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Bericht beim US-Kongress

Alien-Hype nach angeblichen Ufo-Sichtungen: Astronaut nennt es den „Gipfel der Dummheit“

  • Sebastian Richter
    VonSebastian Richter
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In den USA wird ein Bericht zu Ufos erwartet. Der Astronaut Chris Hadfield kritisiert den entstandenen Alien-Hype.

USA – Bisher hat der Mensch keine Beweise für intelligentes außerirdisches Leben finden können. Doch finden sich immer mehr Anhänger:innen des Mythos, es gebe Nachweise für Lebewesen von anderen Planeten. Andere gehen sogar einen Schritt weiter und behaupten, die Aliens seien bereits unter uns.

UFO-Sichtungen und Verschwörungstheorien bekräftigen diesen Mythos. Einige Ufo-Gläubige nehmen die Sichtungen als Beweis für Aliens, die mit ihren Raumschiffen der Erde einen Besuch abstatten. Gerade in den USA ist diese Theorie weit verbreitet, bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup gab ein Drittel der Befragten die Überzeugung an, dass es sich bei einigen der Sichtungen um Besuche aus dem All handele.

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Ufo-Sichtungen in den USA: Bericht soll über Aliens aufklären

Neben den Berichten von „Laien“ gibt es immer wieder Meldungen über Außerirdische von Soldat:innen des US-Militärs. Was genau hinter den Sichtungen steckt, will der US-Kongress über einen umfangreichen Ufo-Bericht klären. Die „Unidetified Aerial Phenomena Task Force“ des US-Nachrichtendienstes Office of Naval Intelligence sammelt, analysiert und katalogisiert seit August 2020 Sichtungen. Für Juni 2021 erwartet der Kongress den Bericht.

Das US-Militär hat bereits bestätigt, dass es die Beobachtungen am Himmel gegeben hat, die man sich bisher nicht erklären könne. Von diesen Ufo-Sichtungen existieren auch Aufnahmen. Die Bewegungen und Flugbahnen der mysteriösen Objekte seien schneller und manövrierfähiger als alles, was es beim US-Militär selbst gebe, sagte sogar der ehemalige Präsident Barack Obama bei der Late Late Show im US-Sender CBS.

Der Astronaut Chris Hadfield kritisiert den Alien-Hype nach Ufo-Sichtungen. (Archivbild)

Doch diese Ufo-Beobachtungen sofort mit Aliens gleichzusetzen, hält der ehemalige Astronaut Chris Hadfield für falsch. In einem Interview beim kanadischen CBC-Radio nannte er den Alien-Hype den „Gipfel der Dummheit“ Er selbst habe unzählige Phänomene am Himmel beobachten können, die er sich nicht erklären könne. „Aber um etwas am Himmel zu sehen, das du nicht verstehst und dann sofort zu dem Schluss zu kommen, dass es intelligentes Leben aus einem anderen Sonnensystem ist, ist der Gipfel der Dummheit und des Mangels an Logik.“

Astronaut Chris Hadfield kritisiert Ufo-Hype: Bisher kein Beweis für Leben im All

Zunächst einmal ist ein Ufo nur ein „unidentifiziertes Flugobjekt“. Bei vielen der Sichtungen handelte es sich wohl nur um Wetterphänomene, manche sind gefälscht, wieder andere möglicherweise streng geheime Übungen des Militärs. Der Kanadier Chris Hadfield stellte bei seinem Interview fest: „Bis zu diesem Punkt haben wir definitiv nirgendwo außer auf der Erde Beweise für Leben gefunden.“

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Bei der unvorstellbaren Größe des Universums scheint es unmöglich, jemals stichfest behaupten zu können, wir Menschen seien alleine im All. Doch davon auszugehen, jemand oder etwas beobachte uns, ist ohne Beweise für den renommierten Astronauten Hadfield ein Hirngespinst. Bei vielen UFO-Anhänger:innen und Alien-Gläubigen bleibt also der Grundsatz: „I want to believe“. (Sebastian Richter)

Rubriklistenbild: © JMH-Galaxy Contact via www.imago

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