstellers am Boden bleiben. Am Samstag zerfällt kurz nach dem Start ein Triebwerk.

  • Bei Denver, Colorado, in den USA musste eine Boeing-777-Maschine notlanden, nachdem ein Triebwerk Feuer gefangen hatte.
  • 128 Maschinen des Typs Boeing-777 müssen vorerst am Boden bleiben.
  • Nach dem Debakel mit der Boeing-737-Max ist das eine weitere Schlappe für den US-Flugzeug-Konzern.

Washington D.C. – Der US-Flugzeughersteller Boeing kommt aus den Krisen nicht mehr heraus. Nachdem am Wochenende ein Triebwerk eines Flugzeugs vom Typ Boeing-777 der US-Gesellschaft United Airlines brannte und zerfiel, hat Boeing nun seine Kunden dazu aufgerufen, 128 Maschinen des gleichen Typs zunächst nicht zu verwenden. Die US-Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA ordnete Untersuchungen an.

Am Samstag war das Triebwerk einer Boeing-777 nach dem Start in der Stadt Denver, Colorado, auseinandergefallen und abgebrannt. Flugzeugteile stürzten in ein Wohngebiet. Ein Anwohner des Denverer Vororts Broomfield, der gerade Basketball spielte, sagte dem US-Nachrichtensender „CNN“: „Als wir hochschauten, sahen wir eine riesige schwarze Rauchwolke im Himmel. Gleich darauf folgte was aussah wie Teile des Flugzeugs, die einfach abgingen.“ Die Flugzeugteile verteilten sich eine Meile weit in dem Stadtteil.

Boeing-777: 128 Flugzeuge müssen am Boden bleiben

Das Flugzeug, das mit 241 Passagier:innen auf dem Weg nach Honolulu im US-Bundesstaat Hawaii gewesen war, musste notlanden. Wenige Minuten nach dem Start setzte der Pilot einen Notruf ab, da das rechte Triebwerk ausgefallen war. Auf Videoaufnahmen eines Passagiers war zu sehen, dass die Verkleidung des brennenden Triebwerks abgefallen war. Verletzt wurde niemand, weder im Flugzeug noch auf dem Boden.

Flugzeug-Teile des Triebwerks einer Boeing-777 liegen auf einer Wiese in Broomfield bei Denver, Colorado.

Bei den Flugzeugen, die laut Boeing nun am Boden bleiben sollen, handle es sich um Boeing-777-Maschinen mit 4000-112-Triebwerken des Herstellers Pratt & Whitney. 69 davon würden derzeit geflogen, 59 weitere stünden in den Hangars.
Die Airlines United, Asiana aus Südkorea, Japan Airlines (JAL) und All Nippon Airways (ANA) erklärten, sie würden ihre 777 mit Pratt & Whitney-Triebwerken vorerst am Boden lassen - es sind insgesamt 63 Maschinen.

Untersuchung bei Boeing-777-Flugzeugen: Gebläseflügel am Triebwerk schuld?

Das japanische Verkehrsministerium in Tokio teilte am Montag mit, es habe bereits eine strengere Prüfung der Boeing-Maschinen angeordnet, nachdem im Dezember bei einem Inlandsflug der JAL Probleme mit einem „Triebwerk derselben Familie“ aufgetreten waren.

Der Chef der US-Aufsichtsbehörde FAA, Steve Dickson, erklärte am Sonntag, einige der betroffenen Maschinen würden wahrscheinlich aus dem Verkehr gezogen werden. Eine erste Untersuchung deute darauf hin, dass vor allem die Gebläseflügel des Triebwerks untersucht werden müssten - sie seien nur in den 4000-112-Triebwerken verbaut, und diese nur in den Boeing-777.

Boeing-777 und Boeing 737-Max: Debakel für den Flugzeug-Hersteller

Es ist nicht das erste Mal, dass Boeing in letzter Zeit Probleme mit einem Flugzeugtyp hat. Bis vor Kurzem galt ein Flugverbot für die Maschinen vom Typ Boeing 737-Max. Eine fehlerhafte Software hatte zu zwei Abstürzen mit mehreren Toten geführt. Erst seit Januar dieses Jahres dürfen die Maschinen wieder in Europa fliegen, nachdem die Technik überarbeitet worden war. Boeing machte 2020 einen Verlust von fast zwölf Milliarden Dollar (knapp zehn Milliarden Euro). (Friederike Meier/AFP)

Rubriklistenbild: © Michael Ciaglo/AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare