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Vor allem in Kassel gibt es Überschwemmungen

Erdrutsche und Überschwemmungen

Land unter in Hessen: Dem Unwetter folgt Dauerregen - A44 und A7 teilweise gesperrt

Starker Regen und heftige Gewitter in Hessen. Tief "Axel" sorgt für viel Regen. Die Folge sind Erdrutsche und Überschwemmungen.

Update, 14.56 Uhr: Im Verlaufe des Morgens wurde es eher schlimmer als besser - vor allem in Nordhessen: Das Wasser stieg, überflutete Gärten, riss Warnbaken und Mülltonnen mit, drückte Gullideckel hoch. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz, die Polizei sperrte immer wieder Straßen, die unpassierbar geworden waren. Stundenlang waren die Sirenen der Einsatzfahrzeuge im östlichen Teil der Stadt Kassel zu hören. In Lohfelden versuchten Einsatzkräfte einen Kindergarten mit Sandsäcken zu schützen. Vor einem Bauernhof an der Losse versuchten Landwirt mit Heuwürfeln das Wasser umzulenken.

Land unter in Hessen: Dem Unwetter folgt Dauerregen - teils heftige Überschwemmungen

Zeitweilig war die A44 aufgrund einer Fahrbahnüberflutung zwischen Kassel-West und Dreieck Kassel-Süd gesperrt. Am Autobahndreieck Kassel-Süd wurde die Verbindung von der A7 aus Süden kommend zur A44 in Richtung Dortmund ebenfalls gesperrt.

Update, 13.05 Uhr: Vor allem in Osthessen ist die Lage weiterhin angespannt. Wie die Polizei berichtet, sind zwei junge Frauen bei Fulda auf regennasser Fahrbahn mit ihrem Auto ins Schleudern geraten. Die Polizei rät deshalb dazu, in der Region auf unnötige Autofahrten zu verzichten. 

Update, 11.58 Uhr: Erdrutsche und überschwemmte Straßen: Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Alsfeld war am Dienstagmorgen mehrfach im Unwettereinsatz. Der ergiebige Regen von Tief Axel setzte die Bundesstraße 49 in Alsfeld, das Alsfelder Stadtgebiet an der Au sowie eine Kreisstraße zwischen den Stadteilen Alsfeld und Eudorf unter Wasser. Die Straße wurde zudem durch mehrere kleine Erdrutsche blockiert. Rund zwanzig Feuerwehrleute waren an den Einsatzstellen vor Ort, um die Wasser- und Schlammmassen zu beseitigen. Zum Einsatz kam auch ein Traktor mit Frontlader sowie ein Kranbagger.

Unwetter über Hessen: Wetterdienst warnt - Feuerwehr im Dauereinsatz

Update, 21. Mai, 8.27 Uhr: Tief "Axel" hat auch in Hessen am Dienstagmorgen für starke Regenfälle gesorgt. Der Deutsche Wetterdienst gab eine Unwetterwarnung für Osthessen, die Region um Kassel und Teile Südhessens heraus. Es sei mit ergiebigem Dauerregen zu rechnen. Auch für den Rest von Hessen warnt der Dienst vor zum Teil heftigen Niederschlägen.

In Kassel waren am Dienstagmorgen mehrere Straßen im Stadtgebiet überflutet. Die schlechte Wetterlage des Vorabends habe sich am Morgen zugespitzt, sagte ein Polizeisprecher. Zwar gäbe es derzeit keine Unfälle, jedoch seien viele Keller im Stadtgebiet mit Wasser vollgelaufen.

Künzell-Dirlos: Ein Mann steht auf einer überschwemmten Straße.

Auch in Fulda mussten nach Angaben der Polizei mehrere Straßen gesperrt werden. Sowohl in Fulda als auch in Gießen berichtete die Polizei von umgestürzten Bäumen. Verletzt wurde aber niemand. Schon am Montagabend hatte das Tief "Axel" die Einsatzkräfte der Feuerwehr besonders in Osthessen in Atem gehalten.

14 Unwetterwarnungen in Hessen

Update, 21. Mai, 7.06 Uhr: Auch für Dienstag liegen schon 14 Unwetterwarnungen für mehrere Kreise in Hessen vor. Vor allem in Nord- und Osthessen. Insgesamt gibt es 39 Warnungen vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach für Hessen. Übrigens: In Sinntal-Sterbfritz (Main-Kinzig-Kreis) fielen am Montag nach Angaben des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie zeitweise 75 Liter Regen pro Quadratmeter.

