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Eine Touristin macht ein Foto auf dem Markusplatz in Venedig.
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Der Markusplatz in Venedig zieht zahlreiche Tourist:innen an. Ist ein Urlaub in Italien auch in der Corona-Pandemie möglich?

Urlaub im Sommer

Italien-Urlaub trotz Corona: Inzidenz, Einreise, Regeln – Das müssen Reisende wissen

  • VonMirko Schmid
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Ist ein erholsamer Italien-Urlaub in der Corona-Pandemie möglich? Die aktuelle Situation, Corona-Regeln und Hinweise im Überblick.

Rom – Mit dem Weltwirtschaftswunder in den 1950er Jahren rückte Italien als beliebtes Urlaubsland in den Fokus deutscher Urlauber:innen. Jahr für Jahr fuhren und flogen mehr Menschen über die Alpen, um es sich auf der Halbinsel gut gehen zu lassen. Neben faszinierenden Städten voller historischer Kulturstätten waren es vor allem die vielen Strände entlang des „Stiefels“, welche Reisende anlockten.

Zur faszinierenden Umgebung kommt die in Deutschland spätestens seit Beginn der Gastarbeit extrem beliebte kulinarische Kunst Italiens, die neben Klassikern wie Pizza und Pasta eine vielseitige Palette von Meeresfrüchten bis verschiedensten Fleisch- und Käsespezialitäten zu bieten hat. In den Jahren 2018 bis 2020 lag Italien mit rund zehn Prozent auf dem dritten Platz der Lieblingsurlaubsziele deutscher Reisender, lediglich nach Spanien inklusive seiner Inseln und an die heimische Ostsee pilgerten noch mehr Deutsche.

Corona-Inzidenz und Impfquote in Italien: Inzidenz über 60 – Vollständig geimpft sind 53 Prozent

Dann allerdings schlug die Corona-Pandemie zwischen Bozen und Palermo so erbarmungslos zu, wie in kaum einer anderen europäischen Nation. Mehr als 4,37 Millionen der insgesamt rund 60,4 Millionen Italiener:innen sind seither an dem Virus und seinen Mutationen erkrankt. Zwar gelten 4,13 Millionen inzwischen als genesen, mit aktuell 128.136 Todesfällen (Stand: 06.08.2021; Quelle: CSSE an der JHU) auf einem traurigen elften Platz weltweit, europaweit zählen lediglich Frankreich und Großbritannien mehr Corona-Tote.

Am 6. August 2021 sind inzwischen 64,48 Prozent der italienischen Bevölkerung einfach gegen das Coronavirus geimpft, 53,76 Prozent der Italiener:innen haben auch die zweite Impfung schon erhalten. Aktuell gilt Italien offiziell nicht mehr als Risikogebiet, zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen wurden durch die örtlichen Behörden inzwischen aufgehoben. So gilt im Freien beispielsweise keine Maskenpflicht mehr, auch gibt es derzeit im gesamten Land keine ausgewiesenen Risikozonen mehr. Da aktuell ganz Italien aus sogenannten „weißen Zonen“ besteht, gelten kaum Corona-Beschränkungen.

Die liebsten Urlaubsländer deutscher Reisender im Corona-Check

Allerdings ist die aggressive Delta-Variante inzwischen auch in Italien auf dem Vormarsch, mit inzwischen rund 89,3 Prozent in allen Proben der letzten vier Wochen (Stand: 4.08.2021; Quelle: gisaid.org) ist die Mutation in Italien längst dominant. Die Inzidenz von Neuinfektionen mit dem Coronavirus liegt aktuell bei 66,6 Ansteckungen je 100.000 Menschen (Stand: 04.08.2021, JHU) und somit auf einem höheren Niveau als in Deutschland. Seit einiger Zeit steigt diese Zahl weiter und über alle Altersgruppen hinweg an.

Einreise ins Urlaubsland Italien: Diese Corona-Maßnahmen müssen Reisende beachten

Zwar gilt die Corona-Situation in Italien derzeit als entschärft, dennoch gelten auch für die Einreise aus der EU und Schengen-Staaten weiterhin Regeln. So muss an der Grenze ein negativer Corona-Test (PCR- oder Antigen-Test) vorgelegt werden, der höchstens 48 Stunden alt sein darf. Vollständig Geimpfte und Genese müssen den Test nicht mehr vorlegen, wenn sie ihren Status nachweisen können. Kinder unter sechs Jahren sind ebenfalls von der Testpflicht befreit. Für alle Einreisende verpflichtend ist hingegen ein Formular, für einen Urlaub in Südtirol muss zusätzlich ein weiteres Formular online ausgefüllt werden.

Besondere Restriktionen gelten für Reisende, die in den vergangenen 14 Tagen einen Aufenthalt in Großbritannien hatten. Diese müssen in Italien in jedem Fall einen Negativtest vorweisen, außerdem gilt für sie eine fünftägige Quarantäne am Reiseziel. Anschließend müssen sie mit einem weiteren negativen Test nachweisen, dass sie Corona-negativ sind. Da die Delta-Variante in Großbritannien besonders stark grassiert, sehen sich die italienischen Behörden gezwungen, ihren Gästen diese zusätzlichen Unannehmlichkeiten aufzuerlegen.

