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Amoklauf an Grundschule: Gebete als Antwort – Senator Ted Cruz erntet Kritik

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Von: Helena Gries

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Nach dem Amoklauf an einer Grundschule in Texas meldet sich Senator Ted Cruz auf Twitter zu Wort. Seine Aussage sorgt für Aufregung.

Uvalde/Texas – Im US-Bundesstaat Texas hat es einen Amoklauf gegeben. Ein 18-Jähriger erschoss in Uvalde in den USA 21 Menschen an einer Grundschule, darunter 19 Kinder. Es handelt sich um eines der verheerendsten Schulmassaker in der Geschichte der USA.

Der republikanische Senator Ted Cruz aus Texas hat sich nun auf Twitter zu den Vorfällen geäußert – und wurde für seine Worte heftig kritisiert. Zahlreiche Menschen kommentierten den Beitrag des Senators und äußerten Kritik an seiner politischen Einstellung.

Amoklauf in den USA: Senator Ted Cruz aus Texas äußert sich auf Twitter

Cruz twitterte nach dem Amoklauf, dass er inbrünstig für die Kinder und Familien von Uvalde bete und sprach den Strafverfolgungsbehörden und Ersthelfern seinen Dank für das schnelle Handeln aus. Seit Jahren lehnt der Senator der Republikanischen Partei Gesetze zur Eindämmung von Waffengewalt ab. Viele Menschen wiesen als Reaktion auf Cruz’ Twitter-Beitrag auf diese Tatsache hin. Es ist nicht das erste Mal, dass Cruz auf seinen Twitter-Beitrag Kritik erntet.

„Ted Cruz hat 300.000 Dollar von der Pro-Waffen-Meute erhalten, also nimm deine Gebete und schiebe sie dir in den Arsch“, twitterte Kurt Bardella, der das Wahlkampfkomitee der Demokraten berät. „Ihre Annahme dieses Blutgeldes sagt uns, wie viel Ihre Gebete wert sind.“

Nach Tweet von Ted Cruz: Kritik an Politik des Senators aus Texas

Auch Shannon Watts, Gründerin von Moms Demand Action, einer Initiative, die sich für strengere Waffengesetze einsetzt, äußerte sich auf Twitter: „Inbrünstig für Uvalde zu beten, während er sich weigert, etwas zu tun, um Waffengewalt zu stoppen, ist der Grund dafür, dass dies immer wieder vorkommt, besonders in Texas.“

Der republikanische Senator Ted Cruz aus Texas hat sich nun auf Twitter zu dem Amoklauf an einer Grundschule in Uvalde geäußert und dafür Kritik geerntet. (Archivbild)
Der republikanische Senator Ted Cruz aus Texas hat sich nun auf Twitter zu dem Amoklauf an einer Grundschule in Uvalde geäußert und dafür Kritik geerntet. (Archivbild) © David J. Phillip/dpa

Die National Parents Union äußerte in einer Erklärung, dass mehr als Gedanken und Gebete benötigt werden: „Wir brauchen einen Politikwechsel und echte Maßnahmen, da es in Texas seit 1970 mehr als 100 Schießereien an Schulen im ganzen Bundesstaat gegeben hat.“ (hg)

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