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Kaum jemand kennt es: Staat spendiert Familien den Urlaub

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Von: Fee Halberstadt

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Aufgrund der Corona-Pandemie wurden verschiedene Hilfsprogramme entwickelt. Dazu gehört ebenfalls ein vom Staat finanzierter Urlaub für manche Familien.

Frankfurt – In den vergangen zwei Jahren haben Familien in Deutschland finanzielle Unterstützungen vom Staat erhalten. Beispielsweise gab mehrfach eine Bonuszahlung für jedes Kind, um Familien während der Corona-Pandemie zu entlasten.

Auch weiterhin bietet der Staat die Unterstützung mit dem Titel  „Corona-Auszeit für Familien – Familienferienzeiten erleichtern“ an. Das Angebot können allerdings nicht alle Familien nutzen.

Das Programm ist darauf ausgelegt, Familien, die wenig Geld oder Angehörige mit einer Behinderung haben, unter die Arme zu greifen. Unter dem Motto „Rauskommen. Durchatmen. Auftanken.“ soll ihnen ein kostengünstiger Urlaub ermöglicht werden. Erfüllt eine Familie die Vorgaben, übernimmt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) knapp 90 Prozent aller Kosten. Auf der Webseite des Ministeriums kann man einen Fragebogen ausfüllen, um zu prüfen, ob die eigene Familie den Vorgaben entspricht. Diese Daten werden unter anderem abgefragt:

Anzahl der Personen
Hauptwohnsitz
Kinder im Haushalt
Familienmitglied mit einer Behinderung von mindestens 50
Etwaige bezogene Sozialleistungen
Vermögensstand
Bruttohaushaltseinkommen

Corona-Pandemie: Voraussetzungen für einen Urlaub, den der Staat bezahlt

In ganz Deutschland nehmen aktuell 90 verschiedene Einrichtungen an dem Programm des Familienministeriums teil, es sollen jedoch weitere hinzukommen. Darunter sind auch einige in der Nähe der Nordsee und Ostsee, beispielsweise in Flensburg oder auf Fehmarn. Weitere Unterkünfte befinden sich beispielsweise am Bodensee.

Manche Familien in Deutschland haben Anspruch auf einen Urlaub, den der Staat überwiegend finanziert.
Manche Familien in Deutschland haben Anspruch auf einen Urlaub, den der Staat überwiegend finanziert. (Symbolfoto) © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Wenn man Anspruch auf den staatlich finanzierten Urlaub hat, kann man sich eine passende Unterkunft aussuchen. Sie alle „sind speziell auf die Bedürfnisse von Familien ausgerichtet und bieten pädagogisch begleitete Aktivitäten an“, heißt es auf der Webseite. Insgesamt darf der Aufenthalt bis zu sieben Übernachtungen dauern und das Angebot gilt noch bis Ende 2022.

Nicht alle Familien, die die Bedingungen für den kostengünstigen Urlaub erfüllen, bekommen jedoch automatisch einen Platz im Programm – es besteht kein Rechtsanspruch. „Wir bitten um Verständnis, dass die Unterkünfte in den Ferienzeiten mittlerweile so gut wie ausgebucht sind. Außerhalb der Ferienzeiten sind in einigen Unterkünften noch Plätze frei“, schreibt das BMFSFJ. Wer sich also noch einen Platz ergattern möchte, muss schnell sein. (Fee Halberstadt)

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