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Urteil gegen Benaissa könnte früher fallen

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Sollten die anderen Mitglieder der No Angels nicht als Zeugen gebraucht werden, könnte das Urteil gegen Nadja Benaissa bereits am kommenden Mittwoch verkündet werden.

Der Prozess gegen die No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa (28) wegen der Ansteckung eines Mannes mit HIV könnte schneller zu Ende gehen als geplant. Sollten die anderen Mitglieder der Casting-Popgruppe nicht als Zeugen gebraucht werden, sei ein Urteil bereits am kommenden Mittwoch (25.) möglich, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Darmstadt am Freitag. „Es kann sein, dass sie ausgeladen werden.“ Staatsanwalt, Nebenkläger sowie Verteidiger hatten dies bereits angedeutet.

Nach dem bisherigen Zeitplan sind die drei No-Angels-Sängerinnen Sandy Mölling, Jessica Wahls und Lucy Diakovska für Donnerstag (26.) geladen. Dieser fünfte Termin ist bisher als letzter Prozesstag vorgesehen.

Am zweiten Verhandlungstag hatte ein Nebenkläger gesagt, seiner Meinung nach laufe es auf eine Bewährungsstrafe für die 28-Jährige hinaus. Der Anwalt vertritt den 34 Jahre alten Mann, der sich bei Benaissa angesteckt haben soll und die Sängerin anzeigte.

Benaissa hatte gestanden, trotz einer ihr bekannten HIV-Infektion ungeschützten Sex gehabt zu haben. Sie hatte sich entschuldigt und erklärt, ihren Lebenswandel nicht mehr unter Kontrolle gehabt zu haben.

Eine erste Entscheidung über das weitere Vorgehen in dem Prozess will das Amtsgericht am Montag treffen. Für diesen Verhandlungstag ist ein Zeuge geladen, der aus dem Bekanntenkreis stammen soll.

Für den vierten Prozesstag am Mittwoch ist der Psychologe Benaissas vorgesehen. Außerdem wird ein Sachverständiger erwartet. Er soll klären helfen, ob sich der 34-Jährige auch tatsächlich bei Benaissa ansteckte. (dpa)

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