Update, 21. Mai, 6.10 Uhr: Ein Regengebiet mit teils ergiebigen Niederschlägen ist am frühen Montagabend über Hessen hinweggezogen. Besonders heftig regnete es nach ersten Berichten im Norden und Osten des Bundeslandes. In Eschwege im Werra-Meißner-Kreis standen zwischenzeitlich einige Straßen unter Wasser, wie Feuerwehr und Polizei in der nordhessischen Kreisstadt mitteilten. Das Wasser laufe aber schon wieder ab und die Lage normalisiere sich, hieß es am frühen Abend.

Überschwemmte Straße bei Kassel

Im nahen Witzenhausen an der Landesgrenze zu Niedersachsen liefen laut Leitstelle einige Keller voll. Im Osten Hessen wurde eine Landesstraße in der Nähe des Kalbacher Ortsteils Uttrichshausen (Kreis Fulda) wegen Überflutung vorübergehend gesperrt, wie die Polizei in Fulda mitteilte. Auch in der Kreisstadt standen Straßen nach Starkregen unter Wasser.

In Schotten im Vogelsbergkreis musste die Feuerwehr ebenfalls zu mehreren Einsätzen ausrücken, unter anderem wegen hochgedrückter Gullydeckel und vollgelaufener Keller. Im Stadtteil Rainrod wurde die Ortsdurchfahrt laut Polizei wegen Wassermassen und einer Schlammlawine gesperrt. Für den östlichen Teil Hessens hatte der Deutsche Wetterdienst Unwetterwarnungen der zweithöchsten Stufe ausgegeben.

Video: Hochwasser nach Unwetter - Land unter in weiten Teilen Deutschlands

Unwetter in Hessen: Autobahn 4 gesperrt

Update, 20.20 Uhr: Die Autobahn 4 zwischen Herleshausen (Hessen) und Gerstungen (Thüringen) musste in einer Richtung wegen überfluteter Fahrbahn gesperrt werden, wie die Polizei Fulda mitteilte. Der Verkehr staute sich auf einer Länge von zwei Kilometern. Wie lange die Sperrung andauern sollte, war zunächst unklar. Im hessischen Eschwege standen am Montagabend zwischenzeitlich mehrere Straßen unter Wasser.

Wassermassen - Feuerwehrleute im Dauereinsatz

Update, 19.16 Uhr: Erneut sorgt ein Unwetter im Vogelsbergkreis für Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr. In den frühen Abendstunden des Montags traf Tief Axel das Stadtgebiet von Schotten mit heftigen Regenfällen. Laut Feuerwehrangaben kam es in der Folge zu zehn Einsatzstellen. „Von hochgedrückten Gully-Deckeln, über eine durch Wassereinbruch ausgelöste Brandmeldeanlage bis hin zur überfluteten Ortsdurchfahrt reichten die Alarme“, so ein Feuerwehrsprecher. 

Laut seinen Angaben waren mehr als 30 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie schützten unter anderem die Produktionshalle eine Gewerbebetriebs mit Pumpen vor Überflutungen oder pumpten vollgelaufene Keller leer. Besonders betroffen war der Stadtteil Rainrod, dort musste die Fahrbahn der Ortsdurchfahrt wegen Wassermassen voll gesperrt werden. Die Sperrung dauerte um 19 Uhr noch an.

Unwetter über Hessen: Schlüchtern hat mit Starkregen zu kämpfen

Erstmeldung, 20. Mai, 18.02 Uhr: Hessen - Die ersten Ausläufer des Unwetters haben vor allem in Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) einen erheblichen Schaden angerichtet. Vor allem sinnflutartige Regenfälle halten die Feuerwehren in den frühen Abendstunden in Atem. Aktuell ist der Elmbach über die Ufer getreten und läuft in die Innenstadt. Und die Wetterprognose sieht nicht gut aus.

Der starke Regen am Nachmittag hat eigentlich ruhigere Bachläufe wie den Elmbach zum Überlaufen gebracht. Das Wasser fließt nun durch die Stadt. Die Wassermassen halten die freiwilligen Feuerwehren in Atem. Wie ein Sprecher der freiwilligen Feuerwehr berichtet, seien einige Keller bereits vollgelaufen. 

Unwetter: Sechs Stadtteilfeuerwehren im Einsatz

Aktuell sind sechs Stadtteilfeuerwehren, rund 60 Mann, im Einsatz um die Wassermassen unter Kontrolle zu bekommen. "Aktuell hat es aufgehört zu regnen", so der Sprecher. Allerdings ist für den Laufe des Abends und die Nacht noch mehr Regen angekündigt. Die Einsatzkräfte sind gerade dabei, mit Sandsäcken die Schlüchterner Innenstadt zu sichern. 

In Buchenau ist ein Blitz in ein Einfamilienhaus eingeschlagen, als eine Mutter mit ihrem Kind gerade gegessen hatte, wie fuldaerzeitung.de berichtet. In Fulda sind die Straßen überschwemmt, dort hat sich Schlamm von einem Abhang gelöst.

red

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