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Soldaten der Bundeswehr helfen mit einem Pionierpanzer Dachs bei den Aufräumarbeiten der schweren Unwetterschäden in Hagen-Hohenlimburg.
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Soldaten der Bundeswehr helfen mit einem Pionierpanzer Dachs bei den Aufräumarbeiten der schweren Unwetterschäden in Hagen-Hohenlimburg.

Verkehr eingeschränkt

Unwetter-Schäden in Hagen: Mehrere Brücken durch Hochwasser zerstört

  • Isabel Wetzel
    VonIsabel Wetzel
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Die Unwetterkatastrophe im Westen Deutschlands hinterlässt die betroffenen Regionen im Chaos. In Hagen (NRW) sind mehrere Brücken zerstört.

Hagen ‒ Die nordrhein-westfälische Stadt Hagen ist eine der Regionen im Westen Deutschlands, die besonders schwer von der Unwetterkatastrophe der vergangenen Tage getroffen sind. In Hagen sind durch das Hochwasser gleich mehrere Brücken völlig zerstört worden. Eine Polizeisprecherin berichtete am Donnerstag, die Rehbecke-Brücke über den Fluss Volme sei vollständig eingestürzt. Die Volme ist ein Nebenfluss der Ruhr. Er fließt auf gut 20 Kilometern Länge durch das Stadtgebiet von Hagen.

Bei einer weiteren Brücke über den Fluss sei der Mittelträger zusammengebrochen. Außerdem sei eine Fußgängerbrücke über die Volme durch die Fluten weggerissen worden. Der öffentliche und private Verkehr in Hagen ist, wie in den meisten anderen von der Flutkatastrophe betroffenen Regionen, auch vor dem Wochenende noch weitgehend eingeschränkt. Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. Die Polizei in Hagen hat am Freitagnachmittag (16.07.2021) Stand 16 Uhr eine aktuelle Liste gesperrter Straßen und Brücken veröffentlicht. Diese schwer getroffenen und eingestürzten Brücken in Hagen bleiben demnach vorerst unbefahrbar.

Unwetterkatastrophe in NRW: Mehrere Brücken in Hagen zerstört

  • Brücke Lücköge in Ordnung, Fußgängerbrücke dahinter eingestürzt
  • Brücke in der Rehbecke eingestürzt
  • Brücke Hasselstraße stark beschädigt

„Historische“ Katastrophe in NRW: So viel Regen wie noch nie

Nach Einschätzung des Umweltamtes der Stadt wurde Hagen in den vergangenen Tagen von einem 120-jährlichen Hochwasser eingeholt. Das bedeutet, dass Überschwemmungen dieses Ausmaßes statistisch nur einmal alle 120 Jahre vorkommen. Aktuell sind nach Angaben der Stadt alle Flüsse wieder in ihren Flussbetten. Mit Ruhr, Volme, Lenne und Ennepe durchziehen gleich vier große Flüsse das Stadtgebiet von Hagen. Nach Angaben des Bürgermeisters von Hagen Erik O. Schulz sei die außergewöhnliche Lage durch eine Kombination von zwei Ereignissen zustande gekommen. Zum einen seien die Pegelstände in zwei der vier Flüssen in Hagen extrem schnell angestiegen und zum anderen gab es einen Starkregen mit 200 Litern pro Quadratmeter, wie die Stadt ihn zuvor noch nie erlebt hatte.

Die Rettungs- und Aufräumarbeiten in den betroffenen Gebieten laufen weiterhin auf Hochdruck - auch mit Unterstützung von Rettern aus anderen Bundesländern sowie der Bundeswehr. Inzwischen sind nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums mehr als 850 Soldaten und Soldatinnen bei den Unwettern im Einsatz - „Tendenz steigend“. Panzer helfen unter anderem beim Freiräumen von Straßen in Hagen.

Ministerpräsident Laschet besucht Hagen: Katastrophe „historischen Ausmaßes“

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) besuchte am Donnerstagvormittag (15.07.2021) die von Unwettern besonders stark getroffene Stadt Hagen, um sich mit dem Oberbürgermeister Schulz im Krisenstab der Stadt ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. In einer Pressekonferenz am Freitag sprach Laschet von einer „Katastrophe historischen Ausmaßes“. Laschet versprach den betroffenen Menschen und Regionen außerdem schnelle Hilfe. Das Land NRW habe bereits ein mehrstufiges Hilfsprogramm für die Opfer der Unwetterkatastrophe vorbereitet. „Wir werden große finanzielle Kraftanstrengungen brauchen“, sagte Laschet. Die bisher für Soforthilfen bei Starkregenereignissen zur Verfügung stehenden Mittel würden „bei weitem nicht ausreichen“. Der Bund habe aber bereits Unterstützung angekündigt. (iwe)

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