Einreise nach Italien per Transit aus Österreich und der Schweiz: Was gilt es zu beachten?

Die Anreise per Auto bringt für deutsche Urlauber eine Anreise über Österreich oder die Schweiz mit sich. Ein Problem stellt das allerdings nicht dar: Laut Angaben des ADAC ist der Transit durch Österreich grundsätzlich erlaubt. Auch eine Anreise durch die Schweiz ist problemlos möglich. Darüber hinaus gilt für eine Durchreise durch Italien aus Staaten der EU und dem Schengen-Raum gen Nordafrika eine Befreiung von der Testpflicht, solange die Durchfahrt nicht länger als 36 Stunden dauert.

Italien-Urlaub 2021: Diese Corona-Regeln sind aktuell gültig

Da die Corona-Inzidenz in Italien wieder auf einem gehobenen Niveau liegt, haben die örtlichen Behörden einige Regeln wieder verschärft. Aktuell gelten folgende Restriktionen:

  • Abstand: Es gilt ein Mindestabstand von einem Meter.
  • Maskenpflicht: Das verpflichtende Tragen des Mund-Nase-Schutzes gilt in geschlossenen Räumen, an öffentlichen Orten und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Tragen einer medizinischen Maske ist nicht vorgeschrieben, Community-Masken sind zulässig, solange sie aus mindestens zwei Lagen Stoff bestehen.
  • Im Auto: Sind Personen aus mehreren Haushalten an Bord, gelten auch im Auto Maskenpflicht und Mindestabstand. Laut ADAC muss der Beifahrersitz frei bleiben, in jeder Reihe dürfen höchstens zwei Menschen sitzen, auch zwischen ihnen muss ein Sitz frei bleiben. Zwar können in einigen andere Regeln gelten, Verstöße aber bringen in jedem Fall hohe Geldstrafen mit sich. Den Behörden ist es außerdem erlaubt, im Fall eines Verstoßes die Weiterfahrt zu untersagen.
  • Im Zug: Auch beim Bahnfahren gelten Masken- und Abstandspflicht. Verstöße können geahndet werden, renitente Mitreisende können außerdem aufgefordert werden, den Zug zu verlassen.
  • In Gaststätten wie Bars und Restaurants: Der Zugang zu gastronomischen Betrieben setzt in Italien künftig einen Gesundheitspass voraus. Der sogenannte grüne Pass ist laut italienischer Regierung ab dem 6. August 2021 verpflichtend. Das im gesamten Land gültige Dokument enthält Angaben über Corona-Impfungen, vergangene Infektionen sowie Corona-Tests. Anders als in anderen Staaten soll in Italien bereits die erste Impfung ausreichen, um den Pass ausgestellt zu bekommen, eine vollständige Immunisierung ist also nicht notwendig.

Sommerurlaub an den Stränden in Italien: Welche Corona-Regeln gelten an den Küsten?

Auch an den beliebten Stränden entlang des „Stiefels“ und der Inseln wie Sizilien und Sardinien gelten Corona-Regeln. So verlangen einige der in Italien häufig privat geführten Strandbäder eine Anmeldung. Auch ist es den Betreibenden gestattet, auf einen Fiebertest zu bestehen, bevor Einlass gewährt wird. Die Strandliegen müssen mindestens anderthalb Meter auseinander stehen, um den Mindestabstand zu gewährleisten.

Aktuelle Corona-Informationen

Aktuelle Informationen rund um Corona in Italien liefern das Auswärtige Amt und die italienische Tourismusbehörde.

In geschlossenen Räumen und Gemeinschaftsbereichen wie Toiletten und Strandbars gilt die Maskenpflicht, generell muss wie überall im Land ein Mindestabstand von einem Meter zu anderen Strandbesucher:innen eingehalten werden.

Heimreise aus dem Italien-Urlaub: Welche Regeln gelten für die Rückreise nach Deutschland?

Da Italien bisher nicht als Corona-Risikogebiet geführt wurde, galten für die Einreise nach einem Italien-Urlaub nach Deutschland bisher keine Regeln. Zumindest bei einer Reise zu Land mussten auch keine negativen Tests vorgelegt werden. Ab dem 1. August 2021 gilt aber auch für eine Einreise aus Italien die allgemeine Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Das bedeutet, dass mit einer Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein negativer Corona-Test, ein Nachweis einer Genesung oder ein Nachweis einer vollständigen Impfung gegen das Coronavirus vorgelegt werden muss.

Stichprobenartige Kontrollen sollen die Einhaltung der nun für die Einreise aus allen Ländern geltenden Nachweispflicht gewährleisten. Die Kosten für einen Test haben Einreisende selbst zu tragen. Die Testpflicht gilt für alle Erwachsenen Urlaubsreisenden und für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. (Mirko Schmid)

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