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Schulen im Süden dicht

Unwetter in Italien: Höchste Alarmstufe wegen Hochwasser in Venedig

  • Kerstin Kesselgruber
    VonKerstin Kesselgruber
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Unwetter in Italien: Sowohl die Region um Neapel als auch Venedig bereiten sich auf schwere Regenfälle, Sturm und Überflutungen vor. Es gelten hohe Warnstufen.

Neapel/Venedig – In der norditalienischen Lagunenstadt Venedig erwarteten die Behörden für Mittwochabend erneut Flut. Die Vorhersage mit Stand Mittwochmorgen ging für den späten Abend (22 Uhr) von einem Anstieg um bis zu 1,40 Meter aus. Damit würde die höchste Alarmstufe gelten. Fast 60 Prozent der Fußgängerwege dürften dann unter Wasser stehen, wie es weiter hieß. Ab 18 Uhr wolle die Stadt die Flutschutztore des Systems „Mose“ ausfahren.

Es besteht aus 78 Barrieren, die die Stadt Venedig an drei Einfahrten zur Lagune hochfahren kann, und ist seit Herbst 2020 in Betrieb. Das milliardenschwere Projekt ist umstritten. Korruption, Bürokratie, fehlende Entscheidungen, politische und wirtschaftliche Eigeninteressen zögerten den Bau lange hinaus. Expertinnen und Experten halten es außerdem für möglich, dass das System ab 2075 das gesamte Jahr aktiv sein muss, wenn der Klimawandel und damit der Anstieg des Meeresspiegels nicht entscheidend gebremst wird.

Menschen gehen am Dienstag (02.11.2021) über den überfluteten Markusplatz in Venedig. Wegen Unwettern und starker Winde droht der norditalienischen Lagunenstadt Hochwasser.

Unwetter in Italien: Schulen und Friedhöfe rund um Neapel geschlossen

Wegen nahender Unwetter sind zudem im Süden Italiens Schulen und Friedhöfe vorsorglich geschlossen worden. Der Bürgermeister von Neapel, Gaetano Manfredi, entschied, am Mittwoch (03.11.2021) einen Großteil der Friedhöfe und Parks zu schließen, weil dort Gefahr durch herabfallende Äste von Bäumen drohte, wie aus einer „dringenden Anordnung“ der Kommune Neapel vom Dienstag (02.11.2021) hervorging.

Unter anderem auf den beliebten Ferieninseln Ischia und Procida am Golf von Neapel sollten am Mittwoch die Schulen zubleiben, legte Bürgermeister Enzo Ferrandino fest. Die Zivilschutzbehörde hatte für die süditalienische Region Kampanien eine erhöhte Warnstufe (dunkelorange) ausgegeben. Die Meteorologen rechneten mit starken Regenschauern und Sturm. Die Kommune von Ischia bittet die gesamte Bevölkerung um „höchste Vorsicht“.

Erst Ende Oktober sorgte ein heftiges Unwetter in Süditalien für Zerstörungen. Seine Folgen forderten mehrere Todesopfer. Der Norden Italiens hatte im August mit Hochwasser zu kämpfen. (kke/dpa)

Rubriklistenbild: © Matteo Tagliapietra/dpa